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The Singing Detective

Leinwandversion der gleichnamigen Musical-Comedy-TV-Serie um einen neurotischen Schriftsteller, der sich im Fieberwahn für den Helden seines ersten Krimis hält.


The Singing Detective

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Erhältlich seit:
04.08.2005

Originaltitel: The Singing Detective

Komödie/ Kriminalfilm

USA 2003
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 12

Robert Downey Jr.
Robin Wright
Mel Gibson

Regie: Keith Gordon
Highlight Communications (Deutschland)

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Leinwandversion der gleichnamigen Musical-Comedy-TV-Serie um einen neurotischen Schriftsteller, der sich im Fieberwahn für den Helden seines ersten Krimis hält.

Dan Dark auf Mörderjagd (Foto: Constantin) Großansicht

Dan Dark auf Mörderjagd (Foto: Constantin)

Der neurotische Romanautor Dan Dark (Robert Downey) liegt mit einer psychisch bedingten Schuppenflechte im Krankenhaus. Während seines Aufenthaltes entwickelt er in seinem Kopf den ersten Krimi.

Fiebernd und paranoid verbindet sich der Schriftsteller selbst mit seinem Protagonisten, einem zynischen Privatdetektiv, und verstrickt sich zunehmend in eine Intrige um einen Mord an einer Prostituierten im Los Angeles der fünfziger Jahre. Aus diesem Wahn können ihm nur noch Schwester Mills (Katie Holmes) und der eigenartige Dr. Gibbon (Mel Gibson) helfen.

Mark Binney kommt Dan sehr bekannt vor (Foto: Constantin) Großansicht

Mark Binney kommt Dan sehr bekannt vor (Foto: Constantin)

Gemischte Gefühle

Regisseur und Produzent Keith Gordon ("Waking the Dead") erntete in Sundance gemischte Kritiken für seine Leinwandversion der gleichnamigen TV-Serie:

In einer Mischung aus Musical, Comedy und Krimi fiebert ein kranker Romanautor mit dem Protagonisten seiner Detektivgeschichte der Lösung eines Mordfalls im wahrsten Sinne entgegen. Das hochkarätig besetzte Ensemble besticht vor allem durch Robert Downey jr. und Mel Gibson als Psychiater.

The Singing Detective

Der Titel ist Versprechen und Bedrohung zugleich. Die 1986 erstmals ausgestrahlte, sechsteilige BBC-Mini-Serie, eine verwegene Mischung aus Film Noir und Musical, gilt unter Kennern als TV-Meilenstein, als Juwel des Mediums. Aber das Werk war keinesfalls unumstritten. Unverständlich, lautete ein häufiger Vorwurf, geschmacklos und unappetitlich. Selten hat eine Fernsehproduktion so polarisiert. Mutig, wer da ein Kino-Remake wagt. In diesem Fall Independent-Regisseur Keith Gordon - wohl nicht zuletzt deshalb, weil sein verqueres, intelligentes Drehbuch noch vom brillanten Verfasser des Originals, des 1994 verstorbenen Multitalents Dennis Potter, stammt. Ein Arthouse-Produkt reinsten Wassers, trotz Starpotenzials in Form von Robert Downey Jr., Robin Wright Penn und Mel Gibson, der auch als Produzent firmiert.

Regennasse Straßen, maulfaule Schläger im dicken Straßenkreuzer, blinkende Neonreklamen. Eine mysteriöse femme fatale, eine Tote die von zwei Cops mit langen Haken aus dem Wasser gezogen wird. Ein fieser Schönling und ein Kette-rauchender Detektiv, tief in die Stirn gezogener Humphrey-Bogart-Hut inklusive. Die Zeichen stehen auf film noir. Doch dann, leinwandfüllend ein von Schuppenflechte entstelltes Gesicht. Die Fratze eines Mannes, der sich vor Schmerzen windet. Dan Dark (!) heißt der Kranke, ein erfolgloser Krimi-Autor, der seine ganze Wut, seine Hilflosigkeit in die Welt hinausschreit. Mit Personal und Doktoren streitet er, verweigert strikt die Einnahme von Medikamenten. So vermengen sich fiebernd Realität und Fiktion, verwandeln Krankenhausangestellte die endlosen Flure zur Showtreppe, singen lippensynchron 50er-Jahre Rock'n'Roll-Hits, während Freunde und Bekannte seine (Alp-)Träume zahlreich bevölkern und er selbst im Part des zynischen Titelhelden versucht, den Mord an einer Prostituierten aufzuklären.

Mag der Plot nicht ganz schlüssig sein und fügen sich die verschieden Erzählebenen nicht immer perfekt zusammen, macht es doch Laune, diesem absurden, flüssig inszenierten (streckenweise optisch schwer erträglichem) Genre-Mix zuzusehen. Regisseur Gordon ("Waking the Dead") geht spielerisch mit den Versatzstücken diverser Gattungen um, reduziert die Ausstattung mal schnell auf ein Minimum, landet so beim (Bühnen-)Musical, nur um wenige Momente später mittels eines typisch trockenen Off-Kommentars wieder zum Hard-Boiled-Krimi zurückzukehren. Dabei lässt "Marnie" ebenso grüßen - Darks Mutter war wahllos in der Auswahl der Liebhaber und nahm aufs Seelenleben ihres Sohnes keinerlei Rücksicht - wie James M. Cains "Postmann", werden vage Erinnerungen an den "englischen Patienten" ebenso wach wie an die vermeintlich billige pulp fiction eines Dashiell Hammett. Dass all das so gut funktioniert, liegt, neben der soliden Kameraarbeit (Tom Richmond) und dem versierten Schnitt (Jeff Wishengrad), vor allem an den großartig aufspielenden Darstellern. An Robin Wright Penn als gepeinigte Gattin mit Riesenherz, an dem dank merkwürdigen Haarteils und dicker Brille kaum zu erkennenden Mel Gibson als überaus fähigen Psychiater, an den Hitmen Adrien Brody und Jon Polito sowie vor allem Robert Downey Jr., der mutig die ätzende, wandelnde Eiterbeule gibt, während sein Charisma das entstellende "Pizza-Gesicht" mühelos überstrahlt. geh.

Darsteller:  Robert Downey Jr.   als Dan Dark
  Robin Wright   als Nicola/Nina/Blonde
  Mel Gibson   als Dr. Gibbon
  Jeremy Northam   als Mark Binney
  Katie Holmes   als Schwester Mills
  Adrien Brody   als erster Gangster
  Jon Polito   als zweiter Gangster
  Carla Gugino   als Betty Dark/Prostituierte
  Saul Rubinek   als Hautspezialist
  Alfre Woodard   als Chefin
  Amy Aquino   als Schwester Nozhki
  David Dorfman   als Dan Dark, jung
  Eddie Jones   als Barmann im Moonglow
  Lily Knight   als Physiotherapeutin
  Clyde Kusatsu   als Japanischer Arzt
  Earl C. Poitier   als Orderly
  Don Fischer   als Praktikant
  Andy Umberger   als Mr. Dark
  David Denman   als Soldat
  Alec Puro   als Darks Drummer
 
Regie:  Keith Gordon  
Buch:  Dennis Potter  
Kamera:  Tom Richmond  
Produzent:  Mel Gibson  
  Steven Haft  
  Bruce Davey  
 

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