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The Tree of Life

Drama in großen poetischen Bildern von Vätern und Söhnen und der Unvereinbarkeit der menschlichen Existenz und Harmonie mit der Natur.


The Tree of Life

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Erhältlich seit:
20.10.2011

Originaltitel: The Tree of Life

Drama

USA 2011
Laufzeit: 138 Min.
FSK: ab 12

Brad Pitt
Sean Penn
Jessica Chastain

Regie: Terrence Malick
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The Tree of Life

In den Fünfzigerjahren hat die Familie O'Brien drei Söhne. Unter den Fittichen der Mutter wachsen sie zunächst behütet auf, doch der Vater glaubt, sie auf die Härten des Lebens nur vorbereiten zu können, indem er sie mit entsprechend harter Hand von Kindern zu Männern macht. Er raubt ihnen die Unschuld, schlägt tiefe Wunden, die Jack, dem ältesten Sohn, auch als Erwachsenen noch Schmerzen zufügen: Es will ihm nicht gelingen, seine Existenz in Einklang zu bringen.

Mehrere Jahre arbeitete der amerikanische Ausnahmekünstler Terrence Malick an seinem erst fünften Film seiner 38 Jahre umfassenden Karriere: Unbeeindruckt von kommerziellen Zwängen ist ihm auch diesmal eine poetische Betrachtung gelungen, die den Faden von "Der schmale Grat" und "The New World" aufgreift und von der Unmöglichkeit erzählt, die menschliche Existenz mit der Harmonie der Natur in Einklang zu bringen. Sean Penn und Brad Pitt spielen die Hauptrollen in diesem außergewöhnlichen Film, der in Cannes die Goldene Palme gewann.

The Tree of Life

Der ambitionierteste Film seit "2001 - Odyssee im Weltraum": In einer Sinfonie berauschender Bilderfolgen stellt sich Terrence Malick anhand der Geschichte einer Kindheit in den Fünfzigerjahren den großen Fragen des Wunders Leben.

Selbst, wenn man sich der imposanten Vision von Terrence Malick nicht verschreiben will und den philosophischen Überbau seines fünften Films als Regisseur seit seinem Debüt "Badlands" im Jahr 1973 als prätentiöses, womöglich gar religiös verklärtes Wolkenkuckucksheim abtut, wird man zugestehen müssen, dass es zu "The Tree of Life", entstanden in vierjähriger Arbeit, an Ambition, Einzigartigkeit und visueller Extravaganz im Kino von heute nichts Ebenbürtiges gibt. Filme wie dieser werden eigentlich nicht gemacht. Nicht einmal in der kreativen Hochphase des amerikanischen Kinos zu Zeiten des New Hollywood gab es Vergleichbares. Dass er heutzutage entstehen konnte, wo Film kaum noch als Kunstwerk sondern als vermarktbares Produkt zu funktionieren hat, grenzt an ein Wunder. Wenn man denn nach Referenzen für dieses, in endlosen, perfekt aufeinander abgestimmten Bilderkaskaden (Kamera: Emmanuel Lubezki) frei fließende Poem über das Wesen der menschlichen Seele sucht, das nach Ordnung strebt, wo keine Ordnung bestehen kann, und nach Sinn, wo alle Fragen unbeantwortet bleiben müssen, dann kann man Kubricks "2001" nennen und vielleicht noch "Koyaanisqatsi".

In erster Linie ist sich Malick selbst verpflichtet. "The Tree of Life" ist aus dem Holz geschnitzt, das auch Malicks vorangegangene Filme, "Der schmale Grat" und "The New World", zu singulären Ereignissen gemacht hat. In ihnen finden sich bereits in Grundzügen Stil und Vokabular des neuen Films, die der nunmehr 67-jährige Texaner aber so sehr verfeinert und perfektioniert hat, dass er sich noch weiter von den Konventionen des Erzählkinos entfernt hat. "The Tree of Life" ist ein einzigartiges Erlebnis, ein kosmischer Trip, der erfühlt und erspürt werden will und erst dann intellektuell aufgearbeitet. Man muss sich auf seine entfesselten Bilderfolgen einlassen, begleitet von klassischer Musik, sich in die Höhe schraubenden Choräle und eingestreuten Kommentaren verschiedener Figuren aus dem Off, die mit ganz simplen Aussagen oder Fragen ihr Innerstes offenbaren. Natürlich finden sich auch Malicks stetige Themen wieder: Der Mensch, der von der Gnade abgefallen ist. Die Unschuld, die auf dem schmerzhaften Weg zum Erwachsensein auf der Strecke bleibt. Die Natur, die dem menschlichen Treiben ungerührt zusieht, als müsste sie schmunzeln ob des Lärms und der Raserei, die am Ende doch nichts bedeuten. Doch diesmal spiegelt Malick sie an nicht mehr und nicht weniger als der Schöpfungsgeschichte, das Ringen mit Gott, ausgelöst von der Frage danach, warum er zulassen konnte, dass ein 19-jähriger Junge aus dem Leben gerissen wurde.

Ein Zitat aus dem Buch Hiob eröffnet den Film: "Wo warst du, als ich die Erde gründete?" Gleich wird Malick eine mögliche Antwort darauf geben, nachdem der Junge Jack und seine Eltern in einer texanischen Kleinstadt Mitte der Fünfzigerjahre in einer Art Ouvertüre vorgestellt wurden. Ein Brief informiert die Familie davon, dass einer von Jacks beiden Brüdern ums Leben gekommen ist, ein traumatisierendes Ereignis, das Jack, gespielt von Sean Penn, selbst in der Gegenwart noch verfolgt: Er ist beruflich erfolgreich, aber er leidet am Leben, geht durch ein persönliches Fegefeuer und schließlich auf eine Entdeckungsreise, nachdem die Frage nach dem Sinn eines so sinnlosen und frühen Todes gestellt wird. Es folgt nach etwa 20 Minuten eine unfassbare und völlig unerwartete Bildersequenz, die den Vergleich mit "2001" förmlich herausfordert: Aus Spiralnebeln und Zellteilungen und einem Urknall entsteht die Erde, Vulkane erheben sich und brechen aus, Wasser und Leben entsteht, erste Fische bewegen sich an Land, ein Raubsaurier kann ein schwächeres Tier töten, entscheidet sich aber dagegen - der erste Akt der Gnade auf der Erde. Der Mensch kann entstehen. Schnitt zu Vater und Mutter O'Brien, die ihren ersten Sohn Jack auf der Welt willkommen heißen. Sicher gibt es viel auch beabsichtigten Spielraum bei der Interpretation dieser Sequenz. Sinnvoll erscheint die Erklärung, dass jeder Mensch bei der Geburt die Geschichte der Erde in sich trägt und weitergeben wird. Der ewige Kreislauf. Fortan bleibt der Film nahe bei Jack und wie er die Welt sieht, immer seinem jeweiligen Alter entsprechend: die Mutter - Jessica Chastain - als unbeschwertes Feenwesen, der Vater - Brad Pitt - zunächst als liebevolle Größe im Leben des Jungen, später immer strenger und bestimmter, unnachgiebig beim Einfordern von Respekt und Einhaltung der von ihm aufgestellten Regeln. Wer es zu etwas bringen will, der muss Härte zeigen. Zwischen dem weiblichen und männlichen Pol oszilliert der Film, lässt seine Hauptfigur Erfahrungen machen, mit dem Tod, mit der Kunst, mit seiner aufkeimenden Sexualität, mit Gewalt, mit der Versuchung - um schließlich an einem Ort der spirituellen Erlösung anzugelangen.

2011 - Odyssee auf dem Planet Erde: Indem Malick diesmal den Fokus nicht auf ein historisches Ereignis richtet wie in seinen letzten beiden Filmen, sondern auf eine ganz normale Kindheit, erhalten die abgehandelten Themen ein noch stärkeres Gewicht. Sein Streben, in der Auflösung von Zeit und Raum, Sinn zu finden, eine Quelle der menschlichen Seele, das trägt Züge von Größenwahn. Aber was für ein Größenwahn! Voll von großer Erhabenheit und unendlicher Schönheit. 56-mal hintereinander habe Mantovani ein Stück aufnehmen lassen, erzählt der Vater seinem Sohn Jack in einer gemeinsamen Szene. Danach habe er gesagt: Ich kann es noch besser. Das Streben nach Perfektion ist ein ewiger künstlerischer Impetus, wie auch das Bedürfnis danach, Antworten auf Fragen zu finden und damit Gott näher zu kommen. Vielleicht also kann es Terrence Malick noch besser. Aber zum jetzigen Zeitpunkt ist es gut genug. Allemal. ts.

Darsteller:  Brad Pitt   als Mr. O'Brien
  Sean Penn   als Jack
  Jessica Chastain   als Mrs. O'Brien
  Hunter McCracken   als Jack, jung
  Laramie Eppler   als R.L.
  Tye Sheridan   als Steve
  Fiona Shaw   als Großmutter
  Jessica Fuselier   als Guide
  Nicolas Gonda   als Mr. Reynolds
  William Wallace   als Architekt
  Jackson Hurst   als Onkel Ray
  Kelly Koonce   als Pater Haynes
  Bryce Boudoin   als Robert
  Jimmy Donaldson   als Jimmy
  Kameron Vaughn   als Cayler
  Cole Cockburn   als Harry Bates
  Dustin Allen   als George Walsh
  Brayden Whisenhunt   als Jo Bates
  Joanna Going   als Jacks Frau
  Savannah Welch   als Mrs. Kimball
  Tamara Jolaine   als Mrs. Stone
  Julia M. Smith   als Beth
  Samantha Martinez   als Samantha
  Anne Nabors   als Rue
  Christopher Ryan   als Gefangener
  Michael Showers   als Mr. Brown
  Kimberly Whalen   als Mrs. Brown
  Margaret Ann Hoard   als Jane
  Hudson Long   als Mr. Bagley
  Michael Dixon   als Dusty Walsh
 
Regie:  Terrence Malick  
Buch:  Terrence Malick  
Musik:  Alexandre Desplat  
Kamera:  Emmanuel Lubezki  
Produzent:  Sarah Green  
  Grant Hill  
  William Pohlad  
  Brad Pitt  
  Dede Gardner  

Scarlett Johansson und Sean Penn sind wieder solo

Aus und vorbei. Scarlett Johansson und der fast doppelt so alte Sean Penn gehen wieder getrennte Wege. Erste Anzeichen zum Ende der Beziehung gab es bereits bei den Filmfestspielen in Cannes, zu denen Penn ohne seine charmante Partnerin angereist war.

Können ihren Beziehungsstatus auf Facebook aktualisieren: Sean Penn und Scarlett Johansson (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Können ihren Beziehungsstatus auf Facebook aktualisieren: Sean Penn und Scarlett Johansson (Foto: Kurt Krieger)

Die Liebe zwischen Scarlett Johansson und Sean Penn ist erloschen. Nach nur vier Monaten trennte sich das ungleiche Paar. Gute Beobachter hatten diesen Schritt natürlich längst kommen sehen, nachdem Penn alleine zur Vorstellung seines neuen Werks "The Tree of Life" zu den Filmfestspielen nach Cannes gereist war. Scarlett würde sich auf ihren neuen Film "The Avengers" vorbereiten und wäre deshalb nicht mit an die Croisette gereist, hieß es damals als Begründung ihres Fehlens.

Das übliche Vorschieben irgendwelcher Gründe, wenn man mit der Wahrheit nicht herausrücken will. Jetzt bestätigte ein Freund die Trennung von Johansson und Penn. Wenngleich der Grund dafür irgendwo im Hollywoodsumpf begraben liegt.

Der große Altersunterschied störte Penn und Johansson nicht

Wirklich lange ließen Scarlett und Sean ihrer Liebe nicht Zeit. Im Februar hatten die 26-Jährige und der mit 50 Jahren fast doppelt so alte Penn ihre Liaison begonnen, kurz nachdem sich Scarlett von ihrem Mann Ryan Reynolds getrennt hatte. Bei Gesprächen über Hilfsmaßnahmen für Haiti waren sich die beiden näher gekommen. Scarlett plante einen Haitibesuch mit der Hilfsorganisation Oxfam. Sie wusste, dass Sean im vom Erdbeben zerstörten Karibikstaat sehr engagiert war, und wollte ihn deshalb um Rat fragen.

Obwohl es am Ende doch nicht mit der Reise klappte, blieben Penn und Johansson aneinander hängen. In der Folge zeigten sie sich immer öfter gemeinsam turtelnd in der Öffentlichkeit. Im April wurde sogar getuschelt, dass Scarlett bereits in Seans 3,8 Millionen Dollar Malibu-Refugium eingezogen wäre. Wenn dem so war, kann sie ihre Sachen nun wieder einpacken.

 

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