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Kaufvideo
Erhältlich seit:
30.03.2007
Originaltitel: The Virgin Suicides
USA 1999
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 12
James Woods
Kathleen Turner
Kirsten Dunst
Regie: Sofia Coppola
Capelight Pictures

Mit ihrem Regiedebut gibt Francis Fords 28jährige Tochter Sofia Coppola einen bemerkenswerten Einstand als unkonventionelle und sensibel intelligente Filmemacherin. Sie setzt der Welle der Teenie-Komödien und High-School-Feel-Good-Movies eine beunruhigende, psychologisch und gesellschaftskritisch hinterfragende Version entgegen. Es fehlt nicht an schwarzem Humor in dieser Geschichte von fünf Schwestern zwischen 13 und 17 Jahren, die in den 70er Jahren in einer Kleinstadt in Michigan aus dem Leben scheiden. Die Darstellerinnen dieser Mädchen sind authentisch im Alter ihrer Rollen und geben dem Film ein spannendes Flair, das nicht nur jugendliche Zuschauer faszinieren dürfte.
"Offensichtlich waren Sie nie ein 13jähriges Mädchen", bemerkt Cecilia (Hannah Hall) mit entwaffnend logischem Scharfblick, als der Arzt (Danny De Vito) ihr nach ihrem mißglückten Selbstmordversuch Vorhaltungen macht. Sie und ihre Schwestern wachsen im bourgeoisen amerikanischen Provinzmilieu mit einem Mathematiklehrer-Vater (James Woods) und einer sehr religiösen Mutter (Kathleen Turner) in einer scheinbar heilen Familie auf. Doch ein geheimnisvoller Suspense, der erfreulicherweise auch am Ende des Films keine beruhigende Patentlösung findet, begleitet die Geschichte von Anfang an. Erzählt wird sie als Erinnerung aus der heutigen Gegenwart von einem der Jungen aus der Nachbarschaft der Mädchen. Und so fällt schon ziemlich schnell der unheimliche Satz: "Cecilia ging als erste."
Die schönen blonden Schwestern erregen die Aufmerksamkeit und Neugier der gleichaltrigen Jungs, die bei sich erstmals bisher unbekannte Gefühle des Verlangens entdecken. Trip (Josh Hartnett), der Beau der Schule, verknallt sich in Lux (Kirsten Dunst) auf den ersten Blick und gibt sich auf rührende Weise Mühe, ihren Vater von der Ernsthaftigkeit seiner Absichten zu überzeugen. Und schließlich dürfen die Mädchen nach häufigen und heftigen Diskussionen mit den konservativen Eltern auf eine Tanzveranstaltung gehen. In dieser Nacht finden Lux und Trip den Mut und die Gelegenheit, sich zu lieben. Sofia Coppola und ihr Kameramann Edward Lachman finden verstörende Bilder für Lux' Einsamkeit danach.
Mehr und mehr verstörend sind auch die Wendungen der Geschichte, die Sofia Coppola ungewöhnlich konsequent aus der Rückblick-Perspektive der Jungs mit leicht nostalgischer Melancholie erzählt. Hier wird deutlich, daß die Vorlage ein Roman ist, Jeffrey Eugenides' 1991 erschienener "The Virgin Suicides" - die leicht distanziert fabulierende Haltung ist eindeutig literarisch. Da hat die Drehbuchautorin Sofia Coppola vielleicht noch ein bißchen zu sehr am Original festgehalten. Andererseits aber gibt diese filmische Stilisierung dem weiteren Handlungsverlauf auch eine gute Portion Ambiguität und Spannung, die das Ungewisse und Mysteriöse der "jungfräulichen Selbstmorde" alptraumhaft spürbar macht. Wenn die bigotte Mutter, die nach Cecilias zweitem und erfolgreichen Anlauf zum Selbstmord die verbliebenen vier Töchter von der Schule nimmt und zu Hause einsperrt, ist die Eskalation der Schrecken nicht mehr aufzuhalten. Die Jungs geben nicht auf und erfinden mit den Mädchen einen heimlich praktizierten Austausch von Mitteilungen. Die tragische Entwicklung zur unaufhaltsamen Katastrophe bleibt in ihrer Motivation bewußt unerklärt, wie so vieles im wirklichen Leben. So geht der Film wie ein Puzzle-Spiel im Kopf der Zuschauer weiter und macht neugierig auf den nächsten Film von Sofia Coppola. fh.
Jungs in der Nachbarschaft in einem amerikanischem Vorort der 70er haben es schwer. Sie leben Tür an Tür mit den schönsten Mädchen, die sie sich vorstellen können. Aber die tief religiöse Mutter und der introvertierte Vater schirmen die Töchter völlig ab, um sie vor den Gefahren der Pubertät zu schützen. Nachdem die 13-jährige Cecilia Selbstmord begeht, wird das Gefängnis für die Schwestern noch enger. Als der Herzensbrecher Trip Fontaine die Eltern dazu überreden kann, die Mädchen mit auf ein Schulfest gehen zu lassen, scheint sich die Situation zu verbessern. Doch als Lux nach einer Liebesnacht mit Trip erst am nächsten Morgen nach Hause kommt, trifft die Mutter eine verhängnisvolle Entscheidung. Die Ereignisse eskalieren...
Quelle: Capelight
- Making Of - Fotogalerie - Musikvideo von Air: "Playground Love" - Soundtrack-Special - Kinotrailer
Quelle: Capelight
| Darsteller: | James Woods | als Mr. Lisbon | |
|---|---|---|---|
| Kathleen Turner | als Mrs. Lisbon | ||
| Kirsten Dunst | als Lux | ||
| Josh Hartnett | als Trip Fontaine | ||
| Hanna R. Hall | als Cecilia | ||
| Chelse Swain | als Bonnie | ||
| A.J. Cook | als Mary | ||
| Leslie Hayman | als Therese | ||
| Danny DeVito | als Dr. Hornicker | ||
| Scott Glenn | als Vater Moody | ||
| Jonathan Tucker | als Tim | ||
| Anthony DeSimone | als Chase | ||
| Giovanni Ribisi | als Erzähler | ||
| Hayden Christensen | als Jake Hill Conley | ||
| Regie: | Sofia Coppola | ||
| Buch: | Sofia Coppola | ||
| Musik: | Air | ||
| Kamera: | Ed Lachman | ||
| Produzent: | Francis Ford Coppola | ||
| Julie Costanzo | |||
| Chris Hanley | |||
| Dan Halsted | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Kinotrailer, Making Of, Soundtrack-Highlights, Videoclip, Fotogalerie
- Making Of - Fotogalerie - Musikvideo von Air: "Playground Love" - Soundtrack-Special - Kinotrailer
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