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The Watcher

Serienkiller-Thriller mit visuellen Tricks um einen Frauenmörder, der sich mit einem FBI-Agenten verbunden fühlt.


The Watcher

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Erhältlich seit:
23.07.2001

Originaltitel: The Watcher

Thriller

USA 2000
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 16

James Spader
Marisa Tomei
Keanu Reeves

Regie: Joe Charbanic
Universum Film

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The Watcher

FBI-Agent Joe Campbell hat sich bei der vergeblichen Jagd auf einen Serienmörder Gesundheit und Seelenheil ruiniert, weshalb er um seine Versetzung von L.A. nach Chicago bittet, wo er sich in die Therapie der schönen Psychiaterin Polly begibt. Seine alte Nemesis lässt ihrem Lieblingsfahnder derweil auch am Lake Michigan keine Ruh und bombardiert Campbell unverdrossen mit Nachrichten von bzw. Hinweisen auf neuerliche Untaten. Als schließlich Polly ins Visier des Psychos rückt, sieht sich Campbell zum verzweifelten Befreiungsschlag genötigt.

James Spader ("2 Tage L.A.") und Keanu Reeves ("Matrix") sind die Stars eines düsteren Serienkiller-Thrillers zwischen "Sieben"-Depression, Psychoanalyse und klassischen Verfolgungsjagdkrimi. Im Gegensatz zu den meisten "Whodunits" ist in diesem Falle die Identität des Killers von vorn herein klar, so dass der Betrachter dessen Katz-und-Maus-Spiel mit dem traumatisierten Cop aus der bequemen, aber nicht allzu spannenden Doppelperspektive beobachten kann. Inhaltlich kein Weitwurf, doch dank der erstklassigen Besetzung gute Videounterhaltung.

The Watcher

In der Vielfalt liegt die Würze. Zumindest Keanu Reeves scheint das Motto verinnerlicht zu haben, denn nach dem Bombenerfolg von "Matrix" konnte man ihn in USA als abgehalfterten Footballspieler in "The Replacements" und jetzt als garstigen Psychopathen in dem Serienkiller-Thriller "The Watcher" erleben. Was ihm oft als hölzernes Untalent angekreidet wird, kommt ihm in diesem Part deutlich Zugute. Und so liefert er mit kaltem, abwesenden Blick eine überzeugende Performance als durchgedrehter Frauenmörder. Die Inszenierung geht auf das Konto des Musikvideoregisseurs (u.a. für Reeves' Band Dogstar) Joe Charbanic, der der altbekannten Story vom Cop und Killer mit visuellen Gimmicks neues Leben einzuhauchen versucht.

FBI-Agent Joel Campbell (James Spader) ist ein emotionales und körperliches Wrack, denn der Serienmörder David Allen Griffin hat neben zahlreichen anderen Frauen auch seine Geliebte auf dem Gewissen. Er flüchtet sich von Los Angeles nach Chicago und lässt sich vom Dienst suspendieren, nur um nach kurzer Zeit festzustellen, dass Griffin ihm gefolgt ist und sein mörderisches Treiben fortsetzt. Er fühlt sich mit dem Agenten verbunden und hat sich eine neue Methode ausgedacht, ihr Katz-und-Mausspiel aufregender zu gestalten: Er schickt Campbell Fotos seines jeweiligen vorgesehenen Opfers und gibt ihm Zeit bis zum nächsten Abend, sie ausfindig zu machen. Zwei mal versagt der entnervte Cop und zwei einsame Mädchen, deren Gewohnheiten Griffin eingehend beobachtet hat (daher der Titel), müssen einen grausamen Tod durch Erwürgen erleiden. Schließlich hat es der Killer auf Campbells Psychotherapeutin Polly (Oscar-Gewinnerin Marisa Tomei in einer eindimensionalen Rolle) abgesehen, und in einem leerstehenden Fabrikgebäude kommt es zum feurigen Finale.

Wie David Fincher in seinem Klassiker "Sieben" arbeitet Charbanic mit visuellen Verfremdungen, die sich hier jedoch weniger homogen ins Gesamtkonzept einfügen. Kameraveteran Michael Chapman ("Taxi Driver", "Wie ein wilder Stier") arbeitet mit Zeitraffer und Zeitlupe, wechselt Film- mit grobkörnigen Videoaufnahmen ab, benutzt Weichzeichner und Verzerrerlinsen. Und doch täuschen diese nett anzusehenden Effekte nicht über eine wenig originelle Story hinweg, in der nur sporadisch Spannung aufkommen will. Spader müht sich, seinem gebeutelten Agenten Tiefe abzugewinnen, doch kann er ihn nicht aus dem festen Griff der Klischees befreien. In den USA gelang es diesem Ausflug in die Gefilde von (besseren) Filmen wie "Copykill" oder "Das Schweigen der Lämmer" in Anbetracht mangelnder Konkurrenz, an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden die Spitzenposition der Charts zu belegen. ara.

Darsteller:  James Spader   als Campbell
  Marisa Tomei   als Polly
  Keanu Reeves   als Griffin
  Ernie Hudson   als Ibby
  Chris Ellis   als Hollis
  Robert Cicchini   als Mitch
  Yvonne Niami   als Lisa
  Jenny McShane   als Diana
  Gina Alexander   als Sharon
  Rebakah Louise Smith   als Ellie
  Joseph Sikora   als Skater
  Scott A. Martin   als F.B.I. Agent
 
Regie:  Joe Charbanic  
Buch:  David Elliot  
  Clay Ayers  
Musik:  Marco Beltrami  
Kamera:  Michael Chapman  
Produzent:  Chris Eberts  
  Elliott Lewitt  
  Jeff Rice  
  Nile Niami  
 

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Features

 

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