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The Way Back - Der lange Weg

Packendes Überlebensepos nach dem Tatsachenroman von Slawomir Rawicz, in dem sieben Männer aus einem sibirischen Gulag fliehen und einen 6000 Kilometer langen Fußmarsch ins rettende Indien antreten.


The Way Back - Der lange Weg

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Erhältlich seit:
11.11.2011

Originaltitel: The Way Back

Abenteuer/ Drama

USA 2010
Laufzeit: 128 Min.
FSK: ab 12

Jim Sturgess
Ed Harris
Saoirse Ronan

Regie: Peter Weir
Splendid Film

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The Way Back - Der lange Weg

Der polnische Soldat Janusz wird in Sibirien in ein Gulag gesteckt. Der findige junge Mann adaptiert schnell. Mit sechs weiteren Gefangenen gelingt ihm die Flucht. Gemeinsam wollen sie sich zu Fuß mit nur einem Messer als Waffe mehrere Tausend Kilometer in die rettende Mongolei durchschlagen - nur um festzustellen, dass auch dieses Land mittlerweile unter kommunistischer Herrschaft ist. Janusz und die anderen Männer setzen ihre Reise Richtung Indien fort. Und der eigentliche Überlebenskampf beginnt.

Basierend auf Slawomir Rawiczs erfolgreichem Tatsachenroman "Der lange Weg" von 1956 kehrt Peter Weir sieben Jahre nach "Master and Commander" zurück, um das Hohelied auf die Widerstandskraft des menschlichen Willens zu singen. Mit Jim Sturgess, Ed Harris, Colin Farrell und Saoirse Ronan namhaft besetzt, ist das Überlebensepos im Stil von "So weit die Füße tragen" ein packendes Erlebnis, das im letzten Drittel jene außerordentliche Poesie entwickelt, wie man sie sich von einem Filmemacher wie Weir erwartet.

The Way Back - Der lange Weg

Packendes Überlebensepos, in dem sieben Männer aus einem sibirischen Gulag fliehen und einen 6000 Kilometer langen Fußmarsch ins rettende Indien antreten.

Es ist nicht entscheidend, ob Slawomir Rawicz die Geschichte in seinem legendären Tatsachenroman aus dem Jahr 1956 - eine Version des in Deutschland deutlich bekannteren und zweimal verfilmten "So weit die Füße tragen" - erfunden hat, wie ihm in den letzten sechs Jahrzehnten wiederholt vorgeworfen wurde. Entscheidend ist, dass Peter Weir die Ode an den menschlichen Überlebenswillen behandelt, als wäre sie tatsächlich passiert: Mit einem an Obsession grenzenden Realismus schildert der australische Meisterregisseur in seinem ersten Film seit "Master and Commander" aus dem Jahr 2003 die Odyssee des polnischen Soldaten Janusz und sechs weiterer Gefangenen eines sibirischen Gulags, die nach ihrer Flucht während eines Schneesturms, mit nur einem Messer als Waffe, elf Monate Richtung Süden marschierten, bis sie nach 6000 Kilometern im rettenden Tibet ankommen.

Gleich in den ersten Szenen wird der Zuschauer darüber informiert, dass sie zu diesem Zeitpunkt nur noch zu viert sein werden. Die Spannung bezieht das imposante Naturepos also nicht daraus, ob es Überlebende gibt, sondern wer die Überlebenden sein werden - und wie bzw. wo die anderen sterben. Fesselnd sind aber vor allem die Aufnahmen, die Weir weitgehend ohne unterstützende Hilfe von computeranimierten Manipulationen gelangen: Die Natur erweist sich als der eigentliche Feind der sieben Flüchtlinge, obwohl sie sich von ihrer ganzen Pracht präsentiert. Während alle erdenklichen Härten, von gnadenloser Kälte in Sibirien über Moskitoplagen und quälendem Hunger hin zur mörderischen Hitze in der Wüste Gobi, an Kräften und Moral zehren, gelingt es dem Regisseur, seine Hauptfiguren mit groben Strichen doch als nachvollziehbare Figuren zu zeichnen, um deren Leben man bangt: Neben der von Jim Sturgess gespielten Identifikationsfigur Janusz hinterlassen Ed Harris als enigmatischer und zynischer Amerikaner und Saoirse Ronan als Mädchen, das sich der Gruppe unterwegs anschließt, den bleibendsten Eindruck, während Colin Farrell als unberechenbarer russischer Heißsporn jeder Regieanweisung mit wildem Augenrollen beantwortet.

Das eigentliche Problem des Epos ist jedoch, dass Weirs versessener Authentizitätswille dem Film zunächst nicht erlaubt, mehr zu sein als das, was er zeigt. Erst in den späten Szenen in der Wüste Gobi, wenn Ronan mit Kopftuch und einer Art Dornenkrone zugleich wie eine Maria Magdalena und ein Jesus erscheint, stellt sich jene Transzendenz ein, die tiefer geht: Wenn Entscheidungen getroffen werden müssen, wen man wann zurück- und seinem eigenen Schicksal überlässt, fühlt man sich daran erinnert, dass man es mit einem Filmemacher zu tun hat, der Meisterwerke wie "Fearless", "Club der toten Dichter" oder "Der einzige Zeuge" geschaffen hat. Dann ist "The Way Back" größer als die aufdringliche Coda, dass die Odyssee auch dann nicht zu Ende ist, als die Überlebenden am Ziel ankommen, sondern weitergeht, bis die Geißel des Kommunismus noch einmal fast 50 Jahre später besiegt werden kann. ts.

The Way Back - Der lange Weg

Gegen Ende des 2. Weltkriegs brechen sieben Gefangene aus einem unmenschlichen sibirischen Arbeitslager aus. Dabei ist das Entkommen aus dem tödlichen Gulag das kleinste Problem: Um ihre Freiheit zu erlangen, müssen die Männer zu Fuß und ohne Ausrüstung eine schier unüberwindbare Strecke zurücklegen. Ihr Ziel: das über 6.000 Kilometer entfernte Indien! Die Gruppe um Mr. Smith (Ed Harris), Valka (Colin Farrell) und Janusz (Jim Sturgess) muss neben Hunger und Durst der wilden Tundra Sibiriens, den Sandstürmen der Wüste Gobi sowie der Eiseskälte des Himalaya trotzen. Dabei entdecken sie auf ihrem beschwerlichen Weg nicht nur den Wert des menschlichen Lebens, sondern auch die wahre Bedeutung von Freundschaft ...

Das neue Meisterwerk vom 6-fach Oscar-nominierten Regisseur Peter Weir ("Die Truman Show"), basierend auf wahren Begebenheiten! Ed Harris ("Apollo 13"), Colin Farrell ("Miami Vice") und Jim Sturgess ("Heartless") machen sich auf den beschwerlichen Weg in die Freiheit. Die epische Verfilmung des Bestsellers "Der lange Weg" erhielt 2011 völlig zu Recht eine Oscar-Nominierung!

Quelle: Splendid

Darsteller:  Jim Sturgess   als Janusz
  Ed Harris   als Mr. Smith
  Saoirse Ronan   als Irena
  Colin Farrell   als Valka
  Mark Strong   als Khabarov
  Gustaf Skarsgård   als Voss
  Alexandru Potocean   als Tomasz
  Sebastian Urzendowsky   als Kazik
  Dragos Bucur   als Zoran
 
Regie:  Peter Weir  
Buch:  Peter Weir  
Musik:  Burkhard Dallwitz  
Kamera:  Russell Boyd  
Produzent:  Peter Weir  
  Duncan Henderson  
  Joni Levin  
  Nigel Sinclair  
 

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