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The Women - Von großen und kleinen Affären

Hochkarätig besetztes Remake von George Cukors satirisch scharfzüngiger Frauenkomödie von 1939, das nun vergleichsweise sanftmütig ausfällt.


The Women - Von großen und kleinen Affären

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Erhältlich seit:
18.06.2009

Originaltitel: The Women

Komödie

USA 2008
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Meg Ryan
Annette Bening
Eva Mendes

Regie: Diane English
Highlight Communications (Deutschland)

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Dieses weibliche Star-Quartett mit Meg Ryan und Annette Bening an der Spitze ist auch von Eva Mendes nicht zu stoppen...

Mary traut ihren Ohren nicht (Foto: Constantin) Großansicht

Mary traut ihren Ohren nicht (Foto: Constantin)

"Sex and the City" war gestern, "The Women" sagen heute wo es lang geht. Was hier vier völlig unterschiedliche New Yorkerinnen anstellen, wie sie sich rächen und zusammenhalten, das ist urkomisch, herzergreifend und wahnsinnig witzig, garniert mit den bissigsten Dialogen. Keine Frau lässt sich gerne betrügen, und schon mal gar nicht Modedesignerin Mary (Meg Ryan), die ausgerechnet bei der Maniküre erfährt, dass ihr Mann mit der Parfümverkäuferin Crystal (Eva Mendes als sexy Latina) ein heißes Verhältnis hat.

Gut, dass ihr die Freundinnen Sylvie (Annette Bening), glücklicher Single und Chefredakteurin eines Style-Magazins, die schwarze Bestsellerautorin Alex (Jada Pinkett Smith) sowie Muttertier Edie (Debra Messing) sofort mit Trost und Rat zur Seite stehen. Nach der ersten Wut über den Treulosen wird Reizwäsche gekauft, um die Konkurrenz aus dem Feld zu schlagen. Nur: während Mary gerade die sündigsten Teile anprobiert, sucht sich die Nebenbuhlerin in der Nachbarkabine ebenfalls scharfe Strapse aus - auf der Kreditkarte des Lovers natürlich.

Sexy Crystal gibt sich als Männertraum (Foto: Constantin) Großansicht

Sexy Crystal gibt sich als Männertraum (Foto: Constantin)

Sexy vs. alt

Mary rastet aus und kriegt Komplexe, fühlt sich neben dem sexy Girl plötzlich alt und unattraktiv, schmeißt den Gatten aus dem Haus und reicht die Scheidung ein, vernachlässigt bei all dem Frust ihre Tochter. Das übliche Übel, Tränen, Selbstmitleid und Depression. Aber es kommt noch schlimmer: Die peinliche Story wird auch noch mit Fotos und Details in der Presse breitgetreten.

Und Schuld daran ist ausgerechnet Sylvie durch ihre Plapperei gegenüber einer berühmten Klatschkolumnistin. Verrat, und das durch die beste Freundin! Da hilft nur die Flucht ins Yoga-Camp, wo Hollywood-Agentin Leah (Bette Midler) das Unglückswürmchen wieder aufpäppelt. Und siehe da, das Leben ist doch nicht so trübsinnig, wenn frau auf eigenen Beinen steht. Aber erst einmal müssen sich Mary und Sylvie wieder vertragen, bevor das Quartett gemeinsam mit toller Taktik zur Rache-Attacke bläst.

Die Freundinnen halten in jeder Lebenslage zusammen (Foto: Constantin) Großansicht

Die Freundinnen halten in jeder Lebenslage zusammen (Foto: Constantin)

Lieber ohne Männer

Die vier Ladys Meg Ryan, Annette Bening, Jada Pinkett Smith und Debra Messing sind nicht zu toppen, moderne Frauen, die am Ende über kleine und große Affären lachen und auch ohne Männer gut durch den Tag und die Nacht kommen.

Diane English, ausgezeichnet für die TV-Serie "Murphy Brown", gelingt ein Super-Regiedebut, eine Art flottes und zeitgemäßes Remake von George Cukors unvergesslichem Hollywoodklassiker von 1939. Und auch diese Weiber von heute sind einfach wunderbar.

The Women - Von großen und kleinen Affären

Hochkarätig besetztes Remake von George Cukors satirisch scharfzüngiger Frauenkomödie von 1939, das nun vergleichsweise sanftmütig ausfällt.

Die Neuversion inszenierte TV-Regisseurin Diane English, die zudem das Drehbuch modernisierte. Der resultierende Frauenfilm um Freundschaft, Liebe, Herzschmerz, Betrug, Selbstverwirklichung und Versöhnung, könnte dabei genauso gut aus Teilen aktuellerer Cinema-Couture wie "Sex and the City", "Der Teufel Trägt Prada" und "Club der Teufelinnen" geschneidert sein. Dem Original wird insofern entsprochen, dass Männer hier nichts auf der Leinwand zu suchen haben.

Bereits bei den Opening-Credits wimmeln die Straßen von Manhattan ausschließlich von Frauen und alsbald werden Annette Bening als selbstsicher-kühle Modemagazin-Chefin Sylvie Fowler und Meg Ryan als vielbeschäftigte Society-Ehefrau Mary Haines eingeführt. Sie sind seit Schultagen beste Freundinnen, die mit der kinderorientierten Edie (Debra Messing) und der lesbischen Bestseller-Autorin Alex (Jada Pinkett Smith) als Quartett die City mit gemeinsamen Einkaufs-Exkursionen und Cocktail-Treffen unsicher machen. Aufregung kommt in die privilegierte Runde, als Sylvie von einer geschwätzigen Maniküristin erfährt, dass Marys Ehemann Steven eine Affäre mit der supersexy Parfümverkäuferin Crystal (Eva Mendez im Part von Joan Crawford) hat. Sylvie weiht daraufhin zwar die anderen ein, Mary erfährt von der Untreue jedoch aus anderer Quelle. Ihre bis dato heile Welt bricht zusammen, doch auf Anraten ihrer Mutter (Candice Bergen, die bereits in Cukors letztem Film "Reich und Berühmt" mit Ryan agierte), ignoriert sie das üble Spiel zunächst - nicht zuletzt ihrer elfjährigen Tochter zuliebe. Als Steven seinen Seitensprung allerdings nicht wie versprochen aufgibt, reicht Mary die Scheidung ein. Gleichzeitig zerbricht ihre Freundschaft mit Sylvie. Das Leben beider Frauen schlägt eine neue Bahn ein, wobei nach erreichter Selbstverwirklichung selbstverständlich ein Happy End am Horizont steht.

English entschärft das bissig-kämpferische Element zwischen den Damen und legt ihr Augenmerk stattdessen darauf, eine inspirationsreiche Botschaft von Frauenpower und Zusammenhalt zu vermitteln. Sowohl Ryan als Bening spielen mühelos ihre Paraderollen, launig unterstützt werden sie u. a. von Bette Midler und Carrie Fisher. Auch beim Soundtrack wird auf weibliche Interpreten wie Lucy Schwartz gesetzt, so dass es sich bei dieser mit Modeschau-Montage aufgepeppter Dramedy auf ganzer Ebene um eine reine Frauenangelegenheit handelt. ara.

Darsteller:  Meg Ryan   als Mary Haines
  Annette Bening   als Silvie Fowler
  Eva Mendes   als Crystal Allen
  Jada Pinkett Smith   als Alex Fisher
  Carrie Fisher   als Bailey Smith
  Cloris Leachman   als Maggie
  Debi Mazar   als Tanya
  India Ennenga   als Molly Haines
  Bette Midler   als Leah Miller
  Debra Messing   als Edie Cohen
  Candice Bergen   als Catherine Frazer
 
Regie:  Diane English  
Buch:  Diane English  
Kamera:  Anastas N. Michos  
Produzent:  Mick Jagger  
  Victoria Pearman  
  Diane English  
  Bill Johnson  

Hathaway betreut Absturzopfer

Als unbedarfte Andrea Sachs versuchte sich Anne Hathaway bei "Der Teufel trägt Prada" in der oberflächlichen Modewelt zu behaupten.

Ist auf der Suche nach den verschwundenen Opfern: Anne Hathaway (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Ist auf der Suche nach den verschwundenen Opfern: Anne Hathaway (Foto: Kurt Krieger)

In "Passengers" bekommt es Anne Hathaway dagegen mit ganz anderen Problemen zu tun. Als Traumaberaterin soll sie sich nach einem Flugzeugcrash um sechs Passagiere kümmern, die das Unglück überlebt haben.

Zu einem Überlebenden entwickelt sie eine spezielle Beziehung. Mysteriös wird die Sache, als ein Opfer nach dem anderen verschwindet. Die Therapeutin wittert eine Verschwörung und versucht der Sache auf den Grund zu gehen - Spannung ist also garantiert.

Inszeniert wird der Thriller von Rodrigo Garcia; Newcomer Ronnie Christensen zeichnet für das Drehbuch verantwortlich. Die Dreharbeiten sollen Anfang nächsten Jahres beginnen.

Frauenbande

Bis dahin ist der Shootingstar schwer beschäftigt: Soeben wurde Anne bei den Breakthrough Awards in Hollywood zum Star des Jahres gekürt. Und ab Januar steht die 24-Jährige für die Liebeskomödie "The Women" vor der Kamera - mit Hollywoodsweetheart Meg Ryan, "Friends"-Diva Lisa Kudrow und TV-Star Candice Bergen

 

The Women - Von großen und kleinen Affären in der Fotoshow

 

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