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Kaufvideo
Erhältlich seit:
21.04.2011
Originaltitel: The Wrestler
USA 2008
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 16
Mickey Rourke
Evan Rachel Wood
Marisa Tomei
Regie: Darren Aronofsky
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

Das Comeback des Jahres: Mit dem schonungslosen Porträt eines abgetakelten Wrestlers spielt sich Mickey Rourke zurück in die vorderste Schauspielergarde.
Jedes Gesicht erzählt eine Geschichte. Aber kaum eines tut es so gut wie die geschundene Visage von Mickey Rourke: Jede Niederlage, jeder Schlag, jeder Exzess steht tief in ihren Furchen geschrieben - eine Kraterlandschaft an Lebenserfahrungen, in deren Abgründen man sich verlieren kann. Darren Aronofsky tut gut daran, seine filmemacherischen Eitelkeiten nach seinen kompliziert komponierten Arthouse-Elaboraten "Requiem for a Dream" und "The Fountain" zur Hölle fahren zu lassen, stattdessen in seiner bewegenden Ballade eines einstigen Wrestling-Stars eine simple Geschichte zu erzählen und sich dabei ganz auf das Wesentliche zu konzentrieren: auf Rourke und sein von zahllosen Box-Fights und misslungenen Schönheitsoperationen gezeichnetes Gesicht, auf die Figur, die Rourke und niemand sonst geboren wurde zu spielen. Sein Randy "The Ram" Robinson ist schon jetzt einer der legendären Charaktere des amerikanischen Kinos, direkt neben ikonischen Kerlen wie Jack Nicholsons Murphy aus "Einer flog übers Kuckucksnest" oder De Niros Travis Bickle aus "Taxi Driver": ein Sinnbild für Virilität, Freiheitsdrang, aber auch Einsamkeit und Schmerz - bloß eben 20 Jahre nach seiner besten Zeit.
So viel Zeit ist vergangen, seitdem Robinson der König der Wrestlingszene war. Von damals sind nur ein paar vergilbte Zeitungsausschnitte und Poster übrig geblieben, die Bewunderung einer handvoll versprengter Fans und ein mit Narben und Scharten übersäter Körper. Obwohl immer noch durchtrainiert, aber längst nicht mehr mit der Vitalität, steigt der müde Krieger weiterhin in den Ring. Nicht mehr in großen Stadien mit Glanz und Glamour, sondern in kleinen Gemeindehallen voller Blut, Schweiß und Tränen, wo die Kämpfe zwar abgemacht, aber dennoch blutige und brutale Angelegenheiten sind. Ein Herzinfarkt bei einem besonders archaischen Duell zwingt Robinson, sein Leben in einem Trailerpark langsamer anzugehen. Er nimmt einen Job an der Fleischtheke in einem Supermarkt an, müht sich darum, der Stripperin Cassidy näher zu kommen und wieder Kontakt zu seiner ihm entfremdeten Tochter aufzunehmen. Doch am Ende steht die Erkenntnis, dass Robinson doch nur er selbst ist, ein Relikt aus Zeiten, in denen man sich die Haare blondierte und zu Accept und den Scorpions abrockte, ein Wrestler, innen wie außen, mit Haut und Haar und ohne Apologie.
Zu Beginn filmt Aronofsky seinen Working Class Hero von hinten über die Schulter, als folge ihm eine Livekamera hautnah in den Ring - oder eben die Dardenne-Brüder einem ihrer Helden durch den Alltag - nur dass er nicht ins Rampenlicht tritt, sondern nach einem Kampf in seinen Wohnwagen zurückkehren will. Erst als er ihn verschlossen findet, weil er seine Miete nicht bezahlen konnte, gibt "The Wrestler" den Blick auf Rourkes Gesicht frei. Und bleibt dann bei ihm. Wie er mit den Kindern in der Nachbarschaft spielt. Wie er sich seinen wenigen verbliebenen Fans zeigt. Wie er in die Geborgenheit des Kreises anderer Wrestler tritt. Wie er sich mit den nötigen Steroiden und Schmerzmitteln eindeckt. Wie er sich mit unbeholfener Zärtlichkeit Cassidy nähert. Wie er seiner Tochter in einer der besten Szenen des Jahres seine Fehler gesteht. Und wie er alles wieder kaputtmacht, weil er seine Fehler zwar erkennt, aber doch nicht korrigieren kann. Es ist ein faszinierendes Porträt, von Rourke mit jeder Faser seines Körpers mit einer Verletzlichkeit gespielt, die man diesem rohen Klotz Fleisch niemals zutrauen würde; ein elektrisierender Film eben nicht nur über die lose an den realen Wrestlingstar Randy "Macho Man" Savage angelehnte Titelfigur, sondern auch über Rourke selbst und dessen Biographie, voller Humor direkt aus dem Alltag, Sympathie für die dargestellte Welt und der nötigen Tragik. Sie verleiht dieser wahrhaftigen Studie eines Mannes, der all seiner Unzulänglichkeiten zum Trotz Frieden mit sich schließt, die Fallhöhe und Universalität eines klassischen Dramas. Zum Sound zeitlosen Heavy Metals. Balls to the Wall. Eben. ts.
Einst war Randy "The Ram" Robinson ein gefeierter Wrestler, doch der Preis dieses Ruhms war hoch: Der Star von einst ist ein Wrack. Nach einem Herzanfall erkennt Randy endlich seine Grenzen. Er nimmt Kontakt zu seiner Tochter Stephanie auf, findet in der Stripperin Cassidy eine Seelengefährtin und wagt die ersten Schritte in ein gewöhnliches Berufsleben. Doch Wrestling ist mehr als ein Job, es ist Schicksal ...
Quelle: Studiocanal
Making of; Interview mit Mickey Rourke; Trailer; BD-Live
Quelle: Studiocanal
| Darsteller: | Mickey Rourke | als Randy 'The Ram' Robinson | |
|---|---|---|---|
| Evan Rachel Wood | als Stephanie | ||
| Marisa Tomei | als Cassidy | ||
| Mark Margolis | als Lenny | ||
| Todd Barry | als Wayne | ||
| Wass M. Stevens | als Nick Volpe | ||
| Judah Friedlander | als Scott Brumberg | ||
| Ernest Miller | als The Ayatollah | ||
| Dylan Summers | als Necro Butcher | ||
| Regie: | Darren Aronofsky | ||
| Buch: | Robert D. Siegel | ||
| Musik: | Bruce Springsteen | ||
| Clint Mansell | |||
| Kamera: | Maryse Alberti | ||
| Produzent: | Scott Franklin | ||
| Darren Aronofsky | |||
The Wrestler (Blu Cinemathek) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts HD 5.1 MA, Deutsch DD 2.0, Englisch dts HD 5.1 MA
Tonformat: dts HD 5.1 MA
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:2,35/1080p
Extras: Making of, Interview, Trailer, BD-Live
Making of; Interview mit Mickey Rourke; Trailer; BD-Live
Star
Mickey Rourke
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Star
Evan Rachel Wood
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