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The Wrestler

Überwältigendes und immer wieder humorvolles Porträt eines abgetakelten Wrestler, der sich trotz gesundheitlicher Probleme 20 Jahre nach seiner Glanzzeit zu einem letzten Match zwingt.


The Wrestler

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Erhältlich seit:
04.09.2009

Originaltitel: The Wrestler

Drama

USA 2008
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 16

Mickey Rourke
Evan Rachel Wood
Marisa Tomei

Regie: Darren Aronofsky
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Ein alternder Wrestler wagt sein Comeback.

Die erfolgreiche Zeit ist für Randy vorbei (Foto: Kinowelt) Großansicht

Die erfolgreiche Zeit ist für Randy vorbei (Foto: Kinowelt)

Randy "The Ram" Robinson (Mickey Rourke) hat seine besten Tage hinter sich. Einst war er eine Legende im Wrestling-Ring. Doch nachdem er bei einem unbedeutenden Match einen Herzinfarkt erleidet und von einem Arzt gewarnt wird, sein nächster Kampf könne sein letzter sein, versucht Randy, noch einmal von vorn zu beginnen.

Er nimmt einen Job in einem Lebensmittelladen an, nähert sich einer Stripperin an und versucht, sein zerrüttetes Verhältnis zu seiner Tochter zu kitten. Dann erhält er das Angebot, gegen seinen einstigen Erzfeind, den Ayatollah (Ernest Miller), anzutreten.

Randy beweist, dass er ein echter Kämpfer ist (Foto: Kinowelt) Großansicht

Randy beweist, dass er ein echter Kämpfer ist (Foto: Kinowelt)

Hommage an eine Legende

Ein ungewöhnliches Projekt für den für seine obsessiven Stoffe bekannten Darren Aronofsky: Für Fans der Wrestlingszene unverkennbar eine kaum verhüllte Verbeugung vor Leben und Werdegang der Catch-Legende Randy "Macho Man" Savage, funktioniert "The Wrestler" auch als humorvolle Abrechnung mit dem American Dream. Mickey Rourke, der dem Original verblüffend ähnlich sieht, läuft zu großer Form auf und darf auf einen Oscar hoffen.

Marisa Tomei und Evan Rachel Wood bieten perfekte Unterstützung. Zahlreiche tatsächliche Figuren aus dem Wrestlingzirkus tragen zur Authentizität des Films bei.

The Wrestler

Das Comeback des Jahres: Mit dem schonungslosen Porträt eines abgetakelten Wrestlers spielt sich Mickey Rourke zurück in die vorderste Schauspielergarde.

Jedes Gesicht erzählt eine Geschichte. Aber kaum eines tut es so gut wie die geschundene Visage von Mickey Rourke: Jede Niederlage, jeder Schlag, jeder Exzess steht tief in ihren Furchen geschrieben - eine Kraterlandschaft an Lebenserfahrungen, in deren Abgründen man sich verlieren kann. Darren Aronofsky tut gut daran, seine filmemacherischen Eitelkeiten nach seinen kompliziert komponierten Arthouse-Elaboraten "Requiem for a Dream" und "The Fountain" zur Hölle fahren zu lassen, stattdessen in seiner bewegenden Ballade eines einstigen Wrestling-Stars eine simple Geschichte zu erzählen und sich dabei ganz auf das Wesentliche zu konzentrieren: auf Rourke und sein von zahllosen Box-Fights und misslungenen Schönheitsoperationen gezeichnetes Gesicht, auf die Figur, die Rourke und niemand sonst geboren wurde zu spielen. Sein Randy "The Ram" Robinson ist schon jetzt einer der legendären Charaktere des amerikanischen Kinos, direkt neben ikonischen Kerlen wie Jack Nicholsons Murphy aus "Einer flog übers Kuckucksnest" oder De Niros Travis Bickle aus "Taxi Driver": ein Sinnbild für Virilität, Freiheitsdrang, aber auch Einsamkeit und Schmerz - bloß eben 20 Jahre nach seiner besten Zeit.

So viel Zeit ist vergangen, seitdem Robinson der König der Wrestlingszene war. Von damals sind nur ein paar vergilbte Zeitungsausschnitte und Poster übrig geblieben, die Bewunderung einer handvoll versprengter Fans und ein mit Narben und Scharten übersäter Körper. Obwohl immer noch durchtrainiert, aber längst nicht mehr mit der Vitalität, steigt der müde Krieger weiterhin in den Ring. Nicht mehr in großen Stadien mit Glanz und Glamour, sondern in kleinen Gemeindehallen voller Blut, Schweiß und Tränen, wo die Kämpfe zwar abgemacht, aber dennoch blutige und brutale Angelegenheiten sind. Ein Herzinfarkt bei einem besonders archaischen Duell zwingt Robinson, sein Leben in einem Trailerpark langsamer anzugehen. Er nimmt einen Job an der Fleischtheke in einem Supermarkt an, müht sich darum, der Stripperin Cassidy näher zu kommen und wieder Kontakt zu seiner ihm entfremdeten Tochter aufzunehmen. Doch am Ende steht die Erkenntnis, dass Robinson doch nur er selbst ist, ein Relikt aus Zeiten, in denen man sich die Haare blondierte und zu Accept und den Scorpions abrockte, ein Wrestler, innen wie außen, mit Haut und Haar und ohne Apologie.

Zu Beginn filmt Aronofsky seinen Working Class Hero von hinten über die Schulter, als folge ihm eine Livekamera hautnah in den Ring - oder eben die Dardenne-Brüder einem ihrer Helden durch den Alltag - nur dass er nicht ins Rampenlicht tritt, sondern nach einem Kampf in seinen Wohnwagen zurückkehren will. Erst als er ihn verschlossen findet, weil er seine Miete nicht bezahlen konnte, gibt "The Wrestler" den Blick auf Rourkes Gesicht frei. Und bleibt dann bei ihm. Wie er mit den Kindern in der Nachbarschaft spielt. Wie er sich seinen wenigen verbliebenen Fans zeigt. Wie er in die Geborgenheit des Kreises anderer Wrestler tritt. Wie er sich mit den nötigen Steroiden und Schmerzmitteln eindeckt. Wie er sich mit unbeholfener Zärtlichkeit Cassidy nähert. Wie er seiner Tochter in einer der besten Szenen des Jahres seine Fehler gesteht. Und wie er alles wieder kaputtmacht, weil er seine Fehler zwar erkennt, aber doch nicht korrigieren kann. Es ist ein faszinierendes Porträt, von Rourke mit jeder Faser seines Körpers mit einer Verletzlichkeit gespielt, die man diesem rohen Klotz Fleisch niemals zutrauen würde; ein elektrisierender Film eben nicht nur über die lose an den realen Wrestlingstar Randy "Macho Man" Savage angelehnte Titelfigur, sondern auch über Rourke selbst und dessen Biographie, voller Humor direkt aus dem Alltag, Sympathie für die dargestellte Welt und der nötigen Tragik. Sie verleiht dieser wahrhaftigen Studie eines Mannes, der all seiner Unzulänglichkeiten zum Trotz Frieden mit sich schließt, die Fallhöhe und Universalität eines klassischen Dramas. Zum Sound zeitlosen Heavy Metals. Balls to the Wall. Eben. ts.

The Wrestler

Einst war Randy "The Ram" Robinson ein gefeierter Wrestler, doch der Preis dieses Ruhms war hoch: Der Star von einst ist ein Wrack. Nach einem Herzanfall erkennt Randy endlich seine Grenzen. Er nimmt Kontakt zu seiner Tochter Stephanie auf, findet in der Stripperin Cassidy eine Seelengefährtin und wagt die ersten Schritte in ein gewöhnliches Berufsleben. Doch Wrestling ist mehr als ein Job, es ist Schicksal ...

Quelle: Studiocanal

Making of, Interview mit Mickey Rourke, Trailer, Wendecover

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Mickey Rourke   als Randy 'The Ram' Robinson
  Evan Rachel Wood   als Stephanie
  Marisa Tomei   als Cassidy
  Mark Margolis   als Lenny
  Todd Barry   als Wayne
  Wass M. Stevens   als Nick Volpe
  Judah Friedlander   als Scott Brumberg
  Ernest Miller   als The Ayatollah
  Dylan Summers   als Necro Butcher
 
Regie:  Darren Aronofsky  
Buch:  Robert D. Siegel  
Musik:  Bruce Springsteen  
  Clint Mansell  
Kamera:  Maryse Alberti  
Produzent:  Scott Franklin  
  Darren Aronofsky  

Tote Tiere inspirierten Mickey Rourke

Zu ungewöhnlichen Methoden griff Mickey Rourke am Set von "Iron Man 2", um Szenen besonders emotional rüberzubringen.

Griff für Szenen in "Iron Man 2" zu ungewöhnlichen Methoden: Mickey Rourke (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Griff für Szenen in "Iron Man 2" zu ungewöhnlichen Methoden: Mickey Rourke (Foto: Kurt Krieger)

Jahrelang krähte in Hollywood kein Hahn nach Mickey Rourke. Er war beruflich am Ende, menschlich ein Wrack, und Freunde waren Fehlanzeige. In dieser harten Zeit hatte der Bad Boy nur Alkohol, Drogen und seine vier Chihuahuas, die ihm tröstend zur Seite standen und die Stange hielten. Wie sehr ihm seine Hundchen im Laufe der Zeit ans Herz gewachsen sind, konnte die Öffentlichkeit bei der letztjährigen Oscar-Verleihung sehen. In tiefer Trauer schlürfte Mickey damals über den Roten Teppich. Kurz vor der glamourösen Veranstaltung segnete nämlich sein Lieblingswuschel Loki das Zeitliche.

An einer Kette um seinen Hals, an der ein Anhänger mit dem Foto von Loki baumelte, zollte Rourke seiner verblichenen Lieblingshündin Respekt. In Interviews verkündete der Oscar-Anwärter (The Wrestler) damals, dass er den Vierbeiner zur Gala mitgebracht hätte, wenn Loki noch leben würde.

Denkt Mickey Rourke an Loki, hat er Pipi in den Augen

Rourke ist noch immer nah am Wasser gebaut, wenn er an seinen niedlichen Flohteppich denkt. Das machte sich der 57-Jährige nun bei den Dreharbeiten zu "Iron Man 2" zunutze. Immer wenn das Raubein seine weiche, verletzliche Seite zeigen sollte, ließ er sich Fotos seines verstorbenen Tieres unter die Nase halten. Und schon flossen die Tränen in Strömen. "Ich habe so etwas noch nie gesehen", beteuert Co-Star Robert Downey jr. und schildert weiter: "Irgendjemand musste immer Bilder seiner kürzlich verstorbenen Haustiere abseits der Kamera halten, wenn er für eine Szene traurig wirken musste."

Das hatte er letztes Wochenende sicher nicht nötig. Da verbrachte Mickey nämlich einen kleinen Liebesurlaub zusammen mit seiner aktuellen Flamme Anastassija Makarenko in Miami.

 

The Wrestler in der Fotoshow

 

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