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Leihvideo
Erhältlich seit:
07.08.2008
USA 2007
Laufzeit: 152 Min.
FSK: ab 12
Daniel Day-Lewis
Paul Dano
Kevin J. O'Connor
Regie: Paul Thomas Anderson
Walt Disney Studios Home Entertainment

Paul Thomas Anderson inszeniert das hypnotische Charakterporträt eines habgierigen kalifornischen Ölmanns der Jahrhundertwende, faszinierend von Ausnahmeschauspieler Daniel Day-Lewis dargestellt.
Für Autorenfilmer Anderson (Magnolia) markiert das ambitionierte Epos, das eine allamerikanische Aufstiegsstory mit parallelem innerlichem Zerfall ihres Protagonisten skizziert, seine erste Adaption eines fremden Stoffes. Als Vorlage diente ihm der 1927 veröffentlichte Roman "Öl!" von Upton Sinclair, der die Erfolgsgeschichte eines fiktiven Ölbarons schildert. Anderson greift nur den Rahmen des vor allem um die Aufklärung über politische und gesellschaftliche Abläufe bemühten Werks auf und macht daraus einen völlig eigenen Stoff über innere Verwahrlosung: Bescheidene Anfänge, skrupellose Geschäftsmethoden, immenser Reichtum, Vereinsamung und schließlich Wahnsinn waren auch Stationen im Leben von "Citizen Kane", zu dem sich unweigerliche Vergleiche ziehen lassen. Allerdings wird "There Will Be Blood" nicht in Rückblenden erzählt, und die Interaktionen des im Mittelpunkt stehenden Daniel Plainview beschränken sich auf wenige Menschen, ausschließlich Männer.
Der etwa 15-minütige Prolog etabliert den Protagonisten anno 1898 ohne Worte, aber mit einem atonal-pessimistischen, mal an- dann wieder absteigenden Summen (komponiert von Radiohead-Gitarrist Jonny Greenwood) unterlegt, als rauhbeinigen Einzelgänger, der hartnäckig und ohne Rücksicht auf eigene Knochen in einem Minenschaft nach Silber sucht und schwarzes Gold entdeckt. Angeknüpft wird im Jahr 1911. Plainview macht gute Geschäfte, das ganz große Geld hat er jedoch bislang nicht angezapft. Mit seinem Adoptivsohn H.W. (der ausdrucksstarke Dillion Freasier) im Schlepptau kauft er das Land gutgläubiger Farmer zu Billigpreisen auf und geht mit seiner Crew an die Arbeit. Das Hervorsprudeln der ersten Ölfontäne mündet in eine Tragödie: eine einhergehende Explosion zerstört das Gehör von H.W. zerstört. Mit ölverschmierten Gesicht starrt Plainview geradezu ekstatisch auf die mächtige Feuersäule (nur eine der vielen ausdrucksvollen Bildkompositionen von Kameramann Robert Elswit), H.W. übergibt er seiner rechten Hand (Ciaran Hinds). Schien die Vater-Sohn-Beziehung bislang anrührend liebevoll, macht sich in Plainview eine dramatische Änderung bemerkbar. H.W. wird in eine Spezialschule abgeschoben, mit dem jungen Prediger Eli (Paul Dano aus "Little Miss Sunshine") liegt Plainview ebenso im erbitterten Clinch wie mit seinen Konkurrenten von Mobil Oil. Ein Besuch von seinem angeblichen Halbbruder (Kevin J. Connor) lässt den unnahbaren Misanthropen vorübergehend auftauen, doch eine gemeinsame Geschäftsreise endet in einer Katastrophe. Der Epilog ist 1927 angesiedelt und der mittlerweile völlig dem Alkohol verfallene Plainview haust Howard-Hughes- oder eben Kane-ähnlich in einer luxuriösen Villa, als er unerwarteten Besuch von Priester Eli erhält. Diese finale sinnbildliche Konfrontation zwischen Kapitalismus und Religion bildet die letzte brutale Gewalteruption einer pechschwarz gewordenen Seele.
Kahl, karg und öde sind die weitläufigen Landschatsaufnahmen (am Drehort Marfa, Texas, wurde auch der nicht unähnliche Giganten gefilmt), womit sich perfekt die innere Armut der Hauptfigur widerspiegelt. Wortkarg sind auch die vergleichsweise spärlichen Dialoge, bedächtig-durchdacht die Inszenierung. Der minimalistische Avantgarde-Soundtrack Greenwoods ergänzt diesen wuchtigen Klotz Americana stimmungsschwankendvoll akustisch. Day-Lewis fügt seinem Repertoire ein weiteres sensationelles Porträt bei, so dass vermutet werden kann: There will be Oscars. ara.
| Darsteller: | Daniel Day-Lewis | als Daniel Plainview | |
|---|---|---|---|
| Paul Dano | als Paul Sunday/ Eli Sunday | ||
| Kevin J. O'Connor | als Henry | ||
| Ciarán Hinds | als Fletcher | ||
| Dillon Freasier | als H.W. | ||
| Mary Elizabeth Barrett | als Fannie Clark | ||
| Colleen Foy | als Mary Sunday | ||
| Hope Elizabeth Reeves | als Elizabeth | ||
| Regie: | Paul Thomas Anderson | ||
| Buch: | Paul Thomas Anderson | ||
| Musik: | Jonny Greenwood | ||
| Kamera: | Robert Elswit | ||
| Produzent: | JoAnne Sellar | ||
| Daniel Lupi | |||
| Paul Thomas Anderson | |||
There Will Be Blood in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1, Italienisch DD 5.1, Türkisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Arabisch, Engl. f. Hörg., Kroatisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Serbisch, Slowenisch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Featurettes, Entfallene Szenen, Trailer
Star
Daniel Day-Lewis
In der Öffentlichkeit ist er so gut wie nie zu sehen, schottet sich ab und konzentriert sich bis zur Erschöpfung auf seine Rollen. So...
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