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Things We Lost in the Fire

Einfühlsam inszeniertes Melodram, mit dem die renommierte dänische Regisseurin Susanne Bier ihr Hollywood-Debüt gibt.


Things We Lost in the Fire

Leihvideo

Erhältlich seit:
02.10.2008

Drama

USA 2007
Laufzeit: 112 Min.
FSK: ab 12

Benicio Del Toro
Halle Berry
David Duchovny

Regie: Susanne Bier
Paramount Home Entertainment

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Einfühlsam inszeniertes Melodram, mit dem die renommierte dänische Regisseurin Susanne Bier ihr Hollywood-Debüt gibt.

Audrey muss mit dem Verlust ihres Mannes klarkommen (Foto: Universal) Großansicht

Audrey muss mit dem Verlust ihres Mannes klarkommen (Foto: Universal)

Audreys Mann Brian (David Duchovny) wird ermordet. Bei seiner Beerdigung taucht auch der schmuddelige und verdruckste Jerry (Benicio Del Toro) auf. Er, ein Junkie, war der beste Freund des Verstorbenen, sehr zum Missfallen von Audrey (Halle Berry).

Jerry wird vom Verlust Brians motiviert Entzug zu machen, woraufhin Audrey ihn unerwartet bittet, bei ihr und ihren zwei Kindern einzuziehen. Nach anfänglicher Zurückhaltung sehen sie in ihm eine Art Vaterersatz, und auch Audrey klammert sich emotional an Jerry.

Unter Vermeidung von Kitsch und Klischees entwirft die renommierte dänische Regisseurin Susanne Bier ein präzise gezeichnetes Psychogramm der Protagonisten und gibt damit ihr Hollywood-Debüt.

Jerry trifft die Kinder seines Freundes (Foto: Universal) Großansicht

Jerry trifft die Kinder seines Freundes (Foto: Universal)

Eine Glanzleistung

Insbesondere Del Toro wartet mit einer schauspielerischen Glanzleistung auf. Nicht nur seine Vermittlung des Entzugshorrors ergreift, sondern vor allem auch seine subtile Darstellung eines Mannes, der jegliche Selbstachtung verloren hat.

Things We Lost in the Fire

Einfühlsam inszeniertes Melodram, mit dem die renommierte dänische Regisseurin Susanne Bier ("Nach der Hochzeit") ihr Hollywood-Debüt gibt.

Augen gelten als Spiegel der Seele. Mit wiederholten (handgehaltenen) Großaufnahmen scheint Bier ihr hartnäckig auf den Grund gehen zu wollen. Für diese stoische Seelensezierung stehen der einstigen Dogma-Regisseurin die ausdrucksstarken Augenpaare der beiden Oscar-Gewinner Halle Berry ("Monster's Ball") und Benicio Del Toro ("Traffic - Die Macht des Kartells") zur Verfügung. Nach den Vorgaben des Drehbuchs von Newcomer Allan Loeb mimen sie zwei von Trauer und Verzweiflung zerstörte Menschen, die nicht zuletzt durch ihre behutsame Annäherung neue Hoffung und einen Heilungsansatz finden. Die zentrale Tragödie wird durch die plötzliche Ermordung von Audreys Mann Brian (David Duchovny) ausgelöst. Ausgangspunkt ist seine Beerdigung, wo der schmuddelige und verdruckste Jerry fehl am Platz zu sein scheint. Doch war er der beste Freund des Verstorbenen (sehr zum Missfallen seiner Frau), auch als der ehemalige Anwalt heroinsüchtig in die Gosse abrutschte.

Im Stil von "Babel" werden die Ereignisse mit wechselnden Einstellungen der Gegenwart und der Vergangenheit fließend ineinander verwoben. Jerry wird vom Verlust Brians motiviert Entzug zu machen, woraufhin Audrey ihn unerwartet bittet, bei ihr und ihren zwei Kindern einzuziehen. Nach anfänglicher Zurückhaltung sehen sie in ihm eine Art Vaterersatz, und auch Audrey klammert sich emotional an Jerry, wenngleich sich zwischen ihnen keine romantische Beziehung entwickelt. Stattdessen durchlaufen sie parallel die verschiedenen Stationen von Trauer (Schock, Hilflosigkeit, Wut, Resignation und Akzeptanz) und Drogenentzug (körperliche Qualen, seelische Stumpfheit, Rückfall, rohe Emotionen, Neubeginn) und können sich gegenseitig einen gewissen Halt vermitteln.

Unter Vermeidung von Kitsch und Klischees entwirft Bier ein präzise gezeichnetes Psychogramm der Protagonisten, wobei insbesondere Del Toro mit einer schauspielerischen Glanzleistung aufwartet. Nicht nur seine Vermittlung des Entzugshorrors ergreift, sondern vor allem auch seine subtile Darstellung eines Mannes, der jegliche Selbstachtung verloren hat. So gewährt das gefühlvolle Drama mit Dokustilansätzen einen Blick hinter die Fassade von zwei Menschen, die sich im emotionalen Ausnahmezustand befinden, und besticht dabei mit außergewöhnlicher Intensität und Intimität. ara.

Darsteller:  Benicio Del Toro   als Jerry Sunborne
  Halle Berry   als Audrey Burke
  David Duchovny   als Brian Burke
  Alexis Llewellyn   als Harper Burke
  John Carroll Lynch   als Howard Glassman
  Micah Berry   als Dory Burke
  Alison Lohman   als Kelly
  Robin Weigert   als Brenda
  Omar Benson Miller   als Neal
  Paula Newsome   als Diane
  Sarah Dubrovsky   als Spring
 
Regie:  Susanne Bier  
Buch:  Allan Loeb  
Musik:  Johan Söderqvist  
Kamera:  Tom Stern  
Produzent:  Sam Mendes  
  Sam Mercer  
 

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