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Three Seasons

Betörend schöne Mischung aus Städteporträt von Saigon, Episodenfilm über den Abschied von gestern und Schicksalsmosaik von Menschen.


Three Seasons

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Erhältlich seit:
19.04.2005

Drama

USA/Vietnam 1998
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 6

Don Duong
Nguyen Ngoc Hiep
Tran Manh Cuong

Regie: Tony Bui
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Three Seasons

Saigon, Ende der 90er Jahre. 25 Jahre nach dem Abzug der US-Truppen hat sich die südvietnamesische Stadt zu einer typischen Millionenmetropole entwickelt, die auch schon unter den "Segnungen der Moderne" leidet. Mittendrin leben unter anderen die Lotuspflückerin Kien An, die einen leprakranken Dichter inspiriert, der Rikschafahrer Hai, der das Callgirl Lan liebt, und der kleine Straßenjunge Woody, der Touristen Waren aus seinem Bauchladen feilbietet und in der "Apocalypse Now Bar" auf den Ex-G.I. James Hager trifft.

Auf dem Sundance-Festival mit drei Preisen ausgezeichnet, ist dem Exil-Vietnamesen Tony Bui gleich bei seinem Kino-Debüt eine sensible Großstadtsymphonie geglückt, die durch wunderschöne, geradezu meditative Bilder besticht und ausschließlich vor Ort gedreht wurde. Eine in sich ruhende, betörende Mischung aus "Der Duft der grünen Papaya" und "Cyclo", mitproduziert von Harvey Keitel, der gleichzeitig in der Rolle des an der Seele verletzten US-Soldaten brilliert. Ein Filmkunst-Schmankerl für das besonders cinephile Publikum.

Three Seasons

Die erste US-amerikanische Produktion, die nach dem Krieg in Vietnam entstand, erhielt gleich drei Preise auf dem Sundance Film Festival. Kein Wunder, denn die zauberhafte, in sich ruhende und betörend schöne Mischung aus "Der Duft der grünen Papaya" und "Cyclo" bietet als Städteporträt von Saigon, Episodenfilm über den Abschied von gestern und Schicksalsmosaik von Personen zwischen Sehnsucht, Liebe und Überlebenskampf sowohl poetische Schilderungen und Einsichten in das Lebensgefühl des Landes, als auch realistische, aber wie in Trance gefilmte Aussichten der dort in die Zukunft blickenden Menschen.

Die zarte Lotuspflückerin Kein An, die in der Stadt die weißen Blüten verkauft, bringt ihren abgeschirmt lebenden Herrn, der von Lepra entstellt ist, wieder zum Schreiben und wird unverhofft belohnt. Rikschafahrer Hai verliebt sich ohne reelle Chance in die schöne Prostituierte Lan, verdient bei einem Rikscharennen das Geld für eine Nacht und verändert durch seine liebevolle Beharrlichkeit beider Leben. Bauchladenjunge Woody verliert seine Geldquelle und findet sie nach vielen Umwegen wieder. Ex-GI Hagan sucht seine Tochter, verliert sich in Erinnerungen und zieht in Frieden weiter.

Hagan wird von Mitproduzent Harvey Keitel in stoischer Ruhe gespielt als einer, der diesmal nicht als Feind erscheint, sondern als einer, der die Zeichen einer Kultur, die sich unweigerlich im Umbruch befindet (die weißen Lotusblumen werden symbolhaft durch künstliche ersetzt), genießen will. In ähnlicher Weise kann sich der Zuschauer zwei Stunden an märchenhaft farbig gefilmten Räumen und Objekten sowie an dem sensiblen Figurenreigen erfreuen. Auch ohne die Preise ist das Erstlingswerk des 25jährigen Tony Bui ein faszinierend einlullendes Opus, dem man möglichst viele Freunde wünschen kann. ger.

Darsteller:  Don Duong   als Hai
  Nguyen Ngoc Hiep   als Kien An
  Tran Manh Cuong   als Lehrer Dao
  Harvey Keitel   als James Hager
  Zoe Bui   als Lan
  Nguyen Huu Duoc   als Woody
  Diem Kieu   als Singende Lotus-Frau
  Bui Tuong Trac   als Lotusblumen-Käufer
  Minh Ngoc   als LKW-Fahrer
  Hoang Phat Trieu   als Huy
  Kieu Hanh   als Giang
  Le Hong Son   als Binh
  Nguyen Ba Quang   als Don
  Tran Huu Su   als Ngon
  Luong Duc Hung   als Minh
 
Regie:  Tony Bui  
Buch:  Tony Bui  
Musik:  Richard Horowitz  
Kamera:  Lisa Rinzler  
Produzent:  Jason Kivot  
  Joana Vicente  
  Tony Bui  
 

Three Seasons in der Fotoshow

 

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Features

 

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Harvey Keitel

Sein Zuhause sind die "Mean Streets", er schleppt sich als König von "Cop Land" durch die Unterwelt, und er trägt fast stets einen grimmigen...