
Die kleine Jeliza-Rose hat's nicht leicht mit ihren lebensuntüchtigen, drogenkranken Hippie-Erzeugern und flüchtet deshalb vor der Realität gerne in eine bizarre Fantasiewelt zu ihren Freundinnen, den abgetrennten Barbiepuppenköpfen. Als ihre Mutter das Zeitliche segnet, zieht Jeliza-Rose mit dem Daddy auf eine heruntergekommene Farm, wo sie in einer exzentrischen Nachbarin und deren halbverrückten, jüngeren Bruder zur Abwechslung zwei menschliche Freunde findet. Gemeinsam verwandelt man den Hof in ein kleines Paradies.
Kompromisse sind Terry Gilliams Sache nicht, und so trägt auch dieses rabenschwarze Kindermärchen für Erwachsene, das der Meister parallel zu den "Brothers Grimm" inszenierte, mehr Züge des surrealen Drogenalbtraums als eines einfühlsamen Dramas über ein Kind, das es auch ist. Hauptdarstellerin Jodelle Ferland empfiehlt sich mit einer der eindrucksvollsten Kinderleistung der jüngeren Filmgeschichte für kommende Hollywood-Großtaten, als rechtschaffen kaputte Eltern setzen Jeff Bridges und Jennifer Tilly krasse Akzente. Pflicht für Gilliam-Fans und Filmkunstfreunde.