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Tideland

Düster-bizarre Verfilmung des Romans von Mitch Cullin über eine Zehnjährige, die vor dem Schrecken einer unerträglichen Realität in eine Fantasiewelt flieht.


Tideland

Kaufvideo

Erhältlich seit:
07.11.2007

Drama/ Fantasy

Kanada/Großbritannien 2005
Laufzeit: 121 Min.
FSK: ab 16

Jodelle Ferland
Janet McTeer
Brendan Fletcher

Regie: Terry Gilliam
Concorde Home Entertainment

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Tideland

Die kleine Jeliza-Rose hat's nicht leicht mit ihren lebensuntüchtigen, drogenkranken Hippie-Erzeugern und flüchtet deshalb vor der Realität gerne in eine bizarre Fantasiewelt zu ihren Freundinnen, den abgetrennten Barbiepuppenköpfen. Als ihre Mutter das Zeitliche segnet, zieht Jeliza-Rose mit dem Daddy auf eine heruntergekommene Farm, wo sie in einer exzentrischen Nachbarin und deren halbverrückten, jüngeren Bruder zur Abwechslung zwei menschliche Freunde findet. Gemeinsam verwandelt man den Hof in ein kleines Paradies.

Kompromisse sind Terry Gilliams Sache nicht, und so trägt auch dieses rabenschwarze Kindermärchen für Erwachsene, das der Meister parallel zu den "Brothers Grimm" inszenierte, mehr Züge des surrealen Drogenalbtraums als eines einfühlsamen Dramas über ein Kind, das es auch ist. Hauptdarstellerin Jodelle Ferland empfiehlt sich mit einer der eindrucksvollsten Kinderleistung der jüngeren Filmgeschichte für kommende Hollywood-Großtaten, als rechtschaffen kaputte Eltern setzen Jeff Bridges und Jennifer Tilly krasse Akzente. Pflicht für Gilliam-Fans und Filmkunstfreunde.

Tideland

"Alice im Wunderland" trifft "Psycho" - skurriles Horrormärchen von Kultregisseur TERRY GILLIAM ("12 Monkeys"), der in eine einzigartige Fantasiewelt ohne Grenzen entführt.

Nach dem Drogentod der Mutter (Jennifer Tilly) zieht Jeliza-Rose (Jodelle Ferland) mit ihrem heroinabhängigen Vater (Jeff Bridges) in ein einsames Farmhaus. Hier nimmt auch der Vater Abschied von seinem irdischen Dasein. Völlig auf sich allein gestellt, mit der langsam verwesenden Leiche des Vaters als ständiges Mahnmal, zieht sich das einsame Mädchen mehr und mehr zurück in eine bizarre Traumwelt. Als sie auf die unheimliche, hexenartige Dell und ihren zurückgebliebenen Bruder trifft, verschwinden die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fantasie.

Quelle: Concorde

" Einleitung von Terry Gilliam
" Audiokommentar von Terry Gilliam und Tony Grisoni
" Deutscher und US-Kinotrailer
" "Getting Gilliam" - Dokumentation über Terry Gilliam
" Making-of
" Deleted Scenes inkl. Kommentar von Terry Gilliam
" Green-Screen Aufnahmen mit Kommentar von Terry Gilliam
" Interview mit Terry Gilliam
" Interview mit Produzent Jeremy Thomas
" Fotogalerie
" Informationen zu Cast & Crew
" Trailer zu weiteren Kinofilmen auf DVD

Quelle: Concorde

Darsteller:  Jodelle Ferland   als Jeliza-Rose
  Janet McTeer   als Dell
  Brendan Fletcher   als Dickens
  Jeff Bridges   als Noah
  Jennifer Tilly   als Queen Gunhilde
  Adlon Adair   als Luke
  Wendy Anderson  
  Sally Crooks  
 
Regie:  Terry Gilliam  
Buch:  Terry Gilliam  
Musik:  Jeff Danna  
  Mychael Danna  
Kamera:  Nicola Pecorini  
Produzent:  Jeremy Thomas  
  Gabriella Martinelli  

"Mir gefallen heftige Reaktionen"

Terry Gilliam drehte sein Traumprojekt "Tideland" parallel zu dem groß angelegten Film "Brothers Grimm". Weil die Produzenten sich weigerten, auch sein eigensinniges Werk "Tideland" zu bewerben, machte der außergewöhnliche Regisseur in den Straßen von New York mit einem Schild auf seinen Film aufmerksam. In den US-Kinos lief "Tideland" nur kurz, auf die deutschen Leinwände kam er gar nicht. Jetzt erscheint das umstrittene Drama über die Fantasiewelt einer Zehnjährigen auf DVD.

Die Verfilmung des Romans von Mitch Cullin erzählt eine Geschichte aus der Perspektive eines Mädchens (Foto: Concorde) Großansicht

Die Verfilmung des Romans von Mitch Cullin erzählt eine Geschichte aus der Perspektive eines Mädchens (Foto: Concorde)

» Welche Geschichten haben Sie Ihren Kindern vorgelesen?

TERRY GILLIAM: Die Märchen der Gebrüder Grimm. Das sind doch immer noch die besten Geschichten. Übrigens, in dem Haus, das wir für den Film verwendet haben, habe ich eine zensierte Kinderversion von "Rotkäppchen" gefunden. Der Wolf frisst darin überhaupt nicht die Großmutter. Diese Version des Märchens ergab gar keinen Sinn.

Es geht bei Märchen doch darum, dass es düstere Situationen gibt, aber letztendlich immer einen Ausweg. Dieser Optimismus ist das richtige Training, das Kinder für ihren späteren Lebensweg brauchen. Es ist wichtig, Kinder zu erschrecken.

"Tideland" wurde in Deutschland nur auf dem Münchner Filmfest gezeigt, Gilliam-Fans mussten auf die DVD warten (Foto: Concorde) Großansicht

"Tideland" wurde in Deutschland nur auf dem Münchner Filmfest gezeigt, Gilliam-Fans mussten auf die DVD warten (Foto: Concorde)

» Vor was haben Kinder Angst?

Es sind die Dinge, die im Dunkeln passieren, wenn das Licht ausgeht und unheimliche Geräusche zu hören sind.

» Wie schaffen Sie es, sich für Ihre Filme in Kinder hineinzuversetzen?

Wenn ich einen Film mache, tauche ich vollkommen in diese Welt ein. Ich werde zwar nicht zu der Filmfigur, aber ich werde ihr ziemlich ähnlich. Ich versuche, für mich und die Schauspieler diese erstaunliche, unheimliche und fantasievolle Welt zu erschaffen. Im Endeffekt spielen wir wie Kinder. Wenn man es nicht schafft, mit einer gewissen Offenheit, Albernheit und einer gehörigen Portion Mut zu spielen, fehlt die Magie.

 

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