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Tief wie der Ozean

Melodram zwischen subtilem Psychodrama und tränenreichem Gefühlskino mit Starbesetzung.


Tief wie der Ozean

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Erhältlich seit:
14.02.2008

Originaltitel: The Deep End of the Ocean

Drama

USA 1998
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 6

Michelle Pfeiffer
Treat Williams
Whoopi Goldberg

Regie: Ulu Grosbard
Highlight Communications (Deutschland)

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Tief wie der Ozean

Beth Cappadora nimmt ihre Söhne Vincent und Ben zu ihrem Klassentreffen nach Chicago mit. Als sie die beiden in der Hotel-Lobby kurze Zeit unbeaufsichtigt läßt, ist der dreijährige Ben plötzlich verschwunden. Neun Jahre und unzählige Tränen später klingelt es an der Tür und ein Zwölfjähriger namens Sam bietet Beth an, den Rasen zu mähen. Als Beth in ihm ihren verschollenen Sohn wiedererkennt, erwirkt sie, daß der Junge wieder unter ihre Obhut gestellt wird. Doch Sam/Ben will viel lieber bei seinem geliebten Adoptivvater bleiben.

Basierend auf Jacqueline Mitchards gleichnamigem Bestseller-Roman erzählt Regie-Veteran Ulu Grosbard ("Der Liebe verfallen") ein komplexes Familien-Drama mit melodramatischen Zwischentönen. Da sich der Filmemacher stets klassischem Mainstream-Kino verweigert, wirkt seine Story zuweilen etwas langatmig und kopflastig. Doch nicht zuletzt dank grandioser schauspielerischer Leistungen von Michelle Pfeiffer, Treat Williams und Whoopi Goldberg sollte dieses sensible Porträt einer vom Schicksal gebeutelten Familie trotz mäßigem Kinoeinspiels bei einem breiterem Publikum Anklang finden.

Tief wie der Ozean

Eine positive Erwähnung in Talkmasterin Oprah Winfreys Buchclub ist oftmals mit folgendem Bestseller-Status verbunden. Jacqueline Mitchards Roman "Tief wie der Ozean" aus dem Jahr 1996 um ein komplexes Familiendrama war damals Oprahs erste Vorstellung und profitierte dementsprechend. Für Ulu Grosbards ("Georgia") Filmadaption erweist sich das Gütesiegel weniger als Sonderbonus denn als Last: Denn obwohl das angeblich von Produktionsproblemen geplagte Melodram all die richtigen emotionalen Knöpfe drückt und über eine gewaltige Darstellung Michelle Pfeiffers verfügt, will "Deep End of the Ocean" nie kalkulierter Blockbuster, sondern fein auskalibriertes Psychodrama sein.

Pfeiffer spielt die dreifache Mutter Beth Cappadora, die ihre beiden Söhne Vincent und Ben zu ihrem Klassentreffen nach Chicago mitnimmt. Nur ein paar kurze Augenblicke läßt sie sie unbeaufsichtigt in einer geschäftigen Hotellobby, und schon ist der dreijährige Ben spurlos verschwunden. Neun Jahre und viele Tränen, Vorwürfe und Schuldgefühle später klingelt es, und ein Zwölfjähriger namens Sam (Ryan Merriman) bietet Beth an, ihren Rasen zu mähen. Wie vom Donner gerührt glaubt sie zu Recht ihren verschollenen Sohn Ben zu erkennen. Mit Hilfe der von Anfang an involvierten Detektivin Candie Bliss (Whoopi Goldberg routiniert cool) erwirken die Cappadoras, daß der Junge zu ihnen zurückkehrt. Sam/Ben, der sich nicht an sie erinnern kann, hat jedoch keinerlei emotionale Bindung an seine biologische Familie und möchte viel lieber zu seinem geliebten Adoptivvater zurückkehren.

Das vom ehemaligen Filmkritiker Stephen Schiff ("Lolita") adaptierte Drehbuch ist in zwei Hauptakte unterteilt. Der erste schildert den traumatischen Verlust und die Auseinandersetzung der einzelnen Familienangehörigen mit dieser Tragödie. Beth verfällt in tiefe Depression und kann sich kaum aus ihrem Bett rühren. Dabei vernachlässigt sie ihren Ehemann Pat (Treat Williams), der Vergessen in seiner Arbeit sucht, und ihre beiden anderen Kinder. Sohn Vincent (als 16jähriger exzellent vom Emmy-ausgezeichneten "General Hospital"-Schauspieler Jonathan Jackson dargestellt) hat sich zum verhaltensgestörten Problemteenager entwickelt, der sich stets nach der Liebe seiner in ihrer grenzenloser Trauer für ihn gefühlsmäßig unerreichbaren Mutter gesehnt hat. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Definition familiärer Bindungen hinsichtlich biologischer und rein gefühlsmäßiger Basis.

Regisseur Grosbard versteht es, wie zuletzt Ron Howard in dem formal allerdings völlig anderen "Kopfgeld", ergreifend und nachvollziehbar die Hilflosigkeit und grübelnde Qual der Eltern eines entführten Kindes zu inszenieren. Auch vermeidet er es, sich in übertriebener Larmoyanz zu ergehen und liefert stattdessen ein detailiert erfaßtes Familienporträt. Manche der Plotentwicklungen mögen zwar ein wenig konstruiert anmuten, doch selbst das Hollywood-Happy-End versteht Grosbard mit einer nachdenklich-realistischen Note klingen zu lassen. ara.

Tief wie der Ozean

Beth Cappadora (Michelle Pfeiffer) fährt mit ihren Söhnen zu einem Klassentreffen nach Chicago.
Als sie im Hotel eincheckt und die Kinder kurz unbeaufsichtigt lässt, ist der dreijährige Ben
plötzlich verschwunden. Eine panische Suche nach dem Kind bleibt ohne Ergebnis, Ben ist
verschwunden ohne eine Spur zu hinterlassen. Neun Jahre nach dem traurigen Ereignis in
Chicago klingelt ein Zwölfjähriger namens Sam (Ryan Merriman) an Beths Tür. Sie erkennt
in ihm ihren verschollenen Sohn und versucht alles, um den Jungen wieder in ihre Obhut zu
bringen.

TIEF WIE DER OZEAN von 1998 basiert auf dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Jacqueline
Mitchard. Regisseur Ulu Grosbard ("Georgia") inszenierte ergreifendes Gefühlskino vom Feinsten,
indem besonders die beiden Stars Michelle Pfeiffer und Whoopi Goldberg mit ihren schauspielerischen
Leistungen beeindrucken.

Quelle: Highlight

Featurette (ca. 4 Min.), Interviews (ca. 15 Min.), Darstellerinfos

Quelle: Highlight

Darsteller:  Michelle Pfeiffer   als Beth Cappadora
  Treat Williams   als Pat Cappadora
  Whoopi Goldberg   als Candy Bliss
  Jonathan Jackson   als Vincent 16 Jahre
  Ryan Merriman   als Sam
  John Kapelos   als George Karras
  Michael McElroy   als Ben
  Cory Buck   als Vincent 7 Jahre
  Alexa Vega   als Kerry 9 Jahre
  Michael McGrady   als Jimmy Daugherty
  Brenda Strong   als Ellen
  Rose Gregorio   als Rosie
  Lucinda Jenney  
 
Regie:  Ulu Grosbard  
Buch:  Stephen Schiff  
Musik:  Elmer Bernstein  
Kamera:  Stephen Goldblatt  
Produzent:  Kate Guinzburg  
  Steve Nicolaides  
 

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