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Tiger & Dragon - Der Beginn einer Legende

Überwältigender Actioner im Stile klassischer Schwertkämpferfilme, in dem zwei alternde Krieger zum letzten Kampf antreten.


Tiger & Dragon - Der Beginn einer Legende

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Erhältlich seit:
06.11.2001

Originaltitel: Crouching Tiger, Hidden Dragon

Fantasy/ Action

Hongkong/Taiwan/USA 2000
Laufzeit: 115 Min.
FSK: ab 12

Chow Yun-Fat
Michelle Yeoh
Zhang Ziyi

Regie: Ang Lee
Kinowelt Home Entertainment

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Tiger & Dragon - Der Beginn einer Legende

Li Mu Bai, ein großer Martial-Arts-Krieger seiner Zeit, will sich nach Jahren des Kampfes ausruhen. Deswegen übergibt er sein legendäres Schwert, genannt "Grünes Schicksal", der Kämpferin Yu Shu Lien, mit der ihn eine heimliche, unglückliche Liebe verbindet. Lien bewacht die im Haus eines Freundes untergebrachte Waffe und lernt dort Jen, die Tochter des Gouverneurs kennen. Diese beneidet Lien, da sie vom freien Krieger-Leben und von der Liebe träumt. Stattdessen soll sie eine arrangierte Ehe eingehen. Da verschwindet das Schwert...

Das vierfach Oscar-prämierte, bildgewaltige Meisterwerk von Ang Lee ("Sinn und Sinnlichkeit", "Der Eissturm") bietet alles, was das Zuschauer-Herz begehrt. Spektakulär von "Matrix"-Choreograph Yuen Wo-Ping in Szene gesetzte Kampf-Sequenzen, romantische Liebesgeschichten voller großer Gefühle sowie Kino-Ikonen wie Chow Yun Fat ("Anna und der König") oder Michelle Yeoh ("Der Morgen stirbt nie"). Ein breit angelegtes, intelligentes Schlachten-Epos.

Tiger & Dragon - Der Beginn einer Legende

Angehaltener Atem, ungläubiges Staunen, spontaner Applaus - das war die Reaktion selbst der hartgesottensten Kritiker auf Szenen von "Tiger & Dragon", der im Wettbewerb in Cannes außer Konkurrenz lief. Tatsächlich hat man solche Kampfsequenzen wie in diesem faszinierenden Actiondrama aus dem alten China, in Szene gesetzt von "Matrix"-Choreograph Yuen Wo-Ping, noch nicht gesehen. Regisseur Ang Lee, der nach "Sinn und Sinnlichkeit" und "Der Eissturm" hinreichend bewiesen hat, dass sich asiatische Sensibilität für kleine Gesten und verborgene Gefühle bestens mit amerikanischer Dramaturgie vereinbaren lassen, schlägt nun erstmals eine

deutlich leichtere Tonart an. Als Referenz an die Kung-fu-Filme seiner Jugend gedreht, überwindet sein "Tiger" spielend alle Sprachbarrieren und dürfte keine Schwierigkeiten haben, ein hippes westliches Publikum zu finden.

Von der Coolness chinesischer Kampfkunstfilme, entdeckt nicht zuletzt im Kielwasser von Quentin Tarantinos Kino der Trivialkultur Anfang der neunziger Jahre, wird auch Ang Lee profitieren, zumal seine beiden

Hauptdarsteller Chow Yun-fat ("Corruptor", "Anna und der König") und Michelle Yeoh ("James Bond - Der Morgen stirbt nie") längst eine breite Fanbasis im Abendland haben. Die Kunst des Verleihs wird es eher sein, den Film eben nicht als reines Actionspektakel zu verkaufen, sondern auch als große Kostümromanze mit zwei über Kreuz agierenden Liebespaaren, deren Schicksal sich nicht auf dem Kampfplatz entscheidet, sondern im Herzen: Da ist einmal der ältere Wutan-Krieger Mu Bai (Chow), der sein legendäres Schwert "Green Destiny" an den Nagel hängen will und es deshalb Shu Lien (Yeoh) anvertraut. Deren jahrelange, heimliche Liebe erwidert er zwar, doch beide halten den Wutan-Ehrenkodex zu hoch, als dass sie sich gestatten würden, ihren Gefühlen nachzugeben. Lien bewacht das Schwert im Haus eines hochrangigen Politikers, dessen eigensinnige Tochter Jen (Zhang Ziyi) sich schweren Herzen auf ihre bevorstehende Hochzeit vorbereitet und die Lien wegen ihres offensichtlich ungebundenen Samurai-Lebens beneidet. In der Nacht wird das Schwert von einer maskierten Unbekannten aus dem strengbewachten Haus gestohlen. Lien konfrontiert die Diebin - und es beginnt die erste von mehreren absolut spektakulären Actionsequenzen, in der die Kontrahenten

federleicht durch die Luft gleiten, Wände hinauflaufen und sich in ihren so atemberaubend schnellen wie anmutigen Kämpfen auch sonst um kein physikalisches Gesetz scheren. Im Folgenden entpuppt sich die Diebin als Jen,

die ihrerseits bei der Erzfeindin von Mu Bai die Kampfkünste gelernt hat. Alte Rechnungen müssen selbstverständlich beglichen werden, und doch geht es hier vor allem um Vergebung und um neue Chancen, die die Alten nicht mehr

nutzen können und die die Jungen noch nicht für sich erkennen. Die wilde Jen, die ihre Hochzeit platzen lässt, um zurück zu ihrer großen Liebe, dem Wüstenbanditen Dark Cloud, zu gehen, muss sich schließlich entscheiden: für den Weg der Meister oder für die Erfüllung ihrer Liebe.

Das Erstaunliche an "Tiger & Dragon" ist vor allem, wie treu Ang Lee seinem Vorbild der Schwertkämpferfilme geblieben ist, mit all ihrem

Melodram, ihren wunderlichen Wendungen und magischen Momenten - und wie problemlos sich das westliche Auge gleichzeitig diesen Bildern anpasst. Selbst wenn die Menschen im Gleitflug über Baumwipfel zischen oder übers Wasser laufen, wirken die unglaublichen Tricks und Stunts nie fremdartig oder "exotisch". Lee hat seinen Film zwar komponiert wie eine Oper, voll

übergroßer Gefühle und bombastischer Massenszenen (untermalt vom klagenden Cello des Virtuosen Yo-Yo Ma), behält dabei aber seinen realistischen Stil. Und ganz nebenbei hat er in einem bislang ausschließlich männlichen Genre einen Frauenfilm gedreht: Die drei Kriegerinnen im Zentrum des Dramas streiten sich nur vordergründig um des Schwert des alternden Samurai. In Wirklichkeit geht es um die Selbstbestimmung des eigenen Lebensweges. evo.

Making of, Audiokommentar von Ang Lee, Interview mit Michelle Yeoh, Interview mit Ang Lee und james Schamus (Texttafeln), animierte Fotogalerie, Promo des kompletten Soundtracks, Starinfos, Trailer

Quelle: Kinowelt

Darsteller:  Chow Yun-Fat   als Li Mu Bai
  Michelle Yeoh   als Yu Shu Lien
  Zhang Ziyi   als Jen
  Chang Chen   als Lo
  Lung Sihung   als Sir Te
  Cheng Pei-pei   als Jade Fox
  Li Fazeng   als Gouverneur Yu
  Gao Xian   als Bo
  Hai Yan   als Madam Yu
  Wang Deming   als Tsai
  Li Li-Li   als May
 
Regie:  Ang Lee  
Buch:  James Schamus  
  Wang Hui Ling  
  Tsai Kuo Jung  
Musik:  Tan Dun  
Kamera:  Peter Pau  
Produzent:  Bill Kong  
  Hsu Li Kong  
  Ang Lee  

Ang Lees neuer Spionagefilm

Den taiwanesischen Regisseur Ang Lee in eine Schublade zu stecken fällt schwer: Nach der Komödie "Das Hochzeitsbankett" inszenierte er die Jane-Austen-Verfilmung "Sinn und Sinnlichkeit" und gewann schließlich 2006 den Regie-Oscar für das Cowboy-Drama "Brokeback Mountain".

Legt sich nicht auf ein Genre fest: Ang Lee (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Legt sich nicht auf ein Genre fest: Ang Lee (Foto: Kurt Krieger)

Jetzt plant Ang Lee sein nächstes Projekt. "Lust, Caution" ist ein Spionage-Thriller, der zur Zeit des zweiten Weltkrieges in Shanghai spielt.

"Hero"-Star Tony Leung Chiu-wai und die Newcomerin Tang Wei werden die Hauptrollen übernehmen. Während Leung einen mächtigen Politiker gibt, gerät Wei als junge Frau in einen gefährlichen Strudel von Intrigen.

Der chinesische Popstar Wang Lee Hom ergänzt das Cast, er verkörpert einen jungen Studenten.

Team hat sich bewährt

Bei der Produktion und auch beim Script verlässt sich Ang Lee auf alte Bekannte: Bill Kong, der bereits "Crouching Tiger, Hidden Dragon" produzierte, wird auch Lees neuesten Film mitproduzieren. Drehbuchautor Wang Hui-Ling verfasste bereits für mehrere Lee-Filme die Vorlage. Für "Lust, Caution" adaptierte er eine Kurzgeschichte der in Shanghai geborenen Autorin Eileen Chang. Der Beginn der Dreharbeiten ist für Herbst 2006 geplant.

 

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Michelle Yeoh

Malaiische Schauspielerin. Von der Ballettschülerin und Miss Malaysia zum größten weiblichen Actionstar Hongkongs, vom Bondgirl zur...