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Kaufvideo
Erhältlich seit:
01.05.2010
Deutschland/Belgien/Großbritannien 2003
Laufzeit: 81 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)
Regie: Eberhard Junkersdorf
KNM Home Entertainment

Nach "Die furchtlosen Vier", einer sehr freien Adaption des berühmten Märchens über die Bremer Stadtmusikanten, und der dänisch-irisch-deutschen Koproduktion "Hilfe, ich bin ein Fisch" präsentiert Eberhard Junkersdorf nun sein bisher aufwändigstes und teuerstes Zeichentrickprojekt. Für "Till Eulenspiegel" machte Junkersdorf nicht nur ein Budget von 15 Millionen Euro locker, er fungiert obendrein auch als Produzent und Regisseur in Personalunion.
Die Abenteuer von Till Eulenspiegel, jenes anarchisch-frechen Clowns, der - angeblich - im 14. Jahrhundert um Braunschweig herum seine derben Streiche trieb, waren schon mehrfach Grundlage für Realverfilmungen. Unter anderem adaptierte DEFA-Regisseur Rainer Simon 1975 den Stoff mit Winfried Glatzeder in der Titelrolle für die Leinwand und der Franzose Gérard Philipe inszenierte als Regisseur und Koautor 1956 sich selbst als "Till Eulenspiegel, der lachende Rebell". Junkersdorf hatte nach eigenen Angaben die Wahl zwischen einem Werk über Münchhausen oder einem über Eulenspiegel - er entschied sich wegen des anarchischen Potenzials für Letzteren.
Wie schon bei "Die furchtlosen Vier", der es 1997 in den deutschen Kinos auf achtbare 800.000 Besucher brachte, begnügt sich der vom Realfilm-Produzenten zum Animations-Experten umgesattelte Filmemacher auch hier nicht mit einer Aneinanderreihung lustiger Streiche. Der renommierte US-Drehbuchberater Christopher Vogler versah das Skript mit einem klaren Handlungsstrang: Till Eulenspiegel will in Boomstadt seinen Großvater Marcus besuchen. Doch er scheitert bereits an den Wachen, weil er den überzogenen Wegezoll nicht zahlen kann. Als der trickreiche Till endlich in Verkleidung eines Zirkuspferdes das Stadttor passiert, muss er erfahren, dass Marcus verschwunden ist. Auf der Suche nach dem Opa wird der clevere Schelm nicht nur in eine handfeste Palast-Intrige verwickelt, er lernt auch die Liebe in Gestalt der Bürgermeistertochter Nele kennen und muss obendrein noch drei Aufgaben, die ihm der Magische Spiegel stellt, lösen, um am Ende Marcus in seine Arme zu schließen.
Schon von Anfang an wird klar, dass wir es bei diesem Till mit einer Art gewaltfreien Robin Hood zu tun haben. Zwar prellt dieser anfangs die Wache um zwei Goldstücke, aber nur um diese an der nächsten Ecke einer Bettlerin und ihren Kindern zuzuwerfen. Dieser sympathische Zug der Identifikationsfigur wird noch durch Tills Aussehen verstärkt: roter Haarschopf, Sommersprossen - fast glaubt man, man hätte es mit einer Art männlicher Pippi Langstrumpf zu tun. In Wirklichkeit wurde Tills Physiognomie jedoch der des britischen Komikers Lee Evans, der den Titelhelden im englischen Original seine Stimme leiht, nachempfunden. Ganz klar auf den internationalen Markt ausgerichtet, verblüfft "Till Eulenspiegel" obendrein mit originellen Kamerafahrten, farbenfroh gezeichneten Figuren und dem Spagat, eine Geschichte für Erwachsene wie Kinder gleichermaßen interessant aufzuarbeiten. Denn während die Älteren sich an Tills Anarcho-Humor und einem Hauch Gesellschafts-Kritik erfreuen können, dürfen die Jüngeren über die Eule Cornelius, den tollpatschig-gutmütigen Hünen Lamme oder das putzige Küken Ducky lachen. Sieht man von der kurz gehaltenen Sequenz, in der Eulenspiegel mit einer Armee von Skeletten kämpft, einmal ab, so dürfen sich auch die ganz Kleinen auf ein ungetrübtes Animationsabenteuer freuen.
Und weil sich auch die Liste der Synchronstimmen wie das Who is Who des deutschen Films liest - unter anderem sind die "Der Schuh des Manitu"-Protagonisten Christian Tramitz (als Cornelius) und Rick Kavanian (als Magischer Spiegel) sowie Mario Adorf (als Bürgermeister), Veronika Ferres (als Nele) und Katharina Thalbach (als Katharina) mit an Bord - hat dieser Eulenspiegel durchaus das Zeug zum Blockbuster, sprich: anders als bei "Die furchtlosen Vier" und "Hilfe, ich bin ein Fisch" sollte die Eine-Million-Zuschauer-Hürde dieses Mal zu knacken sein. lasso.
Während sich der rothaarige Till auf dem Straßenfest im mittelalterlichen Boomstadt amüsiert, verschwindet sein schrulliger Großvater Marcus urplötzlich bei einem missglückten Zauber-Experiment. Till und sein treuer Begleiter, die Eule Cornelius, versuchen nun mit Hilfe eines magischen Spiegels, die Spur aufzunehmen. Dieser stellt Till drei Aufgaben, die er bewältigen muss, um seinen Großvater wiederzufinden. Und darüber hinaus gilt es noch, König Rupert vor einer großen Gefahr zu beschützen. Zum Glück hilft hier Till ein kleiner Federball namens Ducky weiter!
Doch statt loszulegen, stellt Till erst einmal allerlei Unfug in der Stadt an und verliebt sich auch noch in die schöne Tochter des Bürgermeisters!
Quelle: KNM Home Ent.
| Sprecher: | Mario Adorf | als Bürgermeister | |
|---|---|---|---|
| Veronica Ferres | als Nele | ||
| Benedict Weber | als Till | ||
| Christian Tramitz | als Cornelius | ||
| Dieter Landuris | als Hauptmann | ||
| Rick Kavanian | als Magischer Spiegel | ||
| Oliver Mink | als Lamme | ||
| Hannes Jaenicke | als Pickelhauber | ||
| Katharina Thalbach | als Katharina | ||
| Patrick Flecken | als König | ||
| Regina Lemnitz | als Nanny | ||
| Bernd Simon | als Ducky | ||
| Regie: | Eberhard Junkersdorf | ||
| Buch: | Christopher Vogler | ||
| Peter Carpentier | |||
| Eberhard Junkersdorf | |||
| Musik: | Søren Hyldgaard | ||
| George Keller | |||
| Produzent: | Eberhard Junkersdorf | ||
Till Eulenspiegel in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Dt. f. Hörg.
Bildformat: 16:9
Extras: Making of, Original Kinotrailer, Nicht verwendete Szenen, Abenteuerspiel, Rap-Song zum Mitsingen, DVD-ROM-Teil
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