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Till Eulenspiegel

Sehr freie Zeichentrickadaption des populären Stoffes um den anarchischen Clown für die ganze Familie.


Till Eulenspiegel

Leihvideo

Erhältlich seit:
04.03.2004

Zeichentrick/ Komödie

Deutschland/Belgien/Großbritannien 2003
Laufzeit: 81 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Regie: Eberhard Junkersdorf
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Perfekte Animation, eine fantasievolle Abenteuerstory, ein Fabelwesen, das allen auf der Nase herumtanzt: Und fertig ist das neue Zeichentrickwunder.

Bin ich nicht toll? Till Eulenspiegel zeigt's den Boomstädtern (Foto: Solo Film) Großansicht

Bin ich nicht toll? Till Eulenspiegel zeigt's den Boomstädtern (Foto: Solo Film)

Nicht nur Kids werden Till Eulenspiegel lieben, diesen Clown, der mit wilden Späßen durch Kinderbücher geistert und jetzt in einem Animationsfilm 'made in Germany' die Leinwand unsicher macht. Ein sympathischer Kerl, der alle auf den Arm nimmt.

Dabei war er in Wirklichkeit nicht der nette Junge von nebenan, sondern trieb sein Unwesen im Mittelalter, ein cleverer Gauner, der so manchen reichen Sack zur Raserei brachte.

Diese Figur der europäischen Fabelwelt muss sich vor der amerikanischen Konkurrenz nicht verstecken. Im Gegenteil.

Eine Stadt wird auf den Kopf gestellt (Foto: Solo Film) Großansicht

Eine Stadt wird auf den Kopf gestellt (Foto: Solo Film)

Familienspaß

Was in diesem bisher teuersten europäischen Trickfilm (15 Mio. Euro) eine internationale Crew von 500 Profis in einer Mischung aus Computer- und traditioneller Animation fertigstellte, ist perfektes Entertainment für Alt und Jung. Wer liebt sie nicht, die Story des jungen Helden, der kein Risiko scheut, sich jedem Abenteuer stellt und dabei vor allem eins hat: Spaß?

Während sich der rothaarige Till auf dem Straßenfest im mittelalterlichen Boomstadt amüsiert und ein Auge auf das Bürgermeistertöchterlein Nele wirft, verschwindet sein Großvater Marcus urplötzlich bei einem missglückten Zauberexperiment. Till und sein treuer Begleiter, die Eule Cornelius, versuchen nun mit Hilfe eines magischen Spiegels, die Spur aufzunehmen.

Die perfide Katharina will den Thron, um jeden Preis (Foto: Solo Film) Großansicht

Die perfide Katharina will den Thron, um jeden Preis (Foto: Solo Film)

Drei Aufgaben für Till

Doch ehe sich Till an die Lösung der drei Aufgaben macht, die der Spiegel ihm stellt, um den Großvater wieder zu finden, ist allerlei Unfug in der Stadt angesagt. Nele präsentiert dort dem kleinen König Rupert das Geschenk von Boomstadt, eine goldene Spieluhr. Till tauscht sie gegen ein Entenei, aus dem zur Freude des Geburtstagskindes bald die süße Ente Ducky entschlüpft.

Was der kleine König nicht weiß: Hinter seinem Rücken schmiedet die machthungrige Katharina dunkle Pläne, um selbst den Thron zu besteigen. Bei seiner Mission, die drei Aufgaben zu erfüllen, freundet sich Till mit dem kleinen König an. Er muss viele Abenteuer bestehen und mit einer Skelettarmee kämpfen, um König Rupert und Ducky aus Katharinas Fängen befreien. Aber wozu hat man Freunde...

Königs Liebling, die kleine Ente Ducky (Foto: Solo Film) Großansicht

Königs Liebling, die kleine Ente Ducky (Foto: Solo Film)

Die Stimmen der Stars

Das schräge Trüppchen der Tapferen - der gewitzte Till, das Kraftpaket Lamme, die hübsche Nele und Eule Cornelius - tappen zwar in jedes Fettnäpfchen, sind aber am Ende unschlagbar. Dass die Figuren quicklebendig sind, dafür sorgen u. a. Veronica Ferres, Mario Adorf und die "Bullyparade"-Stars Christian Tramitz und Rick Kavanian mit ihren Stimmen.

Von der Entwicklung des Storyboards bis zum fertigen Film dauerte es zweieinhalb Jahre, ein Zeichner schafft in Feinarbeit pro Monat nur bis zu 17 Sekunden Animation, die dann digitalisiert wurden. Die Mühe hat sich gelohnt.

Till Eulenspiegel

Nach "Die furchtlosen Vier", einer sehr freien Adaption des berühmten Märchens über die Bremer Stadtmusikanten, und der dänisch-irisch-deutschen Koproduktion "Hilfe, ich bin ein Fisch" präsentiert Eberhard Junkersdorf nun sein bisher aufwändigstes und teuerstes Zeichentrickprojekt. Für "Till Eulenspiegel" machte Junkersdorf nicht nur ein Budget von 15 Millionen Euro locker, er fungiert obendrein auch als Produzent und Regisseur in Personalunion.

Die Abenteuer von Till Eulenspiegel, jenes anarchisch-frechen Clowns, der - angeblich - im 14. Jahrhundert um Braunschweig herum seine derben Streiche trieb, waren schon mehrfach Grundlage für Realverfilmungen. Unter anderem adaptierte DEFA-Regisseur Rainer Simon 1975 den Stoff mit Winfried Glatzeder in der Titelrolle für die Leinwand und der Franzose Gérard Philipe inszenierte als Regisseur und Koautor 1956 sich selbst als "Till Eulenspiegel, der lachende Rebell". Junkersdorf hatte nach eigenen Angaben die Wahl zwischen einem Werk über Münchhausen oder einem über Eulenspiegel - er entschied sich wegen des anarchischen Potenzials für Letzteren.

Wie schon bei "Die furchtlosen Vier", der es 1997 in den deutschen Kinos auf achtbare 800.000 Besucher brachte, begnügt sich der vom Realfilm-Produzenten zum Animations-Experten umgesattelte Filmemacher auch hier nicht mit einer Aneinanderreihung lustiger Streiche. Der renommierte US-Drehbuchberater Christopher Vogler versah das Skript mit einem klaren Handlungsstrang: Till Eulenspiegel will in Boomstadt seinen Großvater Marcus besuchen. Doch er scheitert bereits an den Wachen, weil er den überzogenen Wegezoll nicht zahlen kann. Als der trickreiche Till endlich in Verkleidung eines Zirkuspferdes das Stadttor passiert, muss er erfahren, dass Marcus verschwunden ist. Auf der Suche nach dem Opa wird der clevere Schelm nicht nur in eine handfeste Palast-Intrige verwickelt, er lernt auch die Liebe in Gestalt der Bürgermeistertochter Nele kennen und muss obendrein noch drei Aufgaben, die ihm der Magische Spiegel stellt, lösen, um am Ende Marcus in seine Arme zu schließen.

Schon von Anfang an wird klar, dass wir es bei diesem Till mit einer Art gewaltfreien Robin Hood zu tun haben. Zwar prellt dieser anfangs die Wache um zwei Goldstücke, aber nur um diese an der nächsten Ecke einer Bettlerin und ihren Kindern zuzuwerfen. Dieser sympathische Zug der Identifikationsfigur wird noch durch Tills Aussehen verstärkt: roter Haarschopf, Sommersprossen - fast glaubt man, man hätte es mit einer Art männlicher Pippi Langstrumpf zu tun. In Wirklichkeit wurde Tills Physiognomie jedoch der des britischen Komikers Lee Evans, der den Titelhelden im englischen Original seine Stimme leiht, nachempfunden. Ganz klar auf den internationalen Markt ausgerichtet, verblüfft "Till Eulenspiegel" obendrein mit originellen Kamerafahrten, farbenfroh gezeichneten Figuren und dem Spagat, eine Geschichte für Erwachsene wie Kinder gleichermaßen interessant aufzuarbeiten. Denn während die Älteren sich an Tills Anarcho-Humor und einem Hauch Gesellschafts-Kritik erfreuen können, dürfen die Jüngeren über die Eule Cornelius, den tollpatschig-gutmütigen Hünen Lamme oder das putzige Küken Ducky lachen. Sieht man von der kurz gehaltenen Sequenz, in der Eulenspiegel mit einer Armee von Skeletten kämpft, einmal ab, so dürfen sich auch die ganz Kleinen auf ein ungetrübtes Animationsabenteuer freuen.

Und weil sich auch die Liste der Synchronstimmen wie das Who is Who des deutschen Films liest - unter anderem sind die "Der Schuh des Manitu"-Protagonisten Christian Tramitz (als Cornelius) und Rick Kavanian (als Magischer Spiegel) sowie Mario Adorf (als Bürgermeister), Veronika Ferres (als Nele) und Katharina Thalbach (als Katharina) mit an Bord - hat dieser Eulenspiegel durchaus das Zeug zum Blockbuster, sprich: anders als bei "Die furchtlosen Vier" und "Hilfe, ich bin ein Fisch" sollte die Eine-Million-Zuschauer-Hürde dieses Mal zu knacken sein. lasso.

Sprecher:  Mario Adorf   als Bürgermeister
  Veronica Ferres   als Nele
  Benedict Weber   als Till
  Christian Tramitz   als Cornelius
  Dieter Landuris   als Hauptmann
  Rick Kavanian   als Magischer Spiegel
  Oliver Mink   als Lamme
  Hannes Jaenicke   als Pickelhauber
  Katharina Thalbach   als Katharina
  Patrick Flecken   als König
  Regina Lemnitz   als Nanny
  Bernd Simon   als Ducky
 
Regie:  Eberhard Junkersdorf  
Buch:  Christopher Vogler  
  Peter Carpentier  
  Eberhard Junkersdorf  
Musik:  Søren Hyldgaard  
  George Keller  
Produzent:  Eberhard Junkersdorf  
 

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