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Tintenherz

Literaturverfilmung über ein geheimnisvolles Buch, dessen Figuren plötzliche keine Fiktion mehr sind.


Tintenherz

Leihvideo

Erhältlich seit:
17.04.2009

Originaltitel: Inkheart

Fantasy

Deutschland/Großbritannien/USA 2007
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 12

Brendan Fraser
Paul Bettany
Jim Broadbent

Regie: Iain Softley
Warner Home Video Germany

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Eine spannende Reise in die magische Welt der Bücher nach dem Bestseller von Cornelia Funke.

"Mo" Folchart und seine Tochter stöbern im Antiquariat (Foto: Warner) Großansicht

"Mo" Folchart und seine Tochter stöbern im Antiquariat (Foto: Warner)

Wer kennt nicht den Buchbinder Mo Fochart (Brendan Fraser) und seine Tochter Meggie (Eliza Bennett) aus Cornelia Funkes Bestseller? Die beiden lieben Bücher und verfügen über die außergewöhnliche Fähigkeit, Figuren aus den Büchern zum Leben zu erwecken, wenn sie laut daraus vorlesen. Das ist allerdings nicht ungefährlich, denn sobald eine Romanfigur in die reale Welt tritt, muss ein echter Mensch in den Seiten verschwinden.

Als die zwei mal wieder in einem Antiquariat in alten Büchern stöbern, hört Mo plötzlich Stimmen. Als er das Exemplar findet, aus dem sie stammen, bekommt er eine Gänsehaut: Es ist "Tintenherz", das er sucht, seit Meggie drei Jahre alt war.

Mo bittet Fenoglio um Hilfe (Foto: Warner) Großansicht

Mo bittet Fenoglio um Hilfe (Foto: Warner)

Günstige Gelegenheit

Damals las er seiner Frau Resa vor, und der Böse Capricorn (Andy Serkis) und seine finstren Gesellen katapultierten sich in die Wirklichkeit, während Resa in der mystischen mittelalterlichen Tintenwelt mit ihren Burgen und seltsamen Wesen verschwand. Endlich die Gelegenheit, Resa zu befreien!

Doch der Schurke Capricorn vereitelt das Unterfangen, entführt Meggie und verlangt von Mo, weitere Fieslinge aus dem Buch zum Leben zu erwecken. Mo hat nur eine Chance, seine Tochter zu retten und die Buchfiguren wieder in ihre angestammte Welt der Buchseiten zu verbannen. Er bittet eine bunt zusammen gewürfelte Schar von Freunden aus der realen Welt und dem Bücherreich um Hilfe. Gemeinsam begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise, um die alte Ordnung wieder herzustellen.

Die Buchfiguren mischen sich unter die realen Menschen (Foto: Warner) Großansicht

Die Buchfiguren mischen sich unter die realen Menschen (Foto: Warner)

Alltag und Fantasy

"Tintenherz" wurde in 20 Sprachen übersetzt. Die Fantasiegestalten und die märchenhafte Atmosphäre fängt Funkes Wunschregisseur Iain Softley perfekt in seinem filmischen Fantasy-Abenteuer ein. Grandios verbindet er die zauberhafte Geschichte mit dem Alltag fantastischer Imperien zu einem Kindheitstraum aus digitaler Animation und spannender Action.

Cornelia Funke, die es sich nicht nehmen ließ, bei den Dreharbeiten vorbeizuschauen, ist mit dem Resultat rundum zufrieden und schwärmt: "real, schnörkellos und wunderbar". Recht hat sie.

Tintenherz

Iain Softleys Adaption von Cornelia Funkes Bestseller-Roman ist stilvolles Fantasy-Abenteuer und zugleich elegante Hommage an die wunderbare Welt des geschriebenen Wortes.

Eigentlich hat Cornelia Funke, die Joanne K. Rowling aus dem westfälischen Dorsten und frischgebackene Bambi-Gewinnerin in der Kategorie "Kultur", durch die Verfilmungen ihrer Bücher "Herr der Diebe" und "Die wilden Hühner" ihre Leinwandtauglichkeit bereits hinlänglich bewiesen. Dennoch markiert die Adaption von "Tintenherz" in Bezug auf den produktionstechnischen Aufwand und die internationale Ausrichtung ihr bisheriges Meisterstück. Wie wichtig ihr eine adäquate Umsetzung des ersten Teils ihrer "Tintenwelt"-Trilogie war, lässt sich auch daran erkennen, dass Funke hier erstmals als Produzentin auftritt. Dadurch konnte sie zum einen Iain Softley, der ihrer Meinung nach mit "Die Flügel der Taube" eine der besten Romanverfilmungen inszeniert hat, als Regisseur gewinnen, zum anderen durchsetzen, dass an Originalschauplätzen wie etwa im malerischen Ligurien gedreht wurde. Spielte "Herr der Diebe" noch in der realen Welt von Venedig, so bekommt man in "Tintenherz" nun ein anderes, fantastischeres Italien zu Gesicht, schließlich handelt die Geschichte von zwei Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten. Mo (Brendan Fraser) und seine zwölfjährige Tochter Meggie (Eliza Hope Bennett) sind Büchernarren und haben die einzigartige Gabe, Figuren aus den Romanen zum Leben zu erwecken, aus denen sie laut vorlesen. Doch als Gegenleistung muss dafür ein Mensch aus der realen Welt in die irreale entschwinden. Genau das ist einst mit Meggies Mutter Resa (Sienna Guillory) geschehen. Bisher sind allerdings sämtliche Rückholaktionen von Mo gescheitert. Denn Capricorn (Andy Serkis), der aus dem Roman "Tintenherz" herausgelesene Bösewicht, hat Resa in seiner Gewalt. Damit will er Mo und Meggie erpressen und sie dazu zwingen, immer mehr finstere Literatur-Gestalten in die Wirklichkeit "hineinzulesen", um dort Angst und Schrecken zu verbreiten.

"Tintenherz" ist ein erlesen und stillvoll fotografiertes Abenteuer, bei dem Roger Pratt seine Erfahrungen als Kameramann der beiden Harry-Potter-Filme "Feuerkelch" und "Kammer des Schreckens" in die Waagschale werfen konnte. Dennoch haben wir es hier weniger mit einem Effektespektakel zu tun - in der Fantasy-Welt ist das Bild lediglich verzerrt, man flüstert und zudem kann man die fiktiven Gestalten an ihren Buchstaben-Tattoos erkennen - Funke und somit auch Softley haben eher eine Hommage an die Literatur im Allgemeinen, das gebundene Buch im Besonderen im Sinn. Und so steckt der Film voller Anspielungen, mal huscht Rapunzel durchs Bild, dann wird aus "1001 Nacht" vorgelesen oder in den "Abenteuern des Huckleberry Finn" geschmökert. Und auch Funke selbst hat sich verewigt, wenn sie ihr Alter Ego Jim Broadbent alias Fenoglio, den fiktiven Autoren des Buchs im Buch, seufzen lässt: "Writing is a lonely thing". Allen Liebesbeteuerungen zum geschriebenen Wort zum Trotz soll "Tintenherz" natürlich in erster Linie großes Entertainment sein, und für dieses stehen vor allem Brendan Fraser, der bis auf die Selbstironie seinen "Mumien"-Part variiert, Paul Bettany als sympathischer Grenzgänger Staubfinger nebst putzigem Frettchen, Andy "Gollum" Serkis als schurkischer Capricorn und natürlich die magischen Feuerhände, die man sich in frostigen Zeiten wie diesen am liebsten selbst herbeizaubern würde. lasso.

Darsteller:  Brendan Fraser   als Mo Folchart
  Paul Bettany   als Staubfinger
  Jim Broadbent   als Fenoglio
  Helen Mirren   als Elinor Loredan
  Andy Serkis   als Capricorn
  Eliza Hope Bennett   als Meggie Folchart
  Rafi Gavron   als Farid
 
Regie:  Iain Softley  
Buch:  David Lindsay-Abaire  
Musik:  Javier Navarrete  
Kamera:  Roger Pratt  
Produzent:  Iain Softley  
  Cornelia Funke  
  Diana Pokorny  
 

Tintenherz in der Fotoshow

 

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