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To Kill a King

Period Drama vor dem Hintergrund des Englischen Bürgerkriegs Mitte des 17. Jahrhunderts über die Freundschaft zwischen den ungleichen Weggefährten Cromwell und Fairfax.


To Kill a King

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Erhältlich seit:
12.02.2009

Historienfilm

Großbritannien 2002
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 12

Dougray Scott
Tim Roth
Rupert Everett

Regie: Mike Barker
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To Kill a King

Während Amerika und Frankreich ihre "Civil Wars" schon immer und ausführlich zum Leinwandthema machten, ist der Englische Bürgerkrieg in dieser Hinsicht relativ unberührt. 1970 war die Geschichte um den idealistischen Revolutionär Oliver Cromwell schon einmal Vorlage für einen Spielfilm; damals spielte diesen Richard Harris neben Alec Guinness als König Charles I., der charismatische Lord Fairfax musste sich mit einer Nebenrolle begnügen. Mike Barkers ("Best Laid Plans") Period Drama konzentriert sich nun auf dessen Geschichte und die seiner Freundschaft zu seinem Weggefährten Cromwell, der zum Gegner wird, als sich die Frage stellt, wie sich ein neues England nach dem Bürgerkrieg konstituieren soll - und was man mit einem König geschieht, der besiegt aber lebendig im Wege steht.

Schwer zu überwindende Hindernisse standen auch der Produktion von "To Kill A King" im Weg, die sich letztlich über sechs Jahre hinzog - wegen gescheiterter Finanzierung wurden die Dreharbeiten zweimal gestoppt und schließlich für knapp die Hälfte des geplanten Budgets abgeschlossen. Möglicherweise verursachte das Fehlen von US-Namen auf der Castliste einige der Probleme. Dafür liefern sich nun der stets faszinierende Tim Roth in der Rolle Cromwells mit einem überraschenden Rupert Everett als King Charles ein unter die Haut gehendes Duell, während Dougray Scott in der Erzählerrolle des attraktiven Lord Fairfax in erster Linie eine gute Figur macht.

Vom ersten Auftritt an unterstreichen Barker und seine Drehbuchautorin Jenny Mayhew den Unterschied zwischen ihren Protagonisten: Während sie Fairfax als gütigen Mann zwischen Königstreue und dem Glauben an die Notwendigkeit von Reformen sehen, ist Cromwell hier der Fanatiker, der den charismatischen Fairfax an seiner Seite braucht, um die Unterstützung des Volks zu sichern: der Bauernsohn, der vom attraktiven Aristokraten und seiner schönen adeligen Lady Anne (Olivia Williams) angezogen und neidisch (wenn nicht eifersüchtig) ist auf deren leidenschaftlichen Gefühle - was die ungleichen Männer erst verbindet, wird am Ende Grund für ihre Trennung.

Dazwischen liegt ein dialog- und auf die beginnenden Brüche in der ungewöhnlichen Freundschaft konzentrierter Akt: Als die Schlacht geschlagen ist und die Politik beginnt, offenbart sich Cromwells Überzeugung, dass nur die totale Revolution zum Erfolg führen könnte, während Fairfax darauf hofft, Veränderungen auf rationalem Weg ohne weiteres Blutvergießen durchzusetzen. Das Beharren des unter Arrest gestellten Königs auf sein gottgegebenes Recht endet damit, dass Cromwell das Gesetz in die eigenen Hände nimmt und Charles I. im Januar 1649 zum Schafott führt. Rupert Everett beeindruckt mit einem pointierten Porträt des Regenten, der dem Untergang von allem, an das er glaubt und auf das er vertraut, mit todgeweihtem Blick ins Auge sieht und lässt in der Exekutionsszene selbst den überzeugtesten Republikanern den Atem stocken. Von nun an übernimmt Tim Roth als schillernder Cromwell das Ruder - und dominiert den Film mit der kaltherzigen Rücksichtslosigkeit des Underdogs, der aus dem Schatten seines adeligen Gefährten tritt.

Viel Raum lässt Barker seinen brillanten Schauspielern, und großartige Schauwerte, die die Klassen- und moralischen Differenzen zwischen Royalisten und Republikanern verdeutlichen, verhindern, dass der Film zu einer reinen Kostüm-Talkshow wird, sondern zu einem spannenden historischen Thriller, der hinter den geschichtlichen Ereignissen die menschlichen Triebkräfte spürbar werden lässt. Der Film zeigt auf ungewöhnlich "unzeitgemäße" Art Interesse an Ideen und daran, wie sie im öffentlichen Leben funktionieren. Leider wird die dringende politische und moralische Debatte, die Fairfax und Cromwell ausfechten, durch historische Ungenauigkeiten und in dieser Hinsicht insbesondere dadurch abgeschwächt, dass Fairfax vernünftig und einnehmend gezeichnet und Cromwell zu einem totalitären irren Monster gemacht wird, das erst am Ende auf dem Totenbett menschliche Züge erhält. cm.

To Kill a King

Die Liebe zu seiner Frau, die Freundschaft zu seinem alten Kampfgefährten und die Treue zu seiner adligen Herkunft. Das sind die Gefühle, die in Thomas Fairfx' (Dougray Scott) Brust miteinander kämpfen - und ihm beinahe zum Verhängnis werden ...

Gemeinsam haben sie gegen den König (Rupert Everett) gekämpft, der mit den heiligsten Grundsätzen der englischen Tradition brechen und das Parlament entmachten wollte. Fairfax als oberster Kriegsherr der Revolutionsarmee, Oliver Cromwell (Tim Roth) als sein wichtigster Kampfgefährte. Doch nach dem Sieg über die Krone treten die Gegensätze zwischen ihnen umso deutlicher hervor. Der adelige Fairfax will eine gerechtere Gesellschaft und Milde gegenüber den ehemaligen Feinden walten lassen. Der aus einfachen Verhältnissen stammende Cromwell beharrt auf bedingungsloser Härte gegen die ehemalige Herrscherklasse, und vor allem darauf, dass der König hingerichtet wird.

Der Konflikt eskaliert, als Lady Anne Fairfax (Olivia Williams), Thomas' Frau, als Drahtzieherin zur Befreiung des Königs beiträgt. Aber nach wenigen Tagen gelingt es Cromwell und seinen Häschern den Monarchen aufzuspüren, gefangen zu nehmen und einen Schauprozess zu initiieren, dessen Ausgang von vornherein feststeht. Der König wird verurteilt und enthauptet.

Nun ist auch das Leben von Thomas und Anne Fairfx in Gefahr. Doch statt zu flüchten will er seinem ehemaligen Freund zuvorkommen, Cromwell soll ermordet werden. Doch die Ereignisse überschlagen sich, das Ende aller ist absehbar ...

Quelle: EuroVideo

Darsteller:  Dougray Scott   als Thomas Fairfax
  Tim Roth   als Oliver Cromwell
  Rupert Everett   als König Charles I.
  Olivia Williams   als Lady Anne Fairfax
  Steven Webb  
  James Bolam  
  Finbar Lynch  
  Corin Redgrave  
 
Regie:  Mike Barker  
Buch:  Jenny Mayhew  
Kamera:  Eigil Bryld  
Produzent:  Kevin Loader  
 

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