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Leihvideo
Erhältlich seit:
26.10.2004
Deutschland/Österreich/Großbritannien 2003
Laufzeit: 87 Min.
FSK: ab 12
Ken Duken
Eva Hassmann
Sebastian Koch
Regie: Curt M. Faudon
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Es muss nicht immer Komödie, Kinderfilm oder Zeichentrick aus deutschen Landen sein. Neben Mennan Yapos Thriller "Lautlos" will im April auch die britisch-deutsch-österreichische Koproduktion "Tödlicher Umweg" stattdessen mit Action und Nervenkitzel ein breites Publikum generieren. Die mit Jungmime Ken Duken, TV-Größe Sebastian Koch und Eva Hassmann ("Otto - Der Katastrofenfilm") interessant besetzte Mixtur aus Peter Weirs "Truman Show" und David Finchers "The Game" erreicht zwar nicht die Klasse ihrer Vorbilder, bietet aber durchaus ansprechende Unterhaltung der (manchmal unfreiwillig?) humorvollen und auch spannenden Art.
Unter der Regie des in New York lebenden Österreichers Curt Faudon, der bisher als Macher von Dokumentationen wie "Überwintern - Ein anderes Tirol" oder "Steiermark - Leben im Weinland" in Erscheinung trat, darf Ken Duken ("100 Pro") sich selbst spielen - den aufstrebenden Jungschauspieler Adrian, der sich gerade auf einer Autofahrt von den österreichischen Alpen zu einem Casting nach München befindet. Nach einer seltsamen Begegnung mit einer mysteriösen Blondine (lebt von ihren physiognomischen Qualitäten: Eva Hassmann) und deren eifersüchtigen Liebhaber (wie gewohnt souverän: Sebastian Koch) sowie einer durch einen Bergrutsch verursachten Änderung des Routenplans landet Adrian schließlich in einem verschlafenen Bergdorf. Dort läuft er nicht nur dem ominösen Pärchen wieder über den Weg, sondern gerät auch noch unter Mordverdacht. Und während der Polizist Karl (August Schmölzer) immer mehr Beweise findet, die den jungen Schauspieler belasten, erkennt Adrian plötzlich, dass er lediglich als Marionette für ein teuflisches Spiel missbraucht wird. Oder ist es am Ende gar er selbst, der hier die Fäden zieht? Wer ist wirklich er selbst und wer spielt nur eine Rolle, wer hat die Macht und wer ist das Opfer? Jetzt gilt es für alle Beteiligten, die Grenzen zwischen Sein und Schein auszuloten.
Im Gegensatz zur "Truman Show", bei der der Zuschauer stets einen Informationsvorsprung gegenüber dem bedauernswerten Titelhelden besitzt, sieht sich der Betrachter bei "Tödlicher Umweg" zunächst mit einem klassischen Krimistoff konfrontiert. Dessen Dramaturgie funktioniert indes nur bedingt, da etwaige Spannungsmomente durch hölzerne Dialoge und das manierierte Spiel der Darsteller - allen voran Ken Duken und Eva Hassmann - weitgehend eliminiert werden. Erst als das Publikum erfährt, dass hier in Wirklichkeit eine Reality-Show im großen Stil abgezogen wird, geraten die unfreiwillig komisch wirkenden Elemente in den Hintergrund und es kommt eine gewisse Spannung auf. Einige Spezialeffekte wurden für europäische Verhältnisse befriedigend inszeniert, wenn auch die Geräusche auf der Tonspur mehr implizieren als auf der Leinwand tatsächlich zu sehen ist. Adäquat unwirtlich die raue Bergwelt, für die Kärnten der ideale Schauplatz war, trefflich besetzt der sowohl im Kino ("Das fliegende Klassenzimmer") als auch im Fernsehen ("Die Manns") populäre wie erfolgreiche Sebastian Koch als zwielichtig-brutaler Strippenzieher, etwas übereifrig Ken Duken, dessen letzten beiden Arbeiten "Kiss & Run" und "Nitschewo" bis dato nicht ins Kino kamen, und reichlich überfordert Eva Hassmann, die hier an die Grenzen ihrer Ausdrucksmöglichkeiten stößt. Dennoch ist es absolut lobenswert, dass sich deutschsprachige Filmemacher immer wieder neuen Herausforderungen stellen und sich auch in anderen Genres versuchen. Unter diesem Aspekt darf "Tödlicher Umweg" also durchaus als gelungenes Experiment angesehen werden. lasso.
| Darsteller: | Ken Duken | als Adrian | |
|---|---|---|---|
| Eva Hassmann | als Julia | ||
| Sebastian Koch | als Philipp | ||
| Michou Friesz | als Senta | ||
| August Schmölzer | als Karl | ||
| Manfred Lukas-Luderer | als Brenner | ||
| Rosie Alvarez | als Ärztin | ||
| Grant Russel | als Groß | ||
| Susanna Wohlsein | als Svenja | ||
| Regie: | Curt M. Faudon | ||
| Buch: | Franz Berner | ||
| Benedikt Röskau | |||
| Thomas Eifler | |||
| Susanne Beck | |||
| Curt M. Faudon | |||
| Musik: | Gerd Schuller | ||
| Kamera: | Hans Selikovsky | ||
| Produzent: | Dieter Pochlatko | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:1,78/16:9
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