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Tödlicher Umweg

Ein Schauspieler ist ohne sein Wissen Hauptdarsteller in einer mörderischen Reality-Show.


Tödlicher Umweg

Leihvideo

Erhältlich seit:
26.10.2004

Thriller

Deutschland/Österreich/Großbritannien 2003
Laufzeit: 87 Min.
FSK: ab 12

Ken Duken
Eva Hassmann
Sebastian Koch

Regie: Curt M. Faudon
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Eine Irrfahrt mit Folgen: Shooting Star Ken Duken gerät unter Mordverdacht und kämpft um sein Leben.

Nichts wie weg von diesen Wahnsinnigen. Adrian auf der Flucht (Foto: Stardust) Großansicht

Nichts wie weg von diesen Wahnsinnigen. Adrian auf der Flucht (Foto: Stardust)

Alles paletti für den Jungschauspieler Adrian (Ken Duken): Er ist auf dem Weg zum Casting nach München, hofft auf seine erste große Hauptrolle.

Doch wegen eines Bergrutsches muss er die Route wechseln, Auftakt für den "tödlichen Umweg" - eine grauenvolle Horror-Irrfahrt, die kein Ende zu nehmen scheint.

Eine mysteriöse Blondine und ihr eifersüchtiger Lover kreuzen seinen Weg, ein Unfallfallopfer verschwindet in Nullkommanix, dazu ein verbohrter Polizist und zwei durchgeknallte Typen, die ihn verfolgen und für den Mörder halten.

Julia: blondes Gift, schön und gefährlich (Foto: Stardust) Großansicht

Julia: blondes Gift, schön und gefährlich (Foto: Stardust)

Besser als Reality-TV

Das pure Grauen. Irgendwann verwischen sich die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit, beginnt für den an seinem Verstand zweifelnden Sunnyboy ein wahrer Alptraum, geht es nur noch ums nackte Überleben.

Hier kommt es dicker als in jeder TV-Reality-Show. Nach Paranoia, Panik und Psychoterror wartet die überraschende Auflösung.

Tödlicher Umweg

Es muss nicht immer Komödie, Kinderfilm oder Zeichentrick aus deutschen Landen sein. Neben Mennan Yapos Thriller "Lautlos" will im April auch die britisch-deutsch-österreichische Koproduktion "Tödlicher Umweg" stattdessen mit Action und Nervenkitzel ein breites Publikum generieren. Die mit Jungmime Ken Duken, TV-Größe Sebastian Koch und Eva Hassmann ("Otto - Der Katastrofenfilm") interessant besetzte Mixtur aus Peter Weirs "Truman Show" und David Finchers "The Game" erreicht zwar nicht die Klasse ihrer Vorbilder, bietet aber durchaus ansprechende Unterhaltung der (manchmal unfreiwillig?) humorvollen und auch spannenden Art.

Unter der Regie des in New York lebenden Österreichers Curt Faudon, der bisher als Macher von Dokumentationen wie "Überwintern - Ein anderes Tirol" oder "Steiermark - Leben im Weinland" in Erscheinung trat, darf Ken Duken ("100 Pro") sich selbst spielen - den aufstrebenden Jungschauspieler Adrian, der sich gerade auf einer Autofahrt von den österreichischen Alpen zu einem Casting nach München befindet. Nach einer seltsamen Begegnung mit einer mysteriösen Blondine (lebt von ihren physiognomischen Qualitäten: Eva Hassmann) und deren eifersüchtigen Liebhaber (wie gewohnt souverän: Sebastian Koch) sowie einer durch einen Bergrutsch verursachten Änderung des Routenplans landet Adrian schließlich in einem verschlafenen Bergdorf. Dort läuft er nicht nur dem ominösen Pärchen wieder über den Weg, sondern gerät auch noch unter Mordverdacht. Und während der Polizist Karl (August Schmölzer) immer mehr Beweise findet, die den jungen Schauspieler belasten, erkennt Adrian plötzlich, dass er lediglich als Marionette für ein teuflisches Spiel missbraucht wird. Oder ist es am Ende gar er selbst, der hier die Fäden zieht? Wer ist wirklich er selbst und wer spielt nur eine Rolle, wer hat die Macht und wer ist das Opfer? Jetzt gilt es für alle Beteiligten, die Grenzen zwischen Sein und Schein auszuloten.

Im Gegensatz zur "Truman Show", bei der der Zuschauer stets einen Informationsvorsprung gegenüber dem bedauernswerten Titelhelden besitzt, sieht sich der Betrachter bei "Tödlicher Umweg" zunächst mit einem klassischen Krimistoff konfrontiert. Dessen Dramaturgie funktioniert indes nur bedingt, da etwaige Spannungsmomente durch hölzerne Dialoge und das manierierte Spiel der Darsteller - allen voran Ken Duken und Eva Hassmann - weitgehend eliminiert werden. Erst als das Publikum erfährt, dass hier in Wirklichkeit eine Reality-Show im großen Stil abgezogen wird, geraten die unfreiwillig komisch wirkenden Elemente in den Hintergrund und es kommt eine gewisse Spannung auf. Einige Spezialeffekte wurden für europäische Verhältnisse befriedigend inszeniert, wenn auch die Geräusche auf der Tonspur mehr implizieren als auf der Leinwand tatsächlich zu sehen ist. Adäquat unwirtlich die raue Bergwelt, für die Kärnten der ideale Schauplatz war, trefflich besetzt der sowohl im Kino ("Das fliegende Klassenzimmer") als auch im Fernsehen ("Die Manns") populäre wie erfolgreiche Sebastian Koch als zwielichtig-brutaler Strippenzieher, etwas übereifrig Ken Duken, dessen letzten beiden Arbeiten "Kiss & Run" und "Nitschewo" bis dato nicht ins Kino kamen, und reichlich überfordert Eva Hassmann, die hier an die Grenzen ihrer Ausdrucksmöglichkeiten stößt. Dennoch ist es absolut lobenswert, dass sich deutschsprachige Filmemacher immer wieder neuen Herausforderungen stellen und sich auch in anderen Genres versuchen. Unter diesem Aspekt darf "Tödlicher Umweg" also durchaus als gelungenes Experiment angesehen werden. lasso.

Darsteller:  Ken Duken   als Adrian
  Eva Hassmann   als Julia
  Sebastian Koch   als Philipp
  Michou Friesz   als Senta
  August Schmölzer   als Karl
  Manfred Lukas-Luderer   als Brenner
  Rosie Alvarez   als Ärztin
  Grant Russel   als Groß
  Susanna Wohlsein   als Svenja
 
Regie:  Curt M. Faudon  
Buch:  Franz Berner  
  Benedikt Röskau  
  Thomas Eifler  
  Susanne Beck  
  Curt M. Faudon  
Musik:  Gerd Schuller  
Kamera:  Hans Selikovsky  
Produzent:  Dieter Pochlatko  
 

Fassungen

 

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Features

 

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