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Tödliches Vertrauen

Schnörkelloser, nach klassischem Muster inszenierter Suspense-Krimi um einen bösen Stiefvater.


Tödliches Vertrauen

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Erhältlich seit:
07.06.2006

Originaltitel: Domestic Disturbance

Thriller

USA 2001
Laufzeit: 89 Min.
FSK: ab 16

John Travolta
Teri Polo
Vince Vaughn

Regie: Harold Becker

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Tödliches Vertrauen

Für den zwölfjährigen Danny wird die Hochzeit seiner Mutter mit dem dubiosen Rick zu einem Horrortrip. Unfreiwillig muss er mit ansehen, wie der zukünftige Stiefvater seinen ehemaligen Komplizen Ray ersticht und dessen Leiche verbrennt. Danny, der für seinen lockeren Umgang mit der Wahrheit bekannt ist, versucht Rick zu enttarnen, doch niemand glaubt ihm. Nur sein leiblicher Vater, der Bootsbauer Frank Morrison, erkennt, welche schleichende Gefahr von seinem potentiellen Nachfolger ausgeht. Ein tödliches Kräftemessen beginnt...

Routiniert setzt Harold Becker ("Sea of Love") in seinem packenden Thriller altbekannte Spannungsbringer, wie Badezimmerspiegel und plötzlich äußerst vitale "Tote", ein. Nach seinem Fiesling in "Passwort: Swordfish" darf John Travolta wieder einmal den Guten mimen und tut dies mit überzeugender Entschlossenheit. Vince Vaughn hingegen bleibt leider nicht viel Gelegenheit, die Zuschauer im Unklaren zu belassen, wer hier der Beelzebub ist. Dennoch sind die Darsteller das Herausragende an diesem soliden, gewalttätigen Machtkampf.

Tödliches Vertrauen

Herzensgut oder halbseiden: Seit seinem Comeback mit "Pulp Fiction" pendelt John Travolta bei der Wahl seiner Rollentypen zwischen diesen beiden Grundcharakterzügen. Nach der Porträtierung eines aalglatten Designergangsters in "Passwort: Swordfish" lässt er nun in dem routinierten Thriller "Domestic Disturbance" wieder die eines verantwortungsbewussten Familienvaters folgen. Als Opponent steht ihm Vince Vaughn ("Psycho") gegenüber, der sich als undurchsichtiger Stiefvater von Travoltas zwölfjährigen Sohn als potentielle tödliche Bedrohung erweist. Bei der grundsoliden Inszenierung dieses Face/Offs zwischen Gut und Böse zaubert der bewährte Suspensespezialist Harold Becker ("Sea Of Love") viele klassische Kniffe aus seiner Trickkiste und garantiert geradlinige Unterhaltung.

Die Schwarzweiß gemalten Fronten werden gleich zu Beginn unmissverständlich gesteckt. Frank Morrison (Travolta) wird als ehrlicher Bootsbauer in einer verschlafenen Küstenkleinstadt eingeführt, für den Integrität und nicht der allmächtige Dollar oberstes Gebot ist. Seine geschiedene Frau Susan (Teri Polo aus "Meine Braut, ihr Vater und ich") steht trotz des rebellischen Protests ihres Sohns Danny (Matt O'Leary) kurz davor, den neu zugezogenen Unternehmer Rick Barnes (Vaughn) zu ehelichen, der reich und gutaussehend ist und damit nach alt bekannter Hollywood-Formel automatisch suspekt sein muss. Bei der Hochzeit werden die Verdachtsmomente mit dem Auftauchen seines alten Bekannten Ray (Steve Buscemi), einem schmierigen Herumtreiber, umgehend bestätigt. Rays Figur wird mit seiner Bemerkung, dass es keinen Pornoladen im Ort gäbe, eindeutig definiert. Er fordert von Rick einen Batzen Geld - für einen gemeinsam begangenen Coup, den er mit einem Gefängnisaufenthalt bezahlt hat. Um sich den lästigen Partner vom Hals zu schaffen, ersticht Rick ihn in seinem Auto und verbrennt die Leiche in einer Ziegelfabrik. Danny, der sich auf dem Wagenboden versteckt gehalten hatte, wird unfreiwillig Zeuge der Tat. Doch keiner will dem Jungen glauben, der einen Hang zum Flunkern hat. Lediglich sein Vater Frank erkennt nach anfänglicher Skepsis, dass Rick tatsächlich ein skrupelloser Mörder sein könnte. Eine Konfrontation auf Leben und Tod bahnt sich an.

Trotz des - zugegeben routinierten - Einsatzes altbekannter Spannungsmittel, wie die beliebte Einstellung, die den Übeltäter beim zweiten Kameraschwenk im Badezimmerspiegel sichtbar macht oder wenn der scheinbar außer Gefecht gesetzte Killer plötzlich aus seiner horizontalen Lage verschwunden ist, kann "Domestic Disturbance" punkten - vor allem ein Verdienst der Darsteller, die ihre Rollen optimal ausfüllen. Travolta glänzt als sympathischer Good Guy, der für das Wohlergehen seiner Familie alles opfern würde. Vaughn wiederum überzeugt als fieser Psychopath, auch wenn er allzu schnell als solcher entlarvt wird. Eine gewisse Ambivalenz hätte in dieser Hinsicht sicherlich nicht geschadet. Polo in der Mutterrolle ist dazu verdammt, bis zur Fehlgeburt im Gewalt durchtränkten Finale ahnungslos zu sein: Hier haben die Männer die Hosen an. Zuschauer auf der Suche nach einem schnörkellosen Standardkrimi mit Starbesetzung werden sich so oder so gut unterhalten fühlen. ara.

Darsteller:  John Travolta   als Frank Morrison
  Teri Polo   als Susan
  Vince Vaughn   als Rick Barnes
  Matt O'Leary   als Danny Morrison
  Susan Floyd   als Diane
  Steve Buscemi   als Ray Coleman
  Chris Ellis   als Detective Warren
  Debra Mooney   als Theresa
  Nick Loren   als Officer Foxx
  James Lashly   als Jason
  Rebecca Tilney   als Laurie
  Leland L. Jones   als Coach Mark
  Ruben Santiago-Hudson   als Sgt. Edgar Stevens
  Angelica Torn   als Patty
 
Regie:  Harold Becker  
Buch:  Lewis Colick  
Musik:  Mark Mancina  
Kamera:  Michael Seresin  
Produzent:  Donald DeLine  
  Jonathan D. Krane  
 

Tödliches Vertrauen in der Fotoshow

 

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Features

 

Star

John Travolta

Als Sohn sizilianischer und irischer Immigranten errang Travolta ersten Ruhm als großspuriger Vinnie Barbarino in der TV-Serie "Welcome Back...

 

Star

Vince Vaughn

Er gehört zu den ewigen Junggesellen, zum eingeschworenen Männerverein und zum kleinen Kreis guter Kumpels, die ihre wilden Jahre aufleben...