Der Ladenbesitzer Paris Trout gewährt auch Schwarzen Kredite, etwa dem jungen Henry, der sich unbedingt ein Auto kaufen will. Nach einem Unfallschaden kommt es zum Streit wegen ausstehender Ratenzahlungen. Aufgebracht dringt Trout ins Haus von Henrys Familie ein, schießt auf seine Mutter und die kleine Schwester. Als das Mädchen stirbt, wird Trout, der keinerlei Schuldbewußtsein zeigt, vor Gericht gestellt. Seine Verteidigung übernimmt ein befreundeter Anwalt, der sich aber im Verlauf der Verhandlung immer mehr zu Trouts Frau Hanna hingezogen fühlt, die ihren brutalen Mann inzwischen verlassen hat. Als Trout, für ihn unfaßbar, zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt wird, schreckt er vor nichts mehr zurück.
Für sein Gewaltepos um die Rassenkonflikte der Südstaaten hätte Regisseur Stephen Gyllenhaal ("Twin Peaks") keinen besseren Hauptdarsteller wählen können als "Blue Velvet"-Wüterich Dennis Hopper. Er verleiht dem neurotischen Rassisten Paris Trout jene faszinierend morbide Aura, die ihn völlig von seiner Umwelt - "Zwei Welten"-Barbara Hershey als Gattin zwischen ehelichem Treueschwur und moralisch intaktem Wertsystem und Ed Harris ("Abyss") als Anwalt mit Fähigkeit zur Selbsterkenntnis - isoliert. Nach dem gleichnamigen Roman von Pete Dexter entstanden, sollte die Videopremiere mit der Top-Besetzung beim interessierten Publikum gute Chancen haben.