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Tony Takitani

Erste Verfilmung einer Kurzgeschichte des japanischen Bestseller-Autors Haruki Murakami.


Tony Takitani

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Erhältlich seit:
28.10.2005

Drama

Japan 2004
Laufzeit: 76 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Issei Ogata
Rie Miyazawa
Takahumi Shinohara

Regie: Jun Ichikawa
AL!VE Vertriebs- und Marketing AG

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Erste Verfilmung einer Kurzgeschichte des japanischen Bestseller-Autors Haruki Murakami.

Tony vertieft sich in die Malerei (Foto: Celluloid Dreams (Alamode)) Großansicht

Tony vertieft sich in die Malerei (Foto: Celluloid Dreams (Alamode))

Der einsame Tony Takitani (Issey Ogata) begegnet eines Tages seiner großen Liebe - und heiratet sie kurz darauf. Durch Eiko (Rie Miyazawa) lernt er nach einer lieblosen Kindheit endlich Zuneigung und Geborgenheit kennen. Die Traumfrau hat nur einen Fehler: Sie ist süchtig nach Designerklamotten.

Als die Stoffmengen in der Wohnung unübersichtlich werden, bittet Tony Eiko, sich etwas einzuschränken. Kurz darauf stirbt Eiko bei einem Unfall und Tony ist wieder allein. Also gibt er eine Anzeige auf, um eine Frau zu suchen, die Eikos Kleider aufträgt.

Wer könnte Eikos Kleiderschrank neu beleben? (Foto: Celluloid Dreams (Alamode)) Großansicht

Wer könnte Eikos Kleiderschrank neu beleben? (Foto: Celluloid Dreams (Alamode))

Bestseller-Premiere

"Tony Takatani" ist die erste Verfilmung einer Kurzgeschichte des japanischen Bestseller-Autors Haruki Murakami. Regisseur Jun Ichikawa hielt sich streng an die Vorlage und arbeitete mit klaren, reduzierten Bildern, knappen Dialogen und der Musik von Ryuichi Sakamoto.

Sein Film gewann in Locarno den FIPRESCI Preis und den Preis der Jury und wurde beim Sundance Filmfestival 2005 von Kritikern und Publikum hochgelobt.

Tony Takitani

Den Buchmarkt hat er weltweit längst erobert, der Japaner Haruki Murakami, von dessen "Naokos Lächeln" allein in Japan über vier Millionen Exemplare verkauft wurden. An Raymond Chandler erinnert sein Stil, den kurze Sätze fast ohne Adjektive prägen. Mit "Tony Takitani" liegt nun die erste Verfilmung des Bestsellerautors vor, wobei Regisseur Jun Ichikawa sich eng, ja geradezu sklavisch an die (Kurzgeschichten-)Vorlage hält. Belohnt wurde dies bereits in Locarno, wo die streng durchkomponierte Arbeit sowohl den FIPRESCI-Preis als auch den der Jury gewann.

Mit einer Literaturverfilmung im wortwörtlichen Sinn sieht man sich hier konfrontiert, mit einer Adaption, die geschriebenen Sätzen näher liegt als bewegten Bildern. Ein Erzähler liest aus dem Off einen Großteil der Handlung vor, was den hierzulande weitgehend unbekannten Regisseur Jun Ichikawa einerseits als großen Fan des Autors ausweist, andererseits dem Zuseher einen direkten Zugang zum reduzierten Ton Murakamis ermöglicht. Ein Hörbuch auf Zelluloid, das gerade durch seine Kargheit, seine Rigidität zu fesseln versteht. Wie Kapitel gliedern sich die einzelnen Szenen, die funktional das traurige Schicksal von "Tony Takitani" nacherzählen.

Als Sohn eines Jazzmusikers ist Tony viel alleine. Die Zeit vertreibt sich die Halbwaise mit Malen, er fertigt naturalistische, detailgetreue Bilder an, was zu einer Karriere als technischer Zeichner führt. Einsamkeit stellt für ihn einen natürlichen Zustand dar, als er eines Tages seine große Liebe kennen lernt und bald darauf heiratet. Tony ist glücklich, fühlt sich geborgen. Doch Ehefrau Eiko ist ein Shopaholic, süchtig nach Designerkleidung. Das Geld wird knapp, Tony bittet die Gattin sich einzuschränken. Da verunglückt Eiko tödlich. Tony ist wieder alleine, dafür im Besitz eine Unmenge von Klamotten. Er gibt ein Inserat auf, sucht nach einer Frau, die über Eikos Maße verfügt.

Eine einfache Geschichte ohne psychologische Erklärungsversuche. Die Dinge sind wie sie sind, lassen sich nicht wirklich ändern. Durchstehen, durchhalten heißt die Devise. In jedem Unglück steckt auch ein Fünkchen Glück, der existenziellen Melancholie kann manchmal ein Augenblick der Freude abgerungen werden. Dabei ändert sich für den Einzelnen wenig, was auch Ryuichi Sakamotos schwermütiges und monotones, immer wieder aufgegriffenes Klavier-Thema wunderbar belegt. Derweil beobachtet Taishi Hirokawas Kamera die wenigen, minimalistisch agierenden Schauspieler wie Insekten, dokumentiert, erzählt nicht. Langweilig? Keineswegs. Die Leinwand wird zu Papier, die Bilder zur Kalligrafie, ganz im Sinne des Schriftstellers. Dessen bevorzugte Themen vorkommen: der Krieg, der Jazz, die unergründlichen Frauen und die einsamen Männer. Wer nicht lesen will, darf sehen. Haruki Murakami verfügt schon über eine große Fangemeinde, jetzt darf Jun Ichikawa hoffen, als Filmemacher entdeckt zu werden. geh.

Tony Takitani

Tony Takitani ist ein Einzelgänger. Seine Mutter starb wenige Tage nach seiner Geburt, und sein Vater verbrachte
mehr Zeit mit seiner Jazzband als mit seinem Sohn. Einsamkeit schien für Tony ein natürlicher Zustand zu sein.
Sein Leben verändert sich jedoch grundlegend, als er sich in die attraktive Eiko verliebt, die er wenig später
heiratet. Zum ersten Mal erlebt Tony das Glück von Nähe und Geborgenheit. Dies wird allerdings getrübt durch
Eikos exzessive Leidenschaft für Designer-Kleidung. Als sich ein ganzer Raum mit den teuren Kleidungsstücken
füllt, bittet Tony seine junge Frau, ihre Einkäufe einzuschränken. Eiko stimmt ihm zu, doch keiner ahnt, welche
dramatischen Folgen diese Entscheidung haben wird...

Quelle: AL!VE

Darsteller:  Issei Ogata   als Tony / Shozaburo Takitani
  Rie Miyazawa   als Konuma Eiko / Hisako
  Takahumi Shinohara   als Tony, jung
 
Regie:  Jun Ichikawa  
Buch:  Jun Ichikawa  
Musik:  Ryuichi Sakamoto  
Kamera:  Taishi Hirokawa  
Produzent:  Motoki Ishida  
 

Tony Takitani in der Fotoshow

 

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