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Tor zum Himmel

Romantisch-skurrile Liebesgeschichte zwischen einem russischen Arbeiter und einer indischen Putzfrau an einem deutschen Flughafen.


Tor zum Himmel

Leihvideo

Erhältlich seit:
29.08.2005

Komödie

Deutschland 2003
Laufzeit: 89 Min.
FSK: ab 6

Masumi Makhija
Valeri Nikolajew
Anthony Okungbowa

Regie: Veit Helmer
absolut MEDIEN

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Romantisch-skurrile Liebesgeschichte zwischen einem russischen Arbeiter und einer indischen Putzfrau auf einem deutschen Flughafen.

Das Bodenpersonal liegt Nisha bereits zu Füßen (Foto: Prokino (Fox)) Großansicht

Das Bodenpersonal liegt Nisha bereits zu Füßen (Foto: Prokino (Fox))

Die junge Inderin Nisha sorgt mit ihrer Putzkolonne am Boden für Sauberkeit, möchte aber viel lieber als Stewardess über den Wolken Schampus servieren. Zwar sind ihre Aussichten schlecht, aber sie glaubt fest an die Erfüllung ihrer Wünsche und will ihren kleinen Sohn nach Deutschland holen.

Nachts schleicht sie sich in die Flugzeuge, um lächelnd imaginäre Passagiere zu bewirten. Dabei stößt sie auf den Russen Alexej, einen illegalen Gepäckarbeiter, der mit glänzenden Augen im Cockpit sitzt und sich vorstellt, Pilot zu sein.

Natürlich verlieben sich die beiden, aber erst einmal gibt es jede Menge Komplikationen.

Nasha und Alexej schweben im 7. Himmel (Foto: Prokino (Fox)) Großansicht

Nasha und Alexej schweben im 7. Himmel (Foto: Prokino (Fox))

Universum Flughafen

So tritt ein cleverer Afrikaner mit einer mystischen Beziehung zu Ziegen auf den Plan, dann ein Mongole, der sich mit einem zusammengebastelten Flieger auf den Heimweg machen will, eine taffe Putzfrau aus Moldawien und ein kroatischer Heizungsmonteur. Sie alle vereint die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Veit Helmer bleibt seiner Liebe zum Kino der Fantasie treu. Nach dem Ausflug ins Surreale mit "Tuvalu" entdeckt er in "Tor zum Himmel" den Untergrund des Frankfurter Flughafens. Dort wo Illegale an Förderbändern stehen, indische Putzfrauen vom Job als Stewardess träumen und täglich Tausende von Menschen mit Jumbos in die letzten Winkel der Welt fliegen, da geht ein Multi-Kulti-Paar auf fiktive nächtliche Reisen und greift gegen jegliche Vernunft nach den Sternen.

Tor zum Himmel

Veit Helmer bleibt seiner Liebe zum Kino der Fantasie treu. Nach dem Ausflug ins Surreale mit "Tuvalu" entdeckt er in "Tor zum Himmel" den Untergrund des Frankfurter Flughafens. Dort, wo Illegale an Förderbändern stehen, indische Putzfrauen vom Job als Stewardess träumen und täglich Tausende von Menschen mit Jumbos in die letzten Winkel der Welt fliegen, da geht ein Multi-Kulti-Paar auf fiktive nächtliche Reisen und greift gegen jegliche Vernunft nach den Sternen.

Wer nur die üblichen Terminals des Flughafens kennt, glaubt sich hier in einem fremden Universum. Veit Helmer erzählt von den im Hintergrund werkelnden dienstbaren Geistern. Da sorgt die junge Inderin Nisha mit ihrer Putzkolonne am Boden für Sauberkeit und möchte viel lieber als Stewardess über den Wolken Schampus servieren. Zwar sind ihre Aussichten schlecht, aber sie glaubt fest an die Erfüllung ihrer Wünsche und will ihren kleinen Sohn nach Deutschland holen. Nachts schleicht sie sich in die Flugzeuge, um lächelnd imaginäre Passagiere zu bewirten. Dabei stößt sie auf den Russen Alexej, einen illegalen Gepäckarbeiter, der mit glänzenden Augen im Cockpit sitzt und sich vorstellt, Pilot zu sein. Natürlich verlieben sich die beiden, aber erst einmal gibt es jede Menge Komplikationen und andere Figuren kennen zu lernen wie einen cleveren Afrikaner mit einer mystischen Beziehung zu Ziegen, einen Mongolen, der sich mit einem zusammengebastelten Flieger auf den Heimweg machen will, eine taffe Putzfrau aus Moldawien und einen kroatischen Heizungsmonteur - sie alle vereint die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Diese Multi-Kulti-Truppe führt ein Parallel-Leben à la "ihr da oben, wir da unten", hält zusammen wie Pech und Schwefel und wenn am Ende das Liebespaar und einige ihrer Freunde den Flughafen verlassen und Richtung Skyline fahren, wird der Ausbruch zum Neuanfang. "Tor zum Himmel" erinnert an ein großes Patchwork aus Illusionen, Glückssuche, feingesponnenem Märchen und harter Wirklichkeit. Bei diesem Zusammenprall unterschiedlicher Kulturen und Mentalitäten öffnet Helmer kleine Fenster mit Blick auf das Unbekannte, das Fremde. Zu den schönsten Szenen zählt es, wenn Nisha in der First Class eines Jumbojets eine Videokassette des indischen Hits "Dilwale Dulhania Le Jaayenge" einlegt und dazu tanzt - auch eine Verbeugung vor dem populären Bollywood-Kino.

Schon 1995 entwickelte Helmer die erste Idee zu diesem magischen Trip mit ernsten Untertönen. Er fuhr nach Belgrad, um Gordan Mihic, Drehbuchautor von Emir Kusturica-Filmen wie "Die Zeit der Zigeuner" oder "Schwarze Katze, weißer Kater", zur Mitarbeit zu gewinnen. Nach und nach sammelte er Schauspieler aus aller Herren Länder, von der Inderin Masumi Makhija über den Togolesen Sotigui Kouyate und den Deutschen Udo Kier bis hin zum Russen Valery Nikolaev, der genau die typische Mischung von Melancholie und Lebensfreude verkörpert, die wir der russischen Seele zuschreiben. Und auch der Soundtrack (Titelsong "Sleepy Eyes" von den Cultured Pearls) spiegelt den multi-ethnischen Charakter des Films wieder. "Tor zum Himmel" lässt sich in keine der gängigen Kategorien einordnen und fordert ein neugieriges Publikum. Bleibt zu hoffen, dass Helmers Mut belohnt wird und diese für Deutschland ungewöhnliche Love-Story auch an der Kinokasse abhebt. mk.

Darsteller:  Masumi Makhija   als Nisha
  Valeri Nikolajew   als Alexej
  Anthony Okungbowa   als Amadou
  Sotigui Kouyaté   als Togo
  Michael Chinyamurindi   als Volinka
  Miki Manojlovic   als Dak
  Burt Kwouk   als Muki
  Udo Kier   als Joachim Nowak
  Veronika Nowag-Jones   als Basala
  Adriana Altaras   als Denise
  Stefan Kalipha   als Schlepper
  Aman Bhushan   als Asis
 
Regie:  Veit Helmer  
Buch:  Gordan Mihic  
  Veit Helmer  
Musik:  Salim-Suleiman  
  David Österberg  
  Johan Söderberg  
  Johannes Koeniger  
  Christopher von Deylen  
  Cultured Pearls  
  Lars Löhn  
  Dady Mimbo  
Kamera:  Joachim Jung  
Produzent:  Veit Helmer  
 

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