
Die fünfzehnjährige amerikanische Hochschülerin Tracey Berkowitz hasst ihr Leben. In der Schule dient das optisch unauffällige Mädchen als Sandsack der angesagten Clique, während die mit sich selbst beschäftigten Mittelklasseeltern daheim entweder zanken oder fernsehen. Vor dem grauen Alltag flüchtet Tracey in eine Fantasiewelt, wo sie in einer coolen Rockband den Ton angibt und heiße Kerle abschleppt. Eines Tages verschwindet ihr neunjähriger Bruder, und Tracey beschließt ihn zu suchen.
Im Zuge der umfassenden Inthronisierung der für ihr Alter (22) ziemlich jung aussehenden Ellen Page ("Juno", "Hard Candy") als angesagtester Teenager-Charakterdarstellerin der Stunde erblickt nun auch dieses eher experimentelle Low-Budget-Drama mit der Künstlerin das Licht des deutschen Marktes. In einer einzigen siebzigminütigen Split-Screen-Montage entfaltet sich ein ambitioniertes, doch sperriges Kaleidoskop von Spielzenen und Monologen, dessen amoklaufendes Format und zerhackte Erzählweise hohe Ansprüche an den Zuschauer stellen.