
Die attraktive Linda ist mit ihrem Mann, einem leicht perversen Oberarzt und Modelleisenbahner, unglücklich verheiratet und denkt an eine Trennung. Da besucht sie der junge Engländer Martin, der sich als ihr Sohn ausgibt, das Produkt einer Vergewaltigung, den sie vor Jahren zur Adoption freigegeben hatte. Martin beginnt mit Linda ein merkwürdiges, stark erotisches Mutter-Sohn-Verhältnis. Nach einem durchzechten Abend schlägt Martin erst die Eisenbahnanlage von Lindas Mann kurz und klein - die Katastrophe nimmt ihren Lauf.
Nicholas Roeg ("Wenn die Gondeln Trauer tragen") ist bekannt für seine subtilen Psycho-Thriller. So läßt er den Zuschauer auch in "Track 29" stets im Ungewissen, ob das Gesehene wirklich passiert oder nur in der Phantasie Lindas. Damit erreicht er eine ständig steigende Spannung, die in einem furiosen und ziemlich brutalen Höhepunkt ihre Auflösung findet. Das clevere Psycho-Spiel und der bissige Humor des Films dürften bei einem aufgeschlossenen Publikum durchweg gute Umsätze erzielen.