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Leihvideo
Erhältlich seit:
09.04.1999
Originaltitel: Digging to China
USA 1997
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 6
Kevin Bacon
Mary Stuart Masterson
Cathy Moriarty
Regie: Timothy Hutton
Warner Home Video Germany

18 Jahre nachdem Schauspieler Timothy Hutton sein Filmdebüt in Robert Redfords Regieerstling "Eine ganz normale Familie" mit Oscarehren absolvierte, tritt nun auch er, nach Praxiserfahrungen mit diversen Videoclips, hinter die Kamera eines Spielfilms. Und inszeniert ein ehrenwertes Kindheits-Melodram, das wie Redfords Debüt durch Sensibilität und gute Darsteller besticht, ohne aber dessen psychologische Komplexität und emotionale Wucht zu erreichen. Trotz guter Absichten und routinierter Realisierung sind die kommerziellen Chancen solcher Stoffe, wie unlängst schon "Heimliche Freunde" zeigte, nicht gerade rosig.
Wie John Duigans sozialsatirisches Märchen erzählt auch Karen Janszens Drehbuch die Geschichte einer in falsches Licht gerückten Freundschaft zwischen einem jungen Mädchen und einem erwachsenen Mann. Der gravierendste Unterschied ergibt sich aus der geistigen Behinderung des 30jährigen Ricky (Kevin Bacon mit ausgeprägter Körpersprache), die ihm den Zugang zur Erlebniswelt der 10jährigen Harriet (wie Duigans Mischa Barton eine Entdeckung: Evan Rachel Wood) problemlos ermöglicht. Litt Bartons Familie unter einem dramatischen Spießersyndrom, ist Woods Situation ungleich komplizierter. Ihre Mutter (Cathy Moriarty mit kurzem, aber gewohnt prägnantem Auftritt) spricht dem Alkohol, ihre Schwester Gwen (Abkehr vom zarten Schneewittchen-Image: Mary Stuart Masterson) den Männern zu. Als Moriartys Figur vom Tod aus dem Film geholt wird, und sich Gwen als wirkliche Mutter Harriets outet, flüchtet sich das entwurzelte Mädchen in die intensive Freundschaft zu Ricky. So sensibel Hutton auch die magisch-fantasievolle Zuflucht und die triste Realität seiner rebellischen Protagonistin zeichnet, leidet doch sein, sich auf Rickys Freundschaft und die Annäherung an Gwen konzentrierender Film an der mangelnden Originalität des Stoffes. Geschichten wie diese haben in der Literatur wie auch im Kino Amerikas eine solide Tradition. Und wenn sie wie hier inszenatorisch (lange Einstellungen, ruhiger Rhythmus, statische Kamera) und inhaltlich ohne größere Überraschungsmonente serviert werden, ist das Kino als Aufführungsort kein Muß, und ein anderes populäres Medium eine echte Alternative. Selbst Anjelica Hustons "Bastard out of Carolina" blieb schließlich nur die TV-Auswertung, obwohl ihr Regiedebüt im Unterschied zu Huttons nicht erzählerisch gediegen und zärtlich, sondern provokant, kompromißlos und mitreißend ausgefallen war. kob.
| Darsteller: | Kevin Bacon | als Ricky Schroth | |
|---|---|---|---|
| Mary Stuart Masterson | als Gwen Frankovitz | ||
| Cathy Moriarty | als Mrs. Frankovitz | ||
| Evan Rachel Wood | als Harriet Frankovitz | ||
| Marian Seldes | als Leah Schroth | ||
| Regie: | Timothy Hutton | ||
| Buch: | Karen Janszen | ||
| Musik: | Cynthia Millar | ||
| Kamera: | Jörgen Persson | ||
| Produzent: | Alan Mruvka | ||
| Marilyn Vance | |||
| John Davis | |||
| J. Todd Harris | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
Tonformat: HiFi Stereo
Bildformat: Vollbild (4:3)
Star
Kevin Bacon
Seine Fähigkeit, unsympathischen Charakteren freundliche Züge zu verleihen und faszinierende, von einer fixen Idee besessene Personen zu spielen...
Star
Evan Rachel Wood
Amerikanische Schauspielerin. Seit ihrem Durchbruch als exzessives Highschool-Girl in "Thirteen - Dreizehn" (2003) war Evan Rachel Wood...
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