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Traffic - Macht des Kartells

Fulminanter Copfilm, in dem Steven Soderbergh mit Hilfe dreier parallel verlaufender Handlungsstränge die Drogenproblematik unter die Lupe nimmt.


Traffic - Macht des Kartells (Special Edition)

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Erhältlich seit:
30.05.2008

Originaltitel: Traffic

Drama/ Thriller

USA/Deutschland 2000
Laufzeit: 147 Min.
FSK: ab 16

Michael Douglas
Catherine Zeta-Jones
Benicio Del Toro

Regie: Steven Soderbergh
Splendid Film

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Fulminanter Copfilm, in dem Steven Soderbergh mit Hilfe dreier parallel verlaufender Handlungsstränge die Drogenproblematik in Mexiko und den USA unter die Lupe nimmt.

Benicio del Toro auf der Jagd nach den Drogenbossen (Foto: Fox) Großansicht

Benicio del Toro auf der Jagd nach den Drogenbossen (Foto: Fox)

Ein mexikanischer Drogencop, der seinen Dienst an der Grenze zu den USA versieht, gerät zwischen die beiden Drogenkartelle von Tijuana.

Eine High-Society-Ehefrau muss feststellen, dass ihr Reichtum auf dem Drogenhandel ihres Mannes aufgebaut ist.

Und ein konservativer Richter wird zum obersten Drogenjäger der USA berufen, merkt aber aber nicht, dass seine Tochter längst an der Nadel hängt.

Diese drei Geschichten vereinen sich wie selbstverständlich zu einem Ganzen.

Auch als Richter kommt man mit den Problemen in Berührung (Foto: Fox) Großansicht

Auch als Richter kommt man mit den Problemen in Berührung (Foto: Fox)

Problem ohne Lösung

Fulminanter, auf der britischen Miniserie "Traffik" basierender Copfilm von Steven Soderbergh, der mit Hilfe dreier parallel verlaufender Handlungsstränge einen denkbar objektiven Blick auf die Drogenproblematik und die sich dahinter verbergenden menschlichen Schicksale wirft.

Atemberaubend authentisch umgesetzt und von dem großen Ensemble perfekt gespielt, bekommt man den auswegslosen Teufelskreis zu spüren.

Traffic - Macht des Kartells (Special Edition)

Es ist offiziell: Steven Soderbergh ist der aufregendste Regisseur, der gegenwärtig in Hollywood arbeitet. Nur neun Monate nach "Erin Brockovich", seiner großen Überarbeitung dessen, was man als klassisches Starvehikel bezeichnet, stellt der Filmemacher mit dem facettenreichen Mosaik-Policier "Traffic" seine bislang gewagteste und souveränste Variante des mit Mitteln des Experimentalfilms neu entworfenen Mainstreamkinos vor: Soderbergh verfolgt eine Handvoll von zunächst nur durch den Überbegriff Drogen verbundenen Handlungssträngen, die sich mit zwingender Logik zu einem packenden Netz schmerzhafter Wahrheiten zusammenfügen und den konzertierten Krieg der US-Regierung gegen Drogen als zwangsläufig zum Scheitern verurteilt entlarven. Authentischer, packender und spannender waren politische amerikanische Krimis auch zu Zeiten von "French Connection" oder "Serpico" nicht.

Die britische Miniserie "Traffik" berichtete Ende der achtziger Jahre in sechs einstündigen Folgen vom verschlungenen Weg der Drogen von den Produzenten in Pakistan zum Konsumenten in Europa. Stephen Gaghan verlegte die Handlung nach Mexiko und die Vereinigten Staaten und komprimierte die ausufernden Plots zu einem zweieinhalbstündigen Puzzlespiel, das einem in seiner wilden Anordnung den Atem raubt. In Steven Soderberghs kongenialer Zickzack-Umsetzung geht das übergeordnete Motiv nie verloren, egal welche Umwege er bei der Erfassung der komplexen Thematik auch gehen mag, um altbekannte Truismen mit Leben zu erfüllen. Wie die immer wieder gezeigten Automassen am Grenzübergang zwischen den USA und Mexiko und die unablässigen Menschenströme auf den Straßen der Metropolen beider Länder verdeutlichen, geht es sehr buchstäblich um Verkehr - Drogenverkehr, mit allen Implikationen des Wortes - und um die unweigerlich damit verbundenen menschlichen Schicksale: Hersteller und Konsumenten; Dealer und Käufer; Jäger und Gejagte; Polizei und Diebe; Ursache und Wirkung. Kein Stein bleibt umgedreht, keiner kommt sauber raus.

Da ist ein mexikanischer Cop in der Grenzstadt Tijuana (Benicio del Toro als klassischer Lumet-Antiheld mit Licht- und Schattenseiten, ein melancholischer Latino-Popeye-Doyle), der nicht länger mitansehen will, wie seine Stadt von Gewalt, Verbrechen und Drogen aufgefressen wird, sich mit Kräften einlässt, die er nicht kontrollieren kann, und zum Verräter wird, um seinem Traum einen winzigen Schritt näher zu kommen. Da ist die verwöhnte High-Society-Ehefrau aus dem exklusiven Vorort von San Diego (Catherine Zeta-Jones ebenso elegant im Umgang mit Coco (Chanel) wie mit Koks), die erst bei der Verhaftung ihres Ehemannes erfährt, dass der Reichtum ihrer Familie auf groß angelegtem Drogenhandel fußt, und die Dinge auf unkonventionelle Weise in die Hand nimmt. Und schließlich ist da der designierte Drogenzar der amerikanischen Regierung (Michael Douglas in der Rolle, die Harrison Ford nicht den Mut hatte zu übernehmen), der so sehr mit der unüberschaubaren Logistik seiner Berufung beschäftigt ist, dass er nicht realisiert, dass seine Einser-Schüler-Tochter selbst längst drogenabhängig ist. Für sich alleine genommen, wäre jede der Episoden Stoff für ein rührseliges TV-Movie-of-the-Week. Tatsächlich erzählt Soderbergh auch nicht wirklich Dinge, die man nicht wissen könnte. Aber die Kombination der Handlungsstränge, die zwingende Logik, mit der sie zusammenhängen, sich bedingen, ohne dass sie jemals wirklich zusammenführen würden, verleiht "Traffic" seine Prägnanz und Größe.

Und schließlich ist da noch die furiose Umsetzung, für die sich Soderbergh selbst die Handkamera geschnappt hat, um den Figuren so nah zu kommen, als wäre jeder Moment ganz authentisch festgehalten. Fahrig und unablässig folgt er Opfern und Tätern auf Schritt und Tritt, bis die Grenzen verwischen und nur noch menschliche Schicksale und Tragödien bleiben. So groß ist die Intensität des Films, dass sich der Regisseur sogar Auszeiten erlauben darf, in denen er den Charakteren einfach nur beim alltäglichen Sein zuschaut. Das sind die besten Momente, wenn "Traffic" den unablässigen Informationsfluss der Krimihandlung ausblendet und einfach nur tief Luft holt. 110 Sprechrollen gibt es in diesem High-Times-Sittenfresko, und doch haben Worte noch in keinem Film Soderberghs eine so untergeordnete Rolle gespielt. Eine Szene, in der der mexikanische Cop in einem Schwulenclub einen Handlanger eines Drogenkartells verführt, kommt gar komplett ohne Dialog aus. "Traffic" ist ein Bilderfilm, der nicht zuletzt durch die höchst eigenwillige Farbgebung - dreckig-gelbe Farbfilter für die Tijuana-Szenen, kalt-blaues Licht für das Zentrum der Macht, ungefilterte Beleuchtung am Schnittpunkt der beiden Welten im Haus des Drogendealers - an Kontur und Persönlichkeit gewinnt. Nicht ganz kann Soderbergh die Spannung über die volle Länge aufrecht erhalten, manche wichtige Aspekte bleiben ausgeklammert, und die Auflösung scheint allzu bequem. Und doch ist "Traffic" ein Beispiel für Filmemachen allerhöchster Ordnung, das Kopf und Herz gleichermaßen füttert - ein Erlebnis, das high macht und obendrein noch völlig legal ist. ts.

Traffic - Macht des Kartells (Special Edition)

Der mexicanische Cop Javier Rodriguez (Benicio Del Toro) arbeitet als Drogenfahnder in Tijuana an der Greenze zu den USA: Frustriert über die Aussichtslosugkeit seiner Aufgabe, lässt Javier sich mit dem ebenso skrupellosen wie undurchsichtigen General Salazar (Tomas Milian) auf ein brenzliges Spiel mit dem Feuer ein...

Die heile Welt der bildschönen High-Society-Ehefrau Helena (Catherine Zeta-Jones) fällt zusammen wie ein Kartenhaus, als ihr Mann Carlos (Steven Bauer) verhaftet und als Drogenbaron angeklagt wird. Beschattet von zwei Cops (Don Cheadle, Luiz Guzman), beraten von dem halbseidenen Anwalt Metzger (Dennis Quaid) und unter Druck gesetzt von den mexicanischen Geschäftspartnern ihres Mannes, fällt Helena eine folgenschwere Entscheidung...

In Washington wir der Supreme-Court-Richter Wakefield (Michael Douglas) zum neuen obersten Drogenfahnder der USA auserkoren. Kompromisslos und entschlossen will Wakefield den Krieg gegen die Drogen führen. Er ahnt nicht, dass ausgerechnet seine Tochter Caroline (Erika Christensen) längst selbst abhängig ist und dem Abgrund Stück um Stück näher rückt.

Als sich die Situation zuspitzt, steht nur eines fest: Keiner kommt hier sauber raus...

Quelle: Splendid

- ca. 26 Minuten Deleted Scenes
Ca. 26 Minuten Scenen sehen, welche eigentlich nicht zu sehen sind

- ca. 14 Minuten B - Roll
Jetzt ca. 14 Minuten hinter die Kamera schauen.

- ca. 25 Minuten Interviews
Ca. 25 Minuten erfahren was z. B. Michael Douglas zum Film sagt.

- den Kinotrailer
Der Kinotrailer zum Film

- umfangreiche Biographien
Wer ist der Vater von Michael Douglas? Bios aller Hauptdarsteller.

- umfangreiche Filmographien
An welchen Filmen war z. B. Catherin Zeta-Jones beteiligt!

- animierte Menüs
Atmosphärische Menüführung

- DVD Vorschau
Weitere Topfilme auf DVD!

Quelle: Splendid

Darsteller:  Michael Douglas   als Robert Wakefield
  Catherine Zeta-Jones   als Helena Ayala
  Benicio Del Toro   als Javier Rodriguez
  Don Cheadle   als Montel Gordon
  Luis Guzmán   als Ray Castro
  Dennis Quaid   als Arnie Metzger
  Steven Bauer   als Carlos Ayala
  Benjamin Bratt   als Juan Obregon
  James Brolin   als General Ralph Landry
  Erika Christensen   als Caroline Wakefield
  Clifton Collins Jr.   als Francisco Flores
  Miguel Ferrer   als Eduardo Ruiz
  Albert Finney   als Stabschef
  Topher Grace   als Seth Abrahms
  Amy Irving   als Barbara Wakefield
  Tomás Milián   als General Arturo Salazar
  D.W. Moffett   als Jeff Sheridan
  Marisol Padilla Sanchez   als Ana Sanchez
  Peter Riegert   als Michael Adler
  Jacob Vargas   als Manolo Sanchez
 
Regie:  Steven Soderbergh  
Buch:  Steve Gaghan  
Musik:  Cliff Martinez  
Kamera:  Steven Soderbergh  
Produzent:  Edward Zwick  
  Marshall Herskovitz  
  Laura Bickford  

Gotteskrieger Del Toro

Sein äußeres Erscheinungsbild wird Oscar-Preisträger Benicio del Toro an Flughäfen des Öfteren zum Verhängnis: Weil er mit Bart wie ein arabischer Bombenleger aussieht, muss der Schauspieler regelmäßig lästige Kontrollen über sich ergehen lassen.

Hat einen Oscar und keine Bomben zuhause: Benicio del Toro (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Hat einen Oscar und keine Bomben zuhause: Benicio del Toro (Foto: Kurt Krieger)

Wenn Benicio Del Toro irgendwo auf der Welt ein Flughafengebäude betritt, fangen die Alarmglocken in den Köpfen der Sicherheitsleute an, schrill zu läuten. Grund der unbegründeten Panik ist das Äußere des "Traffic"-Stars. In seinem neusten Projekt "The Argentine" spielt der gebürtige Puerto Ricaner den argentinischen Revolutionshelden Ernesto "Che" Guevara. Und um seinem Charakter die nötige Authentizität zu verleihen, ließ sich der Mime einen stattlichen Bart sprießen.

Der neue Gesichtsschmuck blieb nicht ohne Folgen. Mit Bart ähnelt der Hollywoodstar einem arabischen Gotteskrieger. In Zeiten nach 9/11 ein denkbar ungünstiges Erscheinungsbild, das sofort das Misstrauen der anwesenden Personen und im Besonderen der Sicherheitskräfte hervorruft. Der 40-Jährige sieht das Theater um sein Äußeres so: "Es macht Flughäfen anstrengender. Gefährlich aussehende Personen müssen sich in einer anderen Reihe anstellen."

Viva la Revolucion!

Und noch eine Begleiterscheinung ist dem Charakterkopf aufgefallen: Der Bart verdirbt ihm scheinbar die Chancen beim schwachen Geschlecht. Und das dem Mann, der angeblich schon Sex mit Scarlett Johannson in einem Lift hatte. "Mädchen prüfen dich nicht so genau wie sonst und Jungs schauen einfach nach unten. Dafür sind die Blicke von Pennern umso lustiger: Plötzlich bin ich ihr Bruder", belegt der Oscar-Gewinner seine Feststellung.

 

Traffic - Macht des Kartells (Special Edition) in der Fotoshow

 

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