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Transformers - Die Rache

Zweiter Teil des auf einer Spielzeugserie von Hasbro basierenden Franchise, in dem es Sam Witwicky und seine Autobot-Freunde mit dem Gefallenen, dem mächtigsten aller Decepticons, zu tun bekommen.

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Transformers - Die Rache
Start: 09.11.2009

Originaltitel: Transformers: Revenge of the Fallen

Action/ Science Fiction

USA 2009
Laufzeit: 144 Min.
FSK: ab 12

Shia LaBeouf
Megan Fox
Josh Duhamel

Regie: Michael Bay
Paramount

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Ein Spaziergang am Strand macht auch der Maschine Spaß (Foto: Paramount) Großansicht

Ein Spaziergang am Strand macht auch der Maschine Spaß (Foto: Paramount)

Vor vier Jahren hatte Regisseur Michael Bay noch ein Brett vor dem Kopf. Damals hielt er es für eine "dumme Idee", einen Film zu machen, der von Spielzeugrobotern inspiriert war. Doch ein noch prominenterer Kollege überzeugte ihn, dass sich daraus ein aberwitziges Science-Fiction-Abenteuer konstruieren ließ.

Produzent Steven Spielberg sollte Recht behalten, und Regisseur Bay ist längst selbst zu einem der größten Fans seiner "Transformers" geworden. Und gerade der Erfolg des ersten Teils scheint bei seinen Machern sowohl kreative wie finanzielle Grenzen gesprengt zu haben. Denn eines fällt sofort ins Auge: "Transformers - Die Rache" eröffnet seinen Protagonisten neue Dimensionen.

Sam und Mikaela haben keine ruhige Sekunde (Foto: Paramount) Großansicht

Sam und Mikaela haben keine ruhige Sekunde (Foto: Paramount)

Einmal um die ganze Welt

Die Handlung entfaltet sich auf der ganzen Welt, von Kalifornien über Paris und Shanghai bis hin zu einem atemberaubenden Showdown auf den Pyramiden, die real gefilmt und nicht etwa im Computer simuliert wurden. Erzählerisch begründet ist das durch eine Handlung, die die Monsterroboter mit der Weltgeschichte verknüpft - so als hätten die Transformers das Schicksal der Menschheit gesteuert.

Als Held Sam Witwicky, der sich gerade mehr schlecht als recht am College zurecht zu finden sucht, dieses Geheimnis entdeckt, wird er erneut in einen Konflikt zwischen den guten Transformern, den Autobots, und ihren weniger freundlichen Kontrahenten, den Septikons, hineingezogen. Die Spielfreude, mit der Regisseur Bay ein Inferno an Actionelementen entfesselt, ist in ihrer Exzessivität geradezu atemberaubend.

Die Transformers lassen es krachen (Foto: Paramount) Großansicht

Die Transformers lassen es krachen (Foto: Paramount)

Nicht nur eine Orgie

"Transformers - Die Rache" ist dabei düsterer und apokalyptischer angelegt als der erste Teil, konterkariert dies aber wiederum mit den humoristischen Elementen, die bereits den Vorgänger über eine reine Effektorgie hinaus gehoben hatten. Trotz aller pyrotechnischen Virtuosität schafft es Michael Bay dennoch, seine Charaktere zu akzentuieren, was auch deshalb gelingt, weil sich seine Hauptdarsteller Shia LaBeouf und Megan Fox seither schauspielerisch noch weiter entwickelt haben.

Verstärkt werden sie durch skurrile Nebenfiguren wie den von John Turturro dargestellten Ex-Agenten Reggie Simmons, der den Helden schon im ersten Teil einige Szenen gestohlen hatte. Und weil inzwischen auch die Tricktechnik spektakuläre Fortschritte machte, werden die Maschinenkreaturen an sich zu gleichwertigen Partnern der menschlichen Akteure.

Mit diesem stählernen Gesellen möchte man nicht Bekanntschaft machen (Foto: Paramount) Großansicht

Mit diesem stählernen Gesellen möchte man nicht Bekanntschaft machen (Foto: Paramount)

Mehr ist mehr

Skeptiker mögen diese Wundertüte an filmischen Elementen als Overkill empfinden, aber Michael Bay und sein Autorenteam stellen eine alte Weisheit auf den Kopf: Nicht weniger ist mehr, sondern mehr ist mehr. Das Publikum dürfte angesichts dieser hochkonzentrierten Dosis Kino genauso empfinden!

Transformers - Die Rache

Regie:  Michael Bay  
Buch:  Ehren Kruger  
  Alex Kurtzman  
Musik:  Steve Jablonsky  
Kamera:  Ben Seresin  
Produzent:  Lorenzo di Bonaventura  
  Ian Bryce  
  Tom DeSanto  
  Don Murphy  
 
Darsteller:  Shia LaBeouf   als Sam Witwicky
  Megan Fox   als Mikaela Banes
  Josh Duhamel   als Captain Lennox
  Tyrese Gibson   als USAF Tech Sergeant Epps
  John Turturro   als Agent Simmons
  Ramon Rodriguez   als Leo
  Kevin Dunn   als Ron Witwicky
  Rainn Wilson   als Professor
  Julie White   als Judy Witwicky

Goldene Himbeere für Oscar-Star Bullock

Mit dem Gewinn der Goldenen Himbeere und des Oscars innerhalb von nur 24 Stunden hat Sandra Bullock Filmgeschichte geschrieben.

Hat sich in Hollywood verewigt: Sandra Bullock (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Hat sich in Hollywood verewigt: Sandra Bullock (Foto: Kurt Krieger)

Am einen Tag pfui, am nächsten Tag hui: Sandra Bullock hat innerhalb von 24 Stunden mit dem Gewinn der Goldenen Himbeere und des Oscars die Höhen und Tiefen des Showbusiness erlebt und mit 45 Jahren Filmgeschichte geschrieben. Als erste Schauspielerin bekam sie kurz hintereinander die Auszeichnungen als schlechteste und beste Schauspielerin.

Traditionell fand einen Tag vor der glamourösen Oscar-Verleihung im Kodak Theater die Übergabe des Schmähpreises "Goldene Himbeere" für besonders schlechte Darbietungen und Filmwerke statt. Bullock erhielt den ungeliebten Preis allerdings nicht für ihre Oscar-prämierte Rolle in "The Blind Side", sondern für das deutlich flachere Date-Movie "Verrückt nach Steve".

"Transformers" räumen ab

John Wilson, Erfinder der sogenannten "Razzie Awards", ahnte schon am Samstag, welch einmaliges Wechselbad der Gefühle Sandra Bullock an diesem Wochenende erleben würde. "Das hatten wir noch nie. Heute ist sie die Schlechteste, morgen die Beste!"

Bullock wird's mit Humor genommen haben - ebenso wie die anderen "Gewinner" bei Wilsons Veranstaltung. Zum schlechtesten Film des Jahres wurde einstimmig "Transformers - Die Rache" gewählt, dessen Macher Michael Bay durfte sich zudem über Regie- und Drehbuch-Himbeeren freuen. Die Ehrenpreise als schlechteste Schauspieler des Jahrzehnts gingen an Paris Hilton und Eddie Murphy. Na dann, herzlichen Glückwunsch...

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