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(T)Raumschiff Surprise - Periode 1

Bullys "Schuh des Manitu"-Nachfolgeprojekt lockt als "Star Trek"-Parodie mit Mr. Spuck, Schrotti und Captain Kork in die unendlichen Weiten des Weltalls.


(T)Raumschiff Surprise - Periode 1

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Erhältlich seit:
07.01.2011

Komödie/ Science Fiction

Deutschland 2003
Laufzeit: 84 Min.
FSK: ab 6

Michael Bully Herbig
Rick Kavanian
Christian Tramitz

Regie: Michael Bully Herbig
Universum Film

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Nach dem Western fallen Michael Bully Herbig und seine getreuen Gesellen über den Science-Fiction-Film her.

Die Besatzung ist mit der Gesamtsituation sehr zufrieden (Foto: Constantin) Großansicht

Die Besatzung ist mit der Gesamtsituation sehr zufrieden (Foto: Constantin)

Was macht man, wenn man den erfolgreichsten deutschen Kinofilm aller Zeiten realisiert hat? Richtig, man steckt den Sand in den Kopf und setzt noch einen drauf. Das zumindest tat Michael "Bully" Herbig.

Der begnadete Komiker, Autor, Regisseur und Produzent schaffte mit "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" das Unmögliche: noch mehr Gags als im "Schuh des Manitu", noch mehr Rollen für Rick Kavanian (insgesamt drei, viel Spaß beim Suchen) und noch mehr Spezialeffekte.

Letzteres liegt auf der Hand, schließlich ist Bully alias Mr. Spuck mit seinen zickigen Kumpels Schrotty (Kavanian) und Käpt'n Kork (Christian Tramitz) in den unendlichen Weiten des Universums unterwegs.

Herzog William der Letzte und Rock (Foto: Constantin) Großansicht

Herzog William der Letzte und Rock (Foto: Constantin)

Rock im Taxi

Und dort wird mächtig geballert, gebeamt und Taxi gefahren - z. B. von Rock (Til Schweiger), auf dessen Muckis das lustige Welt(alpt)raum-Trio mächtig abfährt.

Rock steht allerdings eher auf die liebreizende Königin Metapha (Anja Kling). Die jedoch findet sich plötzlich ohne BH im Mittelalter, respektive in den Armen des lüsternen Herzogs William der Letzte (besser denn je: Sky du Mont) wieder.

Und dann geht die Story erst so richtig los...

Lord Jens Maul ist böse, unsagbar böse... (Foto: Constantin) Großansicht

Lord Jens Maul ist böse, unsagbar böse... (Foto: Constantin)

Sahneschnittchen

Bullys neue Rezeptur ist einfach: Man schüttle das SciFi-Genre gut durch, würze es mit Bullyparade-Ambiente und garniere mit "Zurück in die Zukunft"-Flair - fertig ist die Überraschungs-Käsesahne!

(T)Raumschiff Surprise - Periode 1

Stapellauf für den am strengsten geheim gehaltenen Blockbuster dieses Sommers, das "(T)Raumschiff Surprise" - lizenzbedingt noch um den Beinamen "Periode 1" ergänzt. Nach knapp dreijähriger Wartezeit präsentiert Michael "Bully" Herbig seinen heiß ersehnten dritten Film - den ersten nach seinem Sensationserfolg "Der Schuh des Manitu". Und die rosaroten Widergänger von Kirk, Spock & Co. ziehen alle Register ihres beeindruckenden komödiantischen Könnens. Mit der Gesamtsituation dieser gnadenlosen Persiflage auf Sci-Fi-Klassiker und aktuelle Hollywood-Blockbuster kann man durchaus zufrieden sein. Zumal sich die Macher den Stoff nicht selbst ausgesucht haben, sondern sich ganz demokratisch dem Abstimmungsergebnis aus Herbigs Fernseh-Show "Bully Parade" beugten.

Mastermind "Bully", mit Drehbuch, Produktion, Regie und einer Hauptrolle wohl ausreichend ausgelastet, tat gut daran, frühzeitig die Tarnvorrichtung über sein tuckiges Spaßvehikel zu stülpen. Mit 11,5 Millionen Zuschauer für den Vorgänger "Der Schuh des Manitu" schleppte er eine enorme Hypothek mit sich herum. Jede weitere Information über die Handlung hätte seiner 87-minütigen All-Nummer Spannung und Drive genommen. So jedoch präsentiert sich das "(T)Raumschiff" nicht nur als bloße Abfolge von Gags und Pointen, sondern wartet mit einigen Überraschungen sowohl in Sachen Personal als auch Plot auf.

In bester "Star Trek"-Manier müssen nämlich die aufreizend affektierten Besatzungsmitglieder der "Surprise", Käpt'n Kork (Christian Tramitz), Schiffstechniker Schrotty (Rick Kavanian) und Vulcanette Spuck (Herbig), per Zeitreise die Invasion der Erde durch wild gewordene Marsianer verhindern. Unterstützung erhalten sie dabei von Weltraum-Taxler Til Schweiger und Erdenkönigin Anja Kling. Der ultraböse Sith-Lord-Helmchen Jens Maul (ebenfalls Kavanian) macht ihnen dabei mittels Zeitmofa und sächsischem Dialekt das Leben schwer. Die große Leistung des gesamten Filmteams bestand zweifelsohne darin, bis zuletzt geheim zu halten, dass es eben nicht bei einem Zeitsprung bleibt.

Ehe man sich jedoch zu viele Gedanken über die Folgen für das Raumzeitkontinuum und gehirnerweichende Zeit-Paradoxen macht, schaltet "Bully" schnell einen Gang nach vorn und dreht den Slapstick-Regler auf Maximum, beizeiten ohne Rücksicht auf Verluste. Denn so mancher Witz kann sich vielleicht nicht zwischen Hommage und ironischer Brechung der Vorlage entscheiden, so manche Zote hat man vielleicht sogar bereits gesehen.

Die tricktechnische Perfektion des "(T)Raumschiffs" hat man jedoch mit Sicherheit noch nicht in einem deutschen Film erlebt - sie stehen den großen Vorbildern aus dem Hause Lucas in nichts nach. Die Fans der Fernseh-"Surprise" werden sich verwundert die Augen reiben, wurden doch Medizinball und Propeller-Enterprise durch grandios designte, schnittige CGI-Modelle ersetzt. Gigantische Raumflotten gleiten da majestätisch durchs All, Laser-Blitze zucken wild über die Leinwand und fulminante Hochgeschwindigkeits-Verfolgungsjagenden in der oberen und unteren Atmosphäre lassen nicht nur Kork nach der Spuktüte greifen. Dass das Budget dabei trotzdem nicht neun Millionen Euro überschritten hat, ist umso erstaunlicher.

Glücklicherweise gelingt es Herbig trotz aller technischen Großtaten, nicht seine eigentliche, selbst definierte Aufgabe zu vergessen: das Publikum zu unterhalten - und zwar mit den Figuren, die dieses sich für diesen Film ausgesucht hat. So rücken dann auch folgerichtig Kork und Spuck im entscheidenden Moment ob als zankendes Pärchen oder im Showdown als die inniglich Liebenden in den Vordergrund. So bedient in letzter Instanz das "(T)Raumschiff Surprise" doch wieder den breiten Fächer an Erwartungen der"Bully"-Fans und weist viele der Qualitäten auf, die den "Schuh des Manitu" zu Deutschlands erfolgreichstem Film machten. Diesen zu überflügeln, wird dem "(T)Raumschiff" schwer fallen. Anschließen an den Erfolg wird es auch wegen des veritablen Marketingaufwands jedoch sicher können. tw.

(T)Raumschiff Surprise - Periode 1

Im Jahre 2054 hat die Menschheit den Mars besiedelt.

250 Jahre später kehren die Nachkommen der ersten Siedler zurück. Ihr Ziel ist es, die Erde zu erobern und deren Bewohner zu vernichten. Und tatsächlich scheint die Lage aussichtslos: Die Invasion hat begonnen. Königin Metapha befiehlt dennoch, "nicht den Sand in den Kopf zu stecken". Denn es gibt eine letzte Hoffnung: Die Besatzung des "(T)Raumschiff Surprise" muss auf einer Zeitreise die Besiedlung des Mars rückgängig machen. Die Crew hat allerdings eine sehr viel dringendere Mission: Sie steckt mitten in der Vorbereitung ihrer Tanznummer für die "Miss Waikiki Wahl". Und nimmt deshalb nur sehr widerwillig ein Taxi zur Erde... .

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Michael Bully Herbig   als Mr. Spuck
  Rick Kavanian   als Schrotty
  Christian Tramitz   als Käpt'n Kork
  Til Schweiger   als Rock
  Anja Kling   als Königin Metapha
  Sky Du Mont   als Herzog William der Letzte
  Hans-Michael Rehberg   als Regulator Rogul
  Rick Kavanian   als Jens Maul / Pulle
  Anton Figl   als Popowitsch
  Reiner Schöne   als Senator Bean
  Christoph Maria Herbst   als Berater von Herzog William
  Hans-Peter Hallwachs   als Konsul Kanon
 
Regie:  Michael Bully Herbig  
Buch:  Michael Bully Herbig  
  Alfons Biedermann  
  Rick Kavanian  
Musik:  Ralf Wengenmayr  
Kamera:  Stephan Schuh  
Produzent:  Michael Bully Herbig  

Bullys neuer Kino-Streich

"Fraaanzz!" "Sissi!" - "Fraaanzz!!!" "Sissi!!!" Und eine drittes Mal: "Fraaanzz!!!" - "Sissi!!!"

Immer für eine Überraschug gut: Michael "Bully" Herbig (Foto: Constantin) Großansicht

Immer für eine Überraschug gut: Michael "Bully" Herbig (Foto: Constantin)

Legendäre Fernseh-Erlebnisse verbinden sich mit diesen Zitaten. Gehörte doch die "Sissi"-Parodie von Michael "Bully" Herbig als dunkel gelockte Kaiserin und Christian Tramitz als ebenso galantem wie schwachsinnigem Monarchen zu den beliebtesten Running Gags der "Bullyparade".

Nachdem mittlerweile die anderen Kulthits der Comedy-Serie, die Karl May-Verballhornung "Der Schuh des Manitu" und die rosaroten Helden vom "(T)Raumschiff Surprise" zu Kinoehren kamen, legt Herbig jetzt nach. Für 2007 kündigte seine Produktions-Firma herbX nun "Lissi und der wilde Kaiser" an!

Bully in der dritten Dimension

Und weil man bei Herbig nie vor einer Überraschung gefeit ist, wird die Sissi-Parodie kein normaler Real-Film sein, sondern ein 3D-animiertes CGI-Abenteuer, wie "Shrek" und "Die Unglaublichen - The Incredibles". Schade also, dass Bully nicht selbst als Romy Schneider-Double in Korsett und Reifrock auftritt.

Andererseits ist bisher alles, was Herbig in Sachen Film angefasst hat, zu Gold geworden. Und warum sollte dies nun bei einem Zeichentrick-Film anders sein? Zumal Bully schon ankündigte, dass auch der in der Serie von Rick Kavanian gespielte und von den Fans vergötterte "Feldmarschall" mit von der Partie ist.

 

(T)Raumschiff Surprise - Periode 1 in der Fotoshow

 

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