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Leihvideo
Erhältlich seit:
17.01.2005
Deutschland 2003
Laufzeit: 84 Min.
FSK: ab 6
Michael Bully Herbig
Rick Kavanian
Christian Tramitz
Regie: Michael Bully Herbig
Universum Film

Stapellauf für den am strengsten geheim gehaltenen Blockbuster dieses Sommers, das "(T)Raumschiff Surprise" - lizenzbedingt noch um den Beinamen "Periode 1" ergänzt. Nach knapp dreijähriger Wartezeit präsentiert Michael "Bully" Herbig seinen heiß ersehnten dritten Film - den ersten nach seinem Sensationserfolg "Der Schuh des Manitu". Und die rosaroten Widergänger von Kirk, Spock & Co. ziehen alle Register ihres beeindruckenden komödiantischen Könnens. Mit der Gesamtsituation dieser gnadenlosen Persiflage auf Sci-Fi-Klassiker und aktuelle Hollywood-Blockbuster kann man durchaus zufrieden sein. Zumal sich die Macher den Stoff nicht selbst ausgesucht haben, sondern sich ganz demokratisch dem Abstimmungsergebnis aus Herbigs Fernseh-Show "Bully Parade" beugten.
Mastermind "Bully", mit Drehbuch, Produktion, Regie und einer Hauptrolle wohl ausreichend ausgelastet, tat gut daran, frühzeitig die Tarnvorrichtung über sein tuckiges Spaßvehikel zu stülpen. Mit 11,5 Millionen Zuschauer für den Vorgänger "Der Schuh des Manitu" schleppte er eine enorme Hypothek mit sich herum. Jede weitere Information über die Handlung hätte seiner 87-minütigen All-Nummer Spannung und Drive genommen. So jedoch präsentiert sich das "(T)Raumschiff" nicht nur als bloße Abfolge von Gags und Pointen, sondern wartet mit einigen Überraschungen sowohl in Sachen Personal als auch Plot auf.
In bester "Star Trek"-Manier müssen nämlich die aufreizend affektierten Besatzungsmitglieder der "Surprise", Käpt'n Kork (Christian Tramitz), Schiffstechniker Schrotty (Rick Kavanian) und Vulcanette Spuck (Herbig), per Zeitreise die Invasion der Erde durch wild gewordene Marsianer verhindern. Unterstützung erhalten sie dabei von Weltraum-Taxler Til Schweiger und Erdenkönigin Anja Kling. Der ultraböse Sith-Lord-Helmchen Jens Maul (ebenfalls Kavanian) macht ihnen dabei mittels Zeitmofa und sächsischem Dialekt das Leben schwer. Die große Leistung des gesamten Filmteams bestand zweifelsohne darin, bis zuletzt geheim zu halten, dass es eben nicht bei einem Zeitsprung bleibt.
Ehe man sich jedoch zu viele Gedanken über die Folgen für das Raumzeitkontinuum und gehirnerweichende Zeit-Paradoxen macht, schaltet "Bully" schnell einen Gang nach vorn und dreht den Slapstick-Regler auf Maximum, beizeiten ohne Rücksicht auf Verluste. Denn so mancher Witz kann sich vielleicht nicht zwischen Hommage und ironischer Brechung der Vorlage entscheiden, so manche Zote hat man vielleicht sogar bereits gesehen.
Die tricktechnische Perfektion des "(T)Raumschiffs" hat man jedoch mit Sicherheit noch nicht in einem deutschen Film erlebt - sie stehen den großen Vorbildern aus dem Hause Lucas in nichts nach. Die Fans der Fernseh-"Surprise" werden sich verwundert die Augen reiben, wurden doch Medizinball und Propeller-Enterprise durch grandios designte, schnittige CGI-Modelle ersetzt. Gigantische Raumflotten gleiten da majestätisch durchs All, Laser-Blitze zucken wild über die Leinwand und fulminante Hochgeschwindigkeits-Verfolgungsjagenden in der oberen und unteren Atmosphäre lassen nicht nur Kork nach der Spuktüte greifen. Dass das Budget dabei trotzdem nicht neun Millionen Euro überschritten hat, ist umso erstaunlicher.
Glücklicherweise gelingt es Herbig trotz aller technischen Großtaten, nicht seine eigentliche, selbst definierte Aufgabe zu vergessen: das Publikum zu unterhalten - und zwar mit den Figuren, die dieses sich für diesen Film ausgesucht hat. So rücken dann auch folgerichtig Kork und Spuck im entscheidenden Moment ob als zankendes Pärchen oder im Showdown als die inniglich Liebenden in den Vordergrund. So bedient in letzter Instanz das "(T)Raumschiff Surprise" doch wieder den breiten Fächer an Erwartungen der"Bully"-Fans und weist viele der Qualitäten auf, die den "Schuh des Manitu" zu Deutschlands erfolgreichstem Film machten. Diesen zu überflügeln, wird dem "(T)Raumschiff" schwer fallen. Anschließen an den Erfolg wird es auch wegen des veritablen Marketingaufwands jedoch sicher können. tw.
| Darsteller: | Michael Bully Herbig | als Mr. Spuck | |
|---|---|---|---|
| Rick Kavanian | als Schrotty | ||
| Christian Tramitz | als Käpt'n Kork | ||
| Til Schweiger | als Rock | ||
| Anja Kling | als Königin Metapha | ||
| Sky Du Mont | als Herzog William der Letzte | ||
| Hans-Michael Rehberg | als Regulator Rogul | ||
| Rick Kavanian | als Jens Maul / Pulle | ||
| Anton Figl | als Popowitsch | ||
| Reiner Schöne | als Senator Bean | ||
| Christoph Maria Herbst | als Berater von Herzog William | ||
| Hans-Peter Hallwachs | als Konsul Kanon | ||
| Regie: | Michael Bully Herbig | ||
| Buch: | Michael Bully Herbig | ||
| Alfons Biedermann | |||
| Rick Kavanian | |||
| Musik: | Ralf Wengenmayr | ||
| Kamera: | Stephan Schuh | ||
| Produzent: | Michael Bully Herbig | ||
(T)Raumschiff Surprise - Periode 1 in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts, Deutsch DD EX 5.1
Tonformat: Dolby Digital EX 5.1/dts
Untertitel: Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,21/16:9
Extras: 2 DVDs: Audiokommentar, Interaktiver Filmmodus; Making of, Outtakes, Nicht verwendete Szenen, Featurettes, Musikvideo, Trailer, separate Musiktonspur
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