DVD Leihvideo

Trennung

Drama vom israelischen Filmemacher Amos Gitai mit Juliette Binoche.


Trennung

Leihvideo

Erhältlich seit:
17.04.2009

Originaltitel: Disengagement

Drama

Deutschland/Frankreich/Italien/Israel 2007
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 12

Juliette Binoche
Liron Levo
Jeanne Moreau

Regie: Amos Gitai
AL!VE Vertriebs- und Marketing AG

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Trennung

Ana lebte als junge Frau in einem Kibbuz und brachte dort ein Kind zur Welt, das sie zur Adoption frei gab und seitdem nie wieder gesehen hat. Als ihr israelischer Stiefbruder Uli zur Beerdigung des Vaters nach Frankreich kommt, fasst Ana den Entschluss, in Israel nach ihrer Tochter zu suchen, um ihr mitzuteilen, dass sie die einzige Erbin des Verstorbenen ist. Nach ihrer Ankunft erfährt sie vom Aufenthalt des Mädchens in einer Siedlung im Gaza-Streifen und gerät bei ihrem Besuch in die militärische Räumung des Jahres 2005.

Wie immer auch ein Stück israelischer Geschichte erzählt Filmemacher Amos Gitai hier in Form einer Familienzusammenführung. Oscar-Gewinnerin Juliette Binoche führt die internationale Besetzung, der auch Jeanne Moreau angehört, an und sorgt für den europäischen Blick aufs politische Geschehen. Gitai erweist sich einmal mehr als kritischer Beobachter seines Landes und sucht nach Auswegen aus dem israelisch-palästinensischen Konflikt, was auch diesen Film brisant, aber trotz seiner Besetzung nicht unbedingt kommerziell macht.

Trennung

Eine Frau sucht ihre vor 20 Jahren zur Adoption frei gegebene Tochter und gerät in die Räumung einer Siedlung im Gazastreifen.

Amos Gitai gilt als kritischer Beobachter seines Landes, als einer, der nicht auf unbeugsamen politischen Standpunkten beharrt, sondern einer gemeinsamen Zukunft mit Palästinensern eine Chance gibt. In fast 40 Dokumentar- und Spielfilmen folgt er den Besonderheiten der Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens, verbindet Persönliches und Privates. In der israelisch-italienisch-deutsch-französischen Koproduktion spielt Juliette Binoche die Französin Ana, die als junge Frau in einem Kibbuz lebte und dort ein Kind zur Welt brachte, es zur Adoption frei gab und seitdem nie wieder gesehen hat. Als ihr israelischer Stiefbruder Uli zur Beerdigung des gemeinsamen Vaters nach Frankreich kommt, fasst sie den Entschluss, in Israel nach ihrer Tochter zu suchen, um ihr mitzuteilen, dass sie die einzige Erbin des Verstorbenen ist. Nach ihrer Ankunft erfährt sie vom Aufenthalt des Mädchens in einer Siedlung im Gaza-Streifen und gerät bei ihrem Besuch in die militärische Räumung des Jahres 2005. Neben Binoche spielt auch Jeanne Moreau eine kleine Rolle als Anwältin. Gitai konzentriert sich auf seine weibliche Hauptfigur, die sich nie von ihrer "Schuld" lösen konnte und ein Leben im Wartestand verbracht hat. Ana empfindet ein Bedürfnis nach emotionaler Begegnung, schützt sich vor Verletzungen jedoch durch Rückzug auf den Intellekt. Gemeinsam mit Uli, einem Polizist mit Idealen, ist ihr das Gefühl von Fremdheit innerhalb der eigenen Gesellschaft. Der Kontrast zwischen den Welten manifestiert sich schon in den Bauten - das Familienhaus mit Tradition in Frankreich, die Zerstörung von Häusern in Israel. Die Theorie der Politik wandelt sich zur politischen Praxis, als sie erleben, wie die Soldaten rigoros ihren Auftrag erfüllen. Für Gitai, der sich immer gegen israelische Siedlungen auf palästinensischem Gebiet wandte, bedeutet der Film auch ein politisches Statement, indem er zeigt, wie Menschen, die von unterschiedlichen Regierungen zur Ansiedlung ermuntert wurden, genau von diesen aus Opportunitätsgründen evakuiert werden und ihre Heimat verlieren. Immer wieder tauchen bildlich Barrieren und Grenzen auf, sei es der Zaun am Bahnhof von Avignon, Straßensperren und Polizeikontrollen in Israel, Zäune zwischen Rabbi und seinen Anhängern, Polizei und Militär, Barrieren zwischen Palästinensern und Israelis. Die Kamera durchbricht die Trennungslinien, Metapher für die Möglichkeit, Grenzen überwinden zu können. Und wenn Mutter und Tochter sich treffen, überschreiten sie innerliche Grenzen, verringert sich zwar nicht die Schuld, ermöglicht die Versöhnung aber einen neuen und fragilen Status quo. mk.

Darsteller:  Juliette Binoche   als Ana
  Liron Levo   als Uli
  Jeanne Moreau   als Françoise
  Barbara Hendricks   als Barbara
  Dana Ivgy   als Dana
  Hiam Abbass   als Hiam
  Tomer Russo   als Tomer
  Israel Katorza   als Israel
  Yussef Abu Warda   als Youssef
  Uri Ran Klauzner   als Uri
 
Regie:  Amos Gitai  
Buch:  Amos Gitai  
  Marie-José Sanselme  
Musik:  Simon Stockhausen  
Kamera:  Christian Berger  
Produzent:  Amos Gitai  
  Laurent Truchot  
 

Fassungen

 

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Features

 

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Juliette Binoche

Ihre Krankenschwester in Italien, die sich in dem Welterfolg "Der englische Patient" in einem verlassenen Kloster um den mysteriösen...

 

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Jeanne Moreau

Sie war die Muse der Nouvelle Vague und wie ihre Kollegin Bernadette Lafont "die Braut des Kinos", sie veredelte mit ihrem rätselhaft-...