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Kaufvideo
Erhältlich seit:
05.02.2009
USA 2008
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 16
Ben Stiller
Jack Black
Robert Downey Jr.
Regie: Ben Stiller
Paramount Home Entertainment

Die nicht zuletzt aufgrund ihrer Aufsehen erregenden Cameo-Auftritte mit Spannung erwartete neue Komödie von Ben Stiller entpuppt sich als spritzige Hollywood-Farce, die manchmal gerne noch smarter wäre, als sie es tatsächlich ist.
Manchmal imitiert das Leben die Kunst. Das beweist "Tropic Thunder", der die Exzesse Hollywoods und Selbstverliebtheit seiner Stars in Form einer überkandidelten Parodie auf "Apocalypse Now" im Besonderen und das Genre des Kriegsfilms im Allgemeinen auf die Hörner nimmt, sich selbst aber genau dieser Vergehen schuldig macht: Die erste Regiearbeit von Ben Stiller seit "Zoolander" vor sieben Jahren und dem Vorgänger zumindest in der absurden Prämisse und der Zeichnung der von Stiller selbst gespielten Hauptfigur ähnlich, verwischt die Grenzen zwischen Satire und Realität so extrem, dass er seine namhaften Schauspieler bisweilen etwas zu augenzwinkernd Karikaturen ihrer in der Öffentlichkeit bekannten Persönlichkeiten spielen lässt: Stiller ist der nicht allzu helle und von sich selbst eingenommene Actionheld Tug Speedman, der sich nach einem katastrophalen Versuch im ernsten Fach als Forrest-Gump-Verschnitt "Simple Jack" auf dem absteigenden Ast befindet und an alte glorreiche Tage anknüpfen will. Jack Black spielt den für seinen Hang zur Flatulenz bekannten und von sich selbst eingenommenen Comedystar Fats Portnoy, der seine Drogensucht verheimlichen will. Und Robert Downey Jr. liefert eine brillante Performance als australischer und von sich selbst eingenommener Method-Actor Kirk Lazarus, der für eine Rolle so weit geht, sich die Haut färben zu lassen. Begleitet von dem wirklich schwarzen Rapstar Alpa Chino und dem Nachwuchsdarsteller Kevin, der so unauffällig ist, dass sich niemand seinen Namen merken kann, werden sie vom Fegefeuer der Eitelkeiten in ein wirkliches Fegefeuer geschickt, in dem alle exklusiven Handys, Festplattenrekorder und Annehmlichkeiten des Lebens auf der Überholspur nichts helfen. Der Film-im-Film über das teuerste Vietnamepos aller Zeiten mit einem überforderten Erstlingsregisseur, der schon nach fünf Drehtagen zwei Monate hinter Plan ist, entwickelt sich zu einem grotesken und niemals ernst zu nehmenden Survivaldrama im südostasiatischen Dschungel: Ausgehend von der Grundidee von Drei Amigos, treibt er die nach mehreren Pannen orientierungslos durch das Dickicht irrende Superstargruppe zum klimaktischen Zusammenprall einer mordlustigen Drogenbande, was sich wahlweise als Stunde der Bewährung, Wahrheit oder Erkenntnis entpuppt.
Alldieweil brennt Stiller ein Feuerwerk ab, zündender Gags ebenso wie endloser Kaskaden von Explosionen, hektischer Schnitte und plärrender Musik wie in einem Michael-Bay-Film. Tropic Thunder ist eine der lautesten Komödien aller Zeiten. Entsprechend laut und mit dicken Strichen aufgetragen müssen auch viele der Gags sein, um sich gegen die Kakophonie zu behaupten. Was nicht heißt, dass Subtilität keine Chance bekäme in dieser unablässigen Gagparade, die auch vor Pupswitzen keinen Halt macht: Im allgemeinen Getöse gehen die vielen cleverem Einfälle aber eher unter. Anders als in anderen gelungenen schwarzen Komödien über die Filmindustrie wie Robert Altmans "The Player" oder Michael Winterbottoms in Deutschland nach wie vor unveröffentlichtem "Tristram Shandy" geht es nicht darum, irgendetwas aufzudecken oder eine Erkenntnis zu Tage zu fördern. Stillers stets liebevolles Spiel mit Klischees und Stereotypen tut niemandem weh und hat ehrlich gesagt nichts zu erzählen, ist aber saukomisch, weil es sich stets nur Sprungbrett für seine Pointen versteht. Für einen Lacher ist jedes Mittel recht, ob es sich nun um die vielgerühmten Cameoauftritte, u. a. Tom Cruise als ebenso fetter wie fluchender Hollywood-Mogul oder Matthew McConaughey als Manager im Gewissenskonflikt, handelt, das Spiel mit Genrekonventionen gleich auf diversen Metaebenen (am begnadetsten: die den Film begleitende Dreharbeitendoku "Rains of Madness", die sich an dem berühmten "Hearts of Darkness" orientiert) oder Geistesblitze wie die aberwitzigen Fake-Trailer, mit denen eingangs die Hauptfiguren der von Kriegsfilmveteran John Toll ("Der schmale Grat") in prächtiges Licht gerückten Klamotte vorgestellt werden. Dass es schließlich die Nebenfiguren sind Nick Nolte als grimmiger Vietnamveteran mit Geheimnis, Danny McBride als orgiastischer Feuerteufel oder Steve Coogan als britischer Filmemacher, der förmlich aus dem Regiestuhl gesprengt wird -, die die nachhaltigsten Treffer landen, passt perfekt ins Konzept dieser Reise in den Scherz der Finsternis. ts.
Ben Stiller, Jack Black and Robert Downey Jr. sind die Spitze der Starbesetzung in der wahnwitzigen Komödie Tropic Thunder. Als sich drei der größten Hollywood-Stars aufmachen, um im Dschungel von Vietnam einen Kriegsfilm zu drehen, haben sie noch keine Ahnung, wie
real ein Film werden kann. Unerwartet und kontrovers ist Tropic Thunder "genial besetzt, unglaublich witzig und politisch völlig inkorrekt." - TV Direkt
Quelle: Paramount
- Audiokommentar mit Ben Stiller, Jack Black und Robert Downey Jr. - Tagebücher/Outtakes/Improvisationen mit Videoeinführung durch Ben Stiller - $%+ hochjagen! - Make-Up Test mit Tom Cruise - Die Besetzung von Tropic Thunder - Das heiße LZ - Volle Magazine - Rain of Madness Trailer
Quelle: Paramount
| Darsteller: | Ben Stiller | als Tugg Speedman | |
|---|---|---|---|
| Jack Black | als Jeff Portnoy | ||
| Robert Downey Jr. | als Kirk Lazarus | ||
| Steve Coogan | als Damien Cockburn | ||
| Jay Baruchel | als Kevin Sandusky | ||
| Danny R. McBride | als Cody | ||
| Brandon T. Jackson | als Alpa Chino | ||
| Bill Hader | als Rob Slolom | ||
| Nick Nolte | als Four Leaf Tayback | ||
| Matthew McConaughey | als Rick Peck | ||
| Tom Cruise | als Les Grossman | ||
| Brandon Soo Hoo | als Tran | ||
| Reggie Lee | als Byong | ||
| Trieu Tran | als Tru | ||
| Eva Drew | als Libby | ||
| Regie: | Ben Stiller | ||
| Buch: | Etan Cohen | ||
| Justin Theroux | |||
| Ben Stiller | |||
| Musik: | Theodore Shapiro | ||
| Kamera: | John Toll | ||
| Produzent: | Ben Stiller | ||
| Stuart Cornfeld | |||
| Eric McLeod | |||
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1, Türkisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch, Engl. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Audiokommentar, Outtakes, Featurettes, Trailer
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