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Tropic Thunder

Überdrehte Actionkomödie über einen Trupp verhätschelter Hollywood-Stars, die glauben, in Vietnam mit versteckten Kameras einen Kriegsfilm zu drehen, und in die Hände wahrer Drogenbarone fallen.


Tropic Thunder

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Erhältlich seit:
05.02.2009

Komödie/ Action

USA 2008
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 16

Ben Stiller
Jack Black
Robert Downey Jr.

Regie: Ben Stiller
Paramount Home Entertainment

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Überdrehte Actionkomödie über einen Trupp verhätschelter Hollywood-Stars, die glauben, in Vietnam mit versteckten Kameras einen Kriegsfilm zu drehen, und in die Hände wahrer Drogenbarone fallen.

Die Stars werden im Dschungel nicht mehr verhätschelt (Foto: Universal) Großansicht

Die Stars werden im Dschungel nicht mehr verhätschelt (Foto: Universal)

Regisseur Damien (Steve Coogan) hat sich für seinen neuesten Film, das teuerste Vietnam-Drama aller Zeiten, die bestbezahlten Schauspieler gesichert, wie den blasierten Superstar Speedman (Ben Stiller), den verweichlichten Komiker Portnoy (Jack Black) und den australischen Charakterstar Lazarus (Robert Downey Jr.), der sich für seine Rolle sogar die Hautfarbe ändern lässt.

Um nach anfänglichen Schwierigkeiten die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen, will Damien den Film fortan im Guerilla-Stil mit versteckten Kameras drehen. Deshalb glaubt die Schauspieler-Truppe auch dann noch, die Kameras würden laufen, als sie im Dschungel von echten Drogengangstern aufgespürt werden, die sie wiederum für die amerikanische Geheimpolizei halten.

Actionstar Speedman holt die Realität am Filmset ein (Foto: Universal) Großansicht

Actionstar Speedman holt die Realität am Filmset ein (Foto: Universal)

Stars im Kakao

Nach "Zoolander" zieht Ben Stiller in einer überdrehten Actionkomödie über einen Trupp verhätschelter Hollywoodstars seinesgleichen durch den Kakao.

Tropic Thunder

Die nicht zuletzt aufgrund ihrer Aufsehen erregenden Cameo-Auftritte mit Spannung erwartete neue Komödie von Ben Stiller entpuppt sich als spritzige Hollywood-Farce, die manchmal gerne noch smarter wäre, als sie es tatsächlich ist.

Manchmal imitiert das Leben die Kunst. Das beweist "Tropic Thunder", der die Exzesse Hollywoods und Selbstverliebtheit seiner Stars in Form einer überkandidelten Parodie auf "Apocalypse Now" im Besonderen und das Genre des Kriegsfilms im Allgemeinen auf die Hörner nimmt, sich selbst aber genau dieser Vergehen schuldig macht: Die erste Regiearbeit von Ben Stiller seit "Zoolander" vor sieben Jahren und dem Vorgänger zumindest in der absurden Prämisse und der Zeichnung der von Stiller selbst gespielten Hauptfigur ähnlich, verwischt die Grenzen zwischen Satire und Realität so extrem, dass er seine namhaften Schauspieler bisweilen etwas zu augenzwinkernd Karikaturen ihrer in der Öffentlichkeit bekannten Persönlichkeiten spielen lässt: Stiller ist der nicht allzu helle und von sich selbst eingenommene Actionheld Tug Speedman, der sich nach einem katastrophalen Versuch im ernsten Fach als Forrest-Gump-Verschnitt "Simple Jack" auf dem absteigenden Ast befindet und an alte glorreiche Tage anknüpfen will. Jack Black spielt den für seinen Hang zur Flatulenz bekannten und von sich selbst eingenommenen Comedystar Fats Portnoy, der seine Drogensucht verheimlichen will. Und Robert Downey Jr. liefert eine brillante Performance als australischer und von sich selbst eingenommener Method-Actor Kirk Lazarus, der für eine Rolle so weit geht, sich die Haut färben zu lassen. Begleitet von dem wirklich schwarzen Rapstar Alpa Chino und dem Nachwuchsdarsteller Kevin, der so unauffällig ist, dass sich niemand seinen Namen merken kann, werden sie vom Fegefeuer der Eitelkeiten in ein wirkliches Fegefeuer geschickt, in dem alle exklusiven Handys, Festplattenrekorder und Annehmlichkeiten des Lebens auf der Überholspur nichts helfen. Der Film-im-Film über das teuerste Vietnamepos aller Zeiten mit einem überforderten Erstlingsregisseur, der schon nach fünf Drehtagen zwei Monate hinter Plan ist, entwickelt sich zu einem grotesken und niemals ernst zu nehmenden Survivaldrama im südostasiatischen Dschungel: Ausgehend von der Grundidee von Drei Amigos, treibt er die nach mehreren Pannen orientierungslos durch das Dickicht irrende Superstargruppe zum klimaktischen Zusammenprall einer mordlustigen Drogenbande, was sich wahlweise als Stunde der Bewährung, Wahrheit oder Erkenntnis entpuppt.

Alldieweil brennt Stiller ein Feuerwerk ab, zündender Gags ebenso wie endloser Kaskaden von Explosionen, hektischer Schnitte und plärrender Musik wie in einem Michael-Bay-Film. Tropic Thunder ist eine der lautesten Komödien aller Zeiten. Entsprechend laut und mit dicken Strichen aufgetragen müssen auch viele der Gags sein, um sich gegen die Kakophonie zu behaupten. Was nicht heißt, dass Subtilität keine Chance bekäme in dieser unablässigen Gagparade, die auch vor Pupswitzen keinen Halt macht: Im allgemeinen Getöse gehen die vielen cleverem Einfälle aber eher unter. Anders als in anderen gelungenen schwarzen Komödien über die Filmindustrie wie Robert Altmans "The Player" oder Michael Winterbottoms in Deutschland nach wie vor unveröffentlichtem "Tristram Shandy" geht es nicht darum, irgendetwas aufzudecken oder eine Erkenntnis zu Tage zu fördern. Stillers stets liebevolles Spiel mit Klischees und Stereotypen tut niemandem weh und hat ehrlich gesagt nichts zu erzählen, ist aber saukomisch, weil es sich stets nur Sprungbrett für seine Pointen versteht. Für einen Lacher ist jedes Mittel recht, ob es sich nun um die vielgerühmten Cameoauftritte, u. a. Tom Cruise als ebenso fetter wie fluchender Hollywood-Mogul oder Matthew McConaughey als Manager im Gewissenskonflikt, handelt, das Spiel mit Genrekonventionen gleich auf diversen Metaebenen (am begnadetsten: die den Film begleitende Dreharbeitendoku "Rains of Madness", die sich an dem berühmten "Hearts of Darkness" orientiert) oder Geistesblitze wie die aberwitzigen Fake-Trailer, mit denen eingangs die Hauptfiguren der von Kriegsfilmveteran John Toll ("Der schmale Grat") in prächtiges Licht gerückten Klamotte vorgestellt werden. Dass es schließlich die Nebenfiguren sind Nick Nolte als grimmiger Vietnamveteran mit Geheimnis, Danny McBride als orgiastischer Feuerteufel oder Steve Coogan als britischer Filmemacher, der förmlich aus dem Regiestuhl gesprengt wird -, die die nachhaltigsten Treffer landen, passt perfekt ins Konzept dieser Reise in den Scherz der Finsternis. ts.

Tropic Thunder

Ben Stiller, Jack Black and Robert Downey Jr. sind die Spitze der Starbesetzung in der wahnwitzigen Komödie Tropic Thunder. Als sich drei der größten Hollywood-Stars aufmachen, um im Dschungel von Vietnam einen Kriegsfilm zu drehen, haben sie noch keine Ahnung, wie
real ein Film werden kann. Unerwartet und kontrovers ist Tropic Thunder "genial besetzt, unglaublich witzig und politisch völlig inkorrekt." - TV Direkt

Quelle: Paramount

- Audiokommentar mit Ben Stiller, Jack Black und Robert Downey Jr. - Tagebücher/Outtakes/Improvisationen mit Videoeinführung durch Ben Stiller - $%+ hochjagen! - Make-Up Test mit Tom Cruise - Die Besetzung von Tropic Thunder - Das heiße LZ - Volle Magazine - Rain of Madness Trailer

Quelle: Paramount

Darsteller:  Ben Stiller   als Tugg Speedman
  Jack Black   als Jeff Portnoy
  Robert Downey Jr.   als Kirk Lazarus
  Steve Coogan   als Damien Cockburn
  Jay Baruchel   als Kevin Sandusky
  Danny R. McBride   als Cody
  Brandon T. Jackson   als Alpa Chino
  Bill Hader   als Rob Slolom
  Nick Nolte   als Four Leaf Tayback
  Matthew McConaughey   als Rick Peck
  Tom Cruise   als Les Grossman
  Brandon Soo Hoo   als Tran
  Reggie Lee   als Byong
  Trieu Tran   als Tru
  Eva Drew   als Libby
 
Regie:  Ben Stiller  
Buch:  Etan Cohen  
  Justin Theroux  
  Ben Stiller  
Musik:  Theodore Shapiro  
Kamera:  John Toll  
Produzent:  Ben Stiller  
  Stuart Cornfeld  
  Eric McLeod  

"Mission: Impossible IV" wegen erfolglosem Tom Cruise vor dem Aus

Da ist der Titel auf tragische Weise Programm: Die "Mission: Impossible" wird für Tom Cruise offenbar tatsächlich zur unmöglichen Aufgabe ...

Tom Cruise ist seine eigene "Mission Impossible": Der ehemalige Top-Star bekommt seine Filmangebote nur noch unter Vorbehalt (Foto: UIP) Großansicht

Tom Cruise ist seine eigene "Mission Impossible": Der ehemalige Top-Star bekommt seine Filmangebote nur noch unter Vorbehalt (Foto: UIP)

Denn der einstige Superstar konnte zuletzt mit "Krieg der Welten", "Von Löwen und Lämmern" und "Operation Walküre" die hoch gesteckten Erwartungen nicht erfüllen, zu wenige Filmfans lösten ein Ticket. Vorbei also die Zeiten, in denen der Name Tom Cruise klingelnde Kassen garantierte - das galt insbesondere und zur großen Enttäuschung der Macher für "Mission: Impossible III".

Die Filmreihe um den Top-Agenten Ethan Hunt hatte in den Neunzigern stark zum Superstar-Status von Tom Cruise beigetragen. Doch seit er sich mit seinem peinlichen Auftritt bei Oprah Winfrey, umstrittenen Aussagen über Drogentherapien und offensiver Sektenwerbung für Scientology immer mehr zur Zielscheibe beißender Häme gemacht hat, klebt auf dem ehemaligen Blockbuster-Garanten das Etikett "Kassengift".

Tom Cruise als Ethan Hunt: Wer wird sein Nachfolger?

Darum haben die Strategen beim Filmriesen Paramount für das lange geplante vierte "Mission: Impossible"-Abenteuer nun sogar die Handbremse gezogen: Nur falls Toms demnächst startender Action-Spaß "Knight and Day" mit Cameron Diaz ordentlich Kasse macht, darf Cruise auch als Ethan Hunt wieder unlösbare Probleme lösen.

Aber selbst falls "M:I IV" zustande kommt, planen die Macher in Sachen Tom Cruise einen Abschied auf Raten. Angeblich soll im Drehbuch ein junger Schützling von Ethan Hunt auftauchen, der den Titelhelden dann mittelfristig in eventuellen weiteren Filmen beerben kann. Welcher Schauspieler dabei in Toms Fußstapfen treten soll, ist allerdings noch nicht bekannt.

Für Tom Cruise ist die Nachricht besonders bitter, weil er zuletzt mit seinem Comedy-Auftritt als fetter, ekelhafter Filmproduzent Les Grossman bei den MTV Movie Awards große Sympathien gewinnen konnte. Die Figur aus "Tropic Thunder" soll sogar einen eigenen Kinofilm bekommen. An Toms Potenzial als ernstzunehmender Action-Held scheint aber niemand mehr so recht zu glauben ...

 

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