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True North - Der letzte Fang

Erschütterndes Drama über schottische Hochseefischer, die aus finanzieller Not chinesische Flüchtlinge schmuggeln.


True North - Der letzte Fang

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Erhältlich seit:
23.07.2009

Originaltitel: True North

Drama

Deutschland/Irland/Großbritannien 2006
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 16

Peter Mullan
Gary Lewis
Martin Compston

Regie: Steve Hudson
FilmConfect Home Entertainment

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Erschütterndes Drama über schottische Hochseefischer, die aus finanzieller Not chinesische Flüchtlinge schmuggeln.

Die Crew ist nicht nur zum Fischen unterwegs (Foto: Alpha Medienkontor) Großansicht

Die Crew ist nicht nur zum Fischen unterwegs (Foto: Alpha Medienkontor)

Weil Fischfang die hohe Verschuldung durch das Boot nicht mehr auffangen kann, trifft Skippersohn Sean (Martin Compston) eine verhängnisvolle Entscheidung. Ohne seinen Vater zu informieren, versteckt er chinesische Flüchtlinge unter entwürdigenden Bedingungen im Frachtraum, um sie nach Großbritannien zu bringen.

Als die Wahrheit ans Licht kommt, löst sie eine von Verzweiflung getriebene Tragödie aus, die Opfer auf beiden Seiten kostet.

Das Regiedebüt von Schauspieler Steve Hudson überzeugt durch subtiles unsentimentales Erzählen, das sich auf die Emotionen und das Beziehungsgefüge seiner Figuren konzentriert. Der Fokus liegt auf der Crew, die man im Unterschied zu den geschmuggelten Flüchtlingen kennen lernt.

Su Li hat schon viel mitgemacht in ihrem Leben (Foto: Alpha Medienkontor) Großansicht

Su Li hat schon viel mitgemacht in ihrem Leben (Foto: Alpha Medienkontor)

Leid und Verzweiflung

Trotz Anonymität erschüttern deren Leid und Verzweiflung, auch weil es in einem jungen chinesischen Mädchen stellvertretend sichtbar wird.

True North - Der letzte Fang

Deutsch-irisch-englische Koproduktion über die Tragödie des Menschenschmuggels und schottische Hochseefischer, die darin verwickelt werden.

Die Vita von Steve Hudson, Cambridge-Absolvent und Darsteller in deutschen TV-Produktionen ("Verbotene Liebe"), nimmt eine weitere überraschende Wende. Das Regiedebüt des vielseitigen Briten, der auch das Drehbuch schrieb, präsentiert sich als kompetentes Drama mit Top-Darstellern und subtiler Erzählweise. Nichts führt hier ein dramatisches Ausrufezeichen, vieles wird nicht ausgesprochen, sondern nur angedeutet, dennoch erschüttert "True North", ohne emotional zu manipulieren.

Es beginnt mit chinesischen Flüchtlingen, die Argumentationen einüben, sollten sie von den Einwanderungsbehörden gestellt werden. Das Gesicht eines Mädchens, in deren Tränen sich die Wunden eines traumatischen Lebens zeigen, bleibt in Erinnerung - und das nicht ohne Grund. Su Lis Weg wird die vierköpfige Crew eines schottischen Fischkutters kreuzen. An Bord ein verklemmter Koch, ein lauter Spaßvogel (Peter Mullan), der wortkarge Skipper und sein Sohn (Martin Compston), der aus der Not, den immer ertragloseren Fischzügen, einen Ausweg sucht und eine verhängnisvolle Entscheidung trifft. In Ostende bringt er ohne Wissen des Vaters chinesische Emigranten an Bord, die er gegen gutes Geld nach Großbritannien bringen soll. Sie werden in den frostig-feuchten Laderaum gesperrt - nur dem Mädchen gelingt es, sich im Kajütenbereich zu verstecken. Ihre Entdeckung durch den Koch mündet in eine heikle, delikat inszenierte Szene, in der sich das Mitgefühl des Manns mit verdrängter sexueller Neugier mischt, die das Mädchen verängstigt und zu einem auch für den Koch schockierenden Angebot zwingt. Verzweiflung ist das dominante Motiv - auf beiden Seiten.

Weil die Gruppe im Grunde gesichtslos bleibt und ihre entwürdigende Situation nur angedeutet wird, ist die kleine Chinesin Symbolfigur einer globalen Tragödie von Heimat- und Familienverlust, von einem Leben auf der Flucht und in der Fremde. Zu großen Teilen auf See spielend, beobachtet "True North" das Beziehungsgefüge an Bord, den Kampf gegen raues Wetter und das distanzierte Verhältnis eines Vaters zum Sohn, das schließlich eine Tragödie auslöst. Unsentimental ist Hudsons Film, seine Empathie nicht ins Herz des Zuschauers gehämmert, sein Gewissen aber immer spürbar. Und seine Darsteller, drei davon Veteranen aus Ken-Loach-Filmen, sind beeindruckend. kob.

Darsteller:  Peter Mullan   als Riley
  Gary Lewis   als Der Skipper
  Martin Compston   als Sean
  Steven Robertson   als Der Koch
  Angel Li   als Su Li
  Prof. Hark Bohm   als Pol
 
Regie:  Steve Hudson  
Buch:  Steve Hudson  
Musik:  Edmund Butt  
Kamera:  Peter Robertson  
Produzent:  Sonja Ewers  
  Benjamina Mirnik  
  David Collins  
  Eddie Dick  
 

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Peter Mullan

Schottischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor. Als Regisseur Gewinner des Goldenen Löwen von Venedig für das Drama "Die unbarmherzigen...

 

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