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Twin Town

Rabenschwarzes Thrillerdebüt aus England in bester "Kleine Morde unter Freunden"-Tradition.


Twin Town

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Erhältlich seit:
25.11.2011

Komödie/ Drama

Großbritannien 1997
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 16

Llyr Ifans
Rhys Ifans
Dougray Scott

Regie: Kevin Allen
Koch Media

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Twin Town

Swansea, Südwales. Jeremy und Julian Lewis sind ungehobelte Zwillinge, die nicht viel anderes im Sinn haben, als Autos zu stehlen und Marihuana zu rauchen. Doch dann fällt ihr Vater, der Bauarbeiter Fatty Lewis, vom Gerüst und weckt dadurch den Familiensinn seiner beiden nichtsnutzigen Söhne. Sie verlangen von dem Bauherrn und Lokal-Mafiosi Bryn Cartwright ein stattliches Schmerzensgeld - das sie natürlich nicht bekommen. Doch damit beschwört dieser erst recht die Rache der Lewis-Brüder herauf. Und die ist fürchterlich...

Makabrer als "Trainspotting" und komischer als "Kleine Morde unter Freunden" ist Kevin Allens Regiedebüt eine wunderbar überzogene Groteske über das Leben im Rauschzustand. Geschickt versteht es der Filmemacher dabei, hinter allem originell-anarchischen Humor immer wieder auch kritische Untertöne zu provinzieller Borniertheit und Gemeinheit anzuschlagen. Die hierzulande unbekannte Darstellerriege gibt geschlossen eine brillante Vorstellung ab und macht diese gutgelaunte Chaos-Komödie somit zu einem potentiellen Kult-Hit für die zahlreiche Fangemeinde von liebenswert schrägen Brit-Movies.

Twin Town

Mit "Trainspotting"-Tempo und "Kleine Morde unter Freunden"-Schwarz-Humor getimte und gespickte Grotesk-Komödie über die Rache der Lewis-Zwillinge an dem Mord ihrer Familie, den ein lokaler Bauunternehmer und Mafioso durch einen drogenabhängigen korrupten Polizisten begehen läßt. Der Kurzinhalt von Kevin Allens Debütfilm läßt bereits das makabre Potential erahnen, das dank ungeschönt alltagsharter und urkomischer Dialoge und verbaler Boshaftigkeiten wie ein Trommelfeuer ausgespuckt wird.

Drehbuchautor Paul Durden hat seine Heimatstadt Swansea in Wales, ein Provinznest im Sinne des Wortes, als "a pretty shitty city" bezeichnet, was zu Beginn im Dialog wiederaufgenommen wird und Erwartungen weckt, die der Film voll einlöst. Denn dieses Wales ist nicht das der liebevoll skurrilen Typen aus "Der Engländer, der auf einen Hügel stieg..." oder der Kostüm-Kämpfer aus "Der erste Ritter" und "Restoration", sondern es ist eine Region gemeiner Intrigen, illegaler Deals und sozialdarwinistischen Manchester-Kapitalismus. So merkwürdig sich das anhört, aber genau diese explosive Mischung macht "Twin Town" zu einem ungeschliffenen härteren Bruder von "Trainspotting" und zu einem Film, der aus allen Gleisen rast.

Entsprechend drastisch und wie Schläge in die Magengrube sehen die Aktionen aus: Was mit einem Bauunfall, Kunstrasenzerstörung und Wasserlassen auf einer Karaoke-Sägerin beginnt, steigert sich mit abgeschnittenem Pudelkopf, Wohnwagenexplosion und Erhängen in der Garagentür-Mechanik und doppeltem Seebegräbnis in die Abgründe pechschwarzer Leichenfarcen, als hätte Shakespeares kleiner Bruder die Elisabethanische Rachetragödie in die Moderne verpflanzt. In diesem Ambiente zwischen Kokaindeals und abgesprochenen Wetten, bestochenen Polizisten und flinken Massage-Frauen mit losem und ausgesprochen schlagfertigem Mundwerk gedeiht das Chaos-Potential prächtig.

Gegenüber "Trainspotting" ist das Timing etwas weniger rasant, doch die erst in der zweiten Hälfte auftrumpfenden Rache-Zwillinge reißen das Steuer immer wieder in unvorhergesehene Richtungen, ob sie spontan einen "Fish and Chips"-Stand in der Wildnis eröffnen oder mit geklauten Wagen Amok fahren. Die bei uns unbekannten Darsteller bringen den Vorteil unverbrauchter Gesichter mit sich, und die Vorgabe, die Zwillinge als O-je-oh-je-Debil-AG mit einfallsreichen Mordkünsten ohne jeden Hintergedanken an Moral zu zeichnen, steht in der Tradition britischer Krimi-, Leichen- und "Fitz"-Kunst. Ein echter Trainspotter mit entsprechendem trendy Soundtrack.ger.

Twin Town

In der walisischen Provinzstadt Swansea ist das Leben einfach nur trübe und langweilig. Es wimmelt nur so von korrupten Polizisten, kokaindealenden Bauherren, Autodieben und anderen Gaunern. Mittendrin finden sich die etwas verloren wirkenden Lewis-Zwillinge, zwei Kleingangster, die eigentlich keine sind, aber wie Gin und Tonic zusammenhalten. Als sich ihr ständiger Untergrundkampf mit dem Baulöwen Cartwright zuspitzt, eskaliert die Situation - es kommt zu kleinen Morden unter Nachbarn, die höchst vergnüglich anzusehen sind.

Quelle: Koch Media

Darsteller:  Llyr Ifans   als Julian
  Rhys Ifans   als Jeremy
  Dougray Scott   als Terry
  Dorien Thomas   als Greyo
  William Thomas   als Bryn
  Sue Roderick   als Lucy
  Di Botcher  
  Huw Ceredig  
  Rachel Scorgie  
  Jenny Evans  
  Brian Hibbard  
  Morgan Hopkins  
 
Regie:  Kevin Allen  
Buch:  Kevin Allen  
  Paul Durden  
Musik:  Mark Thomas  
Kamera:  John Mathieson  
Produzent:  Peter McAleese  
 

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Dougray Scott

Die buschigen Brauen und tief liegenden Augen über ausgeprägten Wangenknochen verleihen Dougray Scott das Aussehen eines übernächtigten,...