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Und dann der Regen

Die Dreharbeiten zu einem Film über den Eroberer Kolumbus konfrontieren die Macher mit den aktuellen Problemen der Einheimischen mit den Machthabern. Starkes, sozial engagiertes Drama.


Und dann der Regen

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Erhältlich seit:
10.08.2012

Originaltitel: Tambien la lluvia

Drama

Spanien/Frankreich/Mexiko 2010
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 12

Luis Tosar
Gael García Bernal
Carlos Aduviri

Regie: Icíar Bollaín
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Und dann der Regen

Starkes Politdrama von Icíar Bollaín um Dreharbeiten, die in den Strudel sozialer Rebellion geraten.

An Originalschauplätzen in Bolivien gedreht, entwickelt sich "Tambien la lluvia" (genauer: Sogar der Regen) von der Schilderung schwieriger Dreharbeiten zum starken Politdrama um Ausbeutung und Rebellion im Regenwald. Drehbuchautor Paul Laverty (gewann mit Regisseur Ken Loach 2007 die Goldene Palme für "The Wind That Shakes the Barley") setzt von Anfang an auf Konfrontation. Da wird der idealistische Regisseur Sebastian (Gael Garcia Bernal), der in seinem historischen Drama über Christoph Kolumbus den Entdecker als goldgierigen Kolonialisten entlarven will, von indianischen Statisten angegangen, weil sie, als billige Kräfte angeheuert, für den Film und zu seinem Vorteil missbraucht werden.

Pragmatischer geht Produzent Costa (dreifacher Goya-Preisträger Luis Tosar, "Öffne meine Augen") vor. Er weiß, wie man mit Geld umgeht und Probleme regelt. Nur hat auch er nicht mit den sozialen Unruhen gerechnet, die in Cochabamba zur offenen Rebellion führen, weil die Regierung die Wasserversorgung der Region an einen Multi verkauft hat. Die Stadt explodiert. Hier treffen sich die Vorgänge des bolivianischen Wasserkriegs vom April 2000 mit den Vorgängen vor 500 Jahren, als Kolumbus und die Konquistadoren ins Land einfielen. Costa, für den nur zählt, dass der Film in Zeitplan und Budget bleibt, steht vor Entscheidungen, die ihn zur Schlüsselfigur machen.

Von Bernal und Tosar grandios gespielt, inszeniert Icíar Bollaín ("Öffne meine Augen") ein vielschichtiges und aufregendes Drama, das den manischen Eroberungsdrang der Spanier aus Werner Herzogs "Aguirre, der Zorn Gottes" mit den Auswirkungen globaler Kolonisation durch Konzerne und Mächtige, zu einer Studie über Hybris und den Zustand der Welt verdichtet. Mit toller Musik von Alberto Iglesias und phantastischer Kameraarbeit von Alex Catalan, der in der Szene mit dem Holzkreuz am Helikopter den Anfang von Fellinis "La dolce vita" und Filmgeschichte erster Sahne zitiert und schafft. ger.

Darsteller:  Luis Tosar   als Costa
  Gael García Bernal   als Sebastián
  Carlos Aduviri   als Daniel/Hatuey
  Karra Elejalde   als Antón/Kolumbus
  Cassandra Ciangherotti   als Maria
  Raúl Arévalo   als Juan/Antonio de Montesinos
  Milena Soliz   als Belen
 
Regie:  Icíar Bollaín  
Buch:  Paul Laverty  
Musik:  Alberto Iglesias  
Kamera:  Alex Catalán  
Produzent:  Juan Gordon  
 

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