DVD Leihvideo

... und dann kam Polly

Bad-Taste-Beziehungs-Comedy nach bewährten Muster der "Meine Braut, ihr Vater und ich"-Partner John Hamburg und Ben Stiller.


... und dann kam Polly

Leihvideo

Erhältlich seit:
08.07.2004

Originaltitel: Along Came Polly

Komödie

USA 2004
Laufzeit: 87 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Ben Stiller
Jennifer Aniston
Philip Seymour Hoffman

Regie: John Hamburg
Universal Pictures Germany

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Ultimative Ablach-Komödie: Gegensätze ziehen sich an, wenn es zwischen Chaotin Jennifer Aniston und Neurotiker Ben Stiller beim "dirty dancing" funkt.

Nur mit Mühe gelingt es Stadt-Neurotiker Ben Stiller mit Jennifer Aniston den Takt zu halten (Foto: UIP) Großansicht

Nur mit Mühe gelingt es Stadt-Neurotiker Ben Stiller mit Jennifer Aniston den Takt zu halten (Foto: UIP)

Honeymoon in der Karibik - Liebe, Lust und Leidenschaft unter wolkenlosem Himmel. Aus Vorfreude wird es dem netten Versicherungsangestellten Reuben Feffer (Ben Stiller) schon ganz heiß bei dem Gedanken.

Die kalte Dusche folgt prompt. Seine frisch angetraute Lisa (Debra Messing) treibt's am ersten Tag mit einem französischen FKK-Tauchlehrer. Am Boden zerstört, kehrt der Betrogene nach New York zurück, wo schon jeder im Freundes- und Kollegenkreis Bescheid weiß und ihm mitleidsvoll auf die Schulter klopft.

Nach der Devise "andere Mütter haben auch schöne Töchter" stürzt sich der Neu-Single ins Nachtleben und stolpert über seine ehemalige Mitschülerin Polly Prince (Jennifer Aniston), die sich als Kellnerin über Wasser hält und durch die Welt gegondelt ist, statt wie der brave Bubi an der Uni zu büffeln.

Benn Stillers Leben war langweilig... und dann kam Polly (Foto: UIP) Großansicht

Benn Stillers Leben war langweilig... und dann kam Polly (Foto: UIP)

Alles aus Liebe

Während er in einer sterilen Vorort-Wohnung mit Zierkissen lebt und sich zähneknirschend über seinen Chef (Alec Baldwin) ärgert, haust sie in einer Art Villa Kunterbunt samt blindem Frettchen, das mit dem Kopf gegen jede Wand knallt.

Gegensätze ziehen sich eben an. Und so springt der Schlipsträger aus Liebe über den eigenen Schatten, schaufelt beim Marokkaner trotz Allergie scharfes Essen in sich hinein, lässt sich zum "dirty dancing" verführen und von Pollys schwulem kubanischen Eintänzer in die Geheimnisse des Salsa einweihen.

Tritt mir nicht immer auf die Füße, Darling (Foto: UIP) Großansicht

Tritt mir nicht immer auf die Füße, Darling (Foto: UIP)

Ein Test fürs Leben

Als urplötzlich die Ex wieder auftaucht, gerät er ins Schwitzen und macht eine Computer-Analyse. Ergebnis: Polly passt besser. Die findet diese Art der Entscheidung überhaupt nicht komisch und packt wutentbrannt die Koffer. Adieu New York! Da muss sich der gute Reuben schnell etwas einfallen lassen.

Kein Auge bleibt trocken, wenn Regisseur John Hamburg die temperamentvolle Jennifer Aniston (das Eheleben mit Brad Pitt tut ihr sichtlich gut) auf den neurotischen Ben Stiller loslässt, der aber auch alles falsch macht.

Wo das Frettchen ist, kann Polly nicht weit sein (Foto: UIP) Großansicht

Wo das Frettchen ist, kann Polly nicht weit sein (Foto: UIP)

Nur vom Feinsten

Als verklemmter Reuben tappt er in jedes Fettnäpfchen und kriegt erst in letzer Sekunde die Kurve, während Aniston (um Klassen besser als in "Friends") als charmante Chaotin für Unordnung sorgt. Dem wilden Pärchen zur Seite steht das beste Personal, darunter Philip Seymour Hoffman als Schauspieler ohne Fortune, Debra Messing als herzloses Biest und Hank Azaria als französischer Nackedei.

Alle zusammen machen diese deftige Kino-Kost à la "Meine Braut, ihr Vater und ich" zum ultimativen Komödien-Kracher. Ablachen ist Pflicht.

... und dann kam Polly

Ben Stiller profiliert sich in seiner aktuellen romantischen Komödie einmal mehr als Comedyking des Kloschlüssel-Gags, wie er es bereits ausgiebig in seinen genreverwandten Hits "Verrückt nach Mary" und "Meine Braut, ihr Vater und ich" vorgemacht hatte. Als Partnerin an seine rollentypisch neurotische Seite gesellt sich diesmal Jennifer Aniston ("Bruce Allmächtig"), die nach dem "Gegensätze ziehen sich an"-Prinzip eine chaotisch-spontane Freinatur gegenüber Stillers verklemmt-risikoscheuen Versicherungsangestellten spielt. Dem US-Publikum gefällt die Kombination, und mit einem Einspiel von 27,6 Mio. Dollar konnte gar der bisherige Januarrekord gebrochen werden.

Als Regisseur und Drehbuchautor fungiert John Hamburg, der bereits die Skripts für Stillers Komödien "Meine Braut, ihr Vater und ich" und "Zoolander" verfasste. Insgesamt weicht Hamburg wenig vom vertrauten Allgemeinkonzept der Vorgänger ab, was sich bereits mit der Namensgebung seines Protagonisten - Reuben Feffer - bemerkbar macht. Feffer wird als glücklicher Bräutigam eingeführt, der die Flitterwochen mit seiner Angetrauten Lisa ("Will & Grace"-Sitcom-Darling Debra Messing) in der Karibik verbringt. Doch bereits am ersten Tag betrügt sie ihn mit einem FKK praktizierenden Tauchlehrer (Hank Azaria erstaunt völlig unerwartet als modelhaftes Muskelpaket). Am Boden zerstört kehrt Reuben allein nach New York zurück, wo ihm von allen Seiten betroffenes Mitleid entgegenschlägt. Bei einer Party, zu der ihn sein bester Freund (Philip Seymour Hoffman liefert eine perfekte Imitation von Jack Black) schleift, trifft er zufällig seine ehemalige Mitschülerin Polly Prince (Aniston wirkt als Filmschauspielerin zunehmend entspannter). Ein paar Tage darauf verabreden sie sich zum ersten Treff in einem marokkanischen Restaurant. Da Reuben kein scharfes Essen verträgt, kommt es anschließend zu einer langgezogenen pannenreichen "Sitzung" in Pollys Badezimmer. Anstelle von Hund oder Katze hält sich Polly sich ein blindes Frettchen als Haustier, das seine Portion von genretypischen cartoonhaften Peinigungen erdulden muss. Der Löwenanteil der Lacher geht allerdings erwartungsgemäß auf Stillers Kosten, der als uncooler Durchschnittstyp von einer Peinlichkeit in die nächste stolpert. Da Stiller sich bereits in "Zoolander" so gut eingetanzt hatte, wird auch hier mit einer amüsanten (Salsa-)Tanzeinlage aufgewartet. Wenig überraschend sind auch die komödiantischen Komplikationen, die eintreten, als Lisa zurückkehrt und Reuben kurzzeitig zwischen zwei schönen Frauen hin- und hergerissen ist.

Weshalb die Damen sich allerdings von ihm angezogen fühlen, bleibt eine von den urtypischen filmischen Mysterien, die schon lange keiner mehr hinterfragt. Dennoch trägt dies unterschwellig zum stark nach "Best of"-Schema konstruiert wirkenden Gesamteindruck ein. Auch die Nebenrollen sind in erster Linie eine Zusammenstellung von amüsanten Karikaturen, wie Reubens vulgärem Boss (Alec Baldwin sehr souverän einmal mehr als Schleimbeutel) oder seine ihn wie einen kleinen Jungen behandelnde Mutter. Doch auch wenn es an Originalität mangeln mag, streut die Bad-Taste-Beziehungskomödie genügend Gagpfeffer ein, um ein kurzweiles Kinovergnügen zu servieren. Das sollte auch in Deutschland zünden - und zwar nicht zu knapp. ara.

Darsteller:  Ben Stiller   als Reuben Feffer
  Jennifer Aniston   als Polly Prince
  Philip Seymour Hoffman   als Sandy Lyle
  Debra Messing   als Lisa Kramer
  Alec Baldwin   als Stan Indursky
  Hank Azaria   als Claude
  Bryan Brown   als Leland Van Lew
  Jsu Garcia   als Javier
  Michele Lee   als Vivian Feffer
  Bob Dishy   als Irving Feffer
  Missi Pyle   als Roxanne
  Mark Adair-Rios   als Miguel
  Nathaniel Dean   als Mitch
  James DuMont   als Larry
  Amy Hohn   als Cheryl
 
Regie:  John Hamburg  
Buch:  John Hamburg  
Musik:  Theodore Shapiro  
Kamera:  Seamus McGarvey  
Produzent:  Danny DeVito  
  Michael Shamberg  
  Stacey Sher  

Frettchen attackiert Ben Stiller

Missgeschicke und Slapsticknummern gehören zum Rollenrepertoire des Comedystars aus "Verrückt nach Mary" und "Meine Braut, ihr Vater und ich". Jetzt wurde Ben Stiller unfreiwillig zur Lachnummer, wenn auch auf äußerst schmerzhafte Weise...

Kein Frettchen-Freund mehr: Ben Stiller (Foto: UIP) Großansicht

Kein Frettchen-Freund mehr: Ben Stiller (Foto: UIP)

Während der Dreharbeiten zu John Hamburgs romantischer Komödie "... Und dann kam Polly" ist der Schauspieler überraschend von einem Frettchen angegriffen worden. Mit dem kleinen Tier auf dem Arm sollte Stiller Schauspielkollegin Jennifer Aniston in einer der letzten Szenen hinterherlaufen.

Und täglich grüßt das Murmeltier?

Dem kleinen Fleichfresser hat's anscheinend herzlich wenig gefallen, denn kurzerhand verbiss es sich in Stillers Kinn. Angesichts des messerscharfen Bissapparates sicherlich eine schmerzhafte Erfahrung! Doch damit nicht genug, denn Stiller musste sofort gegen Tollwut geimpft werden.

Wenn das nicht ironisch ist: Stiller mimt in der Komödie einen risikoscheuen und übervorsichtigen Versicherungsagenten. Weniger zimperlich scheint hingegen der wahre Ben mit dem urigen Tierchen umgegangen zu sein.

 

... und dann kam Polly in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Ben Stiller

Comedy-Ass Ben Stiller spezialisierte sich als Schauspieler zunächst auf die Darstellung von Männern, die in peinliche Situationen geraten und...

 

Star

Jennifer Aniston

Als permanent unter Liebeskummer leidende, auf Kosten ihres Vaters lebende Rachel wurde Jennifer Aniston in der TV-Serie "Friends" zum...