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Und Jimmy ging zum Regenbogen

Fernsehfilm frei nach dem gleichnamigen Roman von Johannes Mario Simmel.


Und Jimmy ging zum Regenbogen

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Erhältlich seit:
18.12.2008

Thriller/ Melodram

Deutschland 2008
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 12

Heino Ferch
Dennenesch Zoudé
Wolf-Dietrich Sprenger

Regie: Carlo Rola
Highlight Communications (Deutschland)

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Und Jimmy ging zum Regenbogen

Heute ist kaum noch vorstellbar, wie sehr Johannes Mario Simmel in den Sechziger- und Siebzigerjahren die Buchszene dominiert hat. Für zusätzliche Popularität sorgten die Kinoverfilmungen. "Es muss nicht immer Kaviar sein", "Liebe ist nur ein Wort", "Und Jimmy ging zum Regenbogen", "Gott schützt die Liebenden": Allein die Titel waren ungemein einprägsam.

Romane wie Filme folgten einem immer wieder ähnlichen Strickmuster, wobei die Komplexität der Vorlagen in den Adaptionen naturgemäß verflachte. Im Mittelpunkt der Geschichten stehen gern normale Sterbliche, die mit existenziellen Fragen konfrontiert werden. Den Hintergrund bilden dabei große gesellschaftspolitische Themen, doch im Vordergrund geht es immer um Liebe. Die meisten Filme wurden von der Trias Luggi Waldleitner (Produktion), Manfred Purzer (Buch) und Alfred Vohrer (Regie) hergestellt, die immer wieder die gleichen Schauspieler besetzten: Harald Leipnitz als Held wider Willen, Judy Winter als tragische Geliebte, Herbert Fleischmann als zwielichtige Gestalt.

Obwohl Simmel noch lebt, ist sein Werk etwas in Vergessenheit geraten. Der Produzent Oliver Berben hat sich nach und nach die Rechte an sämtlichen Romanen gesichert. Als bekannt wurde, dass er die Bücher fürs ZDF verfilmen werde, stand sein Telefon nicht mehr still: Eine Vielzahl anspruchsvoller Schauspieler, Autoren und Regisseure haben sich gemeldet, um an einer der Produktionen mitwirken zu können. Das ist um so überraschender, weil die Generation der Jahrgänge 1955 bis 1970 ein distanziertes Verhältnis zu Simmels Werk hatte: Simmel galt als massenpopuläre Trivialliteratur und typische Elternlektüre, es gehörte zum guten Ton, ihn abzulehnen.

Für die Neuverfilmung des Thrillers "Und Jimmy ging zum Regenbogen" war Heino Ferch gemeinsam mit der dunkelhäutigen Schauspielerin Dennenesch Zoudé (Gattin von Berbens Stammregisseur Carlo Rola) erste Wahl. Ferch kam das Angebot gerade Recht: Er bemüht sich seit einiger Zeit sichtlich um Rollen, die sein Spektrum nicht auf physisch präsente Verantwortungsträger reduzieren. Manuel Aranda, die Hauptfigur aus "Und Jimmy ging zum Regenbogen", ist alles andere als ein strahlender Held und ähnelt darin stark dem Plastefuger Hans Kuhlke in "Die Mauer - Berlin' 61". Das Härteste an dem Argentinier sind seine Cowboy-Stiefel. Er kommt nach Berlin, um die sterblichen Überreste seines Vaters abzuholen. Schockiert muss er erfahren, dass der alte Herr keineswegs eines natürlichen Todes gestorben ist. Und nicht nur das: Aranda senior, angeblich gebürtiger Argentinier, war in jungen Jahren glühender Nazi. Kurz vor seinem Tod hat der Chemiker ein hochwirksames Nervengift erfunden, das bereits in winzigen Dosen absolut tödlich ist. Prompt geriet er ins Visier diverser Geheimdienste. Dieses Schicksal widerfährt nun auch seinem Sohn, dem selbstredend niemand abnimmt, er wisse von nichts. Die einzige, die ihm glaubt, ist Irene Waldeck (Zoudé): Ihre Großmutter hat Manuels Vater ermordet. Nicht minder erschüttert entdeckt die Polizistin, dass die Schicksale der beiden Familien eng miteinander verknüpft sind.

Anders als Alfred Vohrer vor knapp dreißig Jahren hat Carlo Rola den Film fast zurückhaltend inszeniert. Es dominieren Innen- und Nahaufnahmen sowie viele Dialoge, die Figuren scheinen sich regelrecht in einer Schockstarre zu befinden. Rola wollte sich offensichtlich von den alten Simmel-Filmen abheben und hat den Film daher sehr bewusst als Kammerspiel gestaltet. Was als Überraschungseffekt geplant ist, könnte sich als Bumerang entpuppen: Wer einen auftrumpfenden "Event"-Film erwartet, wird enttäuscht sein. Einzig die elegische Musik des mittlerweile verstorbenen Georg Kleinebreil, der zuletzt viel für Oliver Berben und Carlo Rola ("Die Patriarchin", "Afrika, mon amour") gearbeitet hat, vermittelt eine Ahnung von großem Kino. Durch die Konzentration auf das Seelenleben der Figuren mangelt es dem Film deutlich an Tempo und Spannung. Seltsam distanziert ist auch die Beziehung zwischen Manuel und Irene: von Knistern keine Spur.

Simmel selbst hat übrigens darauf geachtet, dass der Geist seines Buches bewahrt bleibt: Er ist mit Carlo Rola befreundet. tpg.

Und Jimmy ging zum Regenbogen

Berlin 1996. In einer Bibliothek wird der argentinische Chemiefabrikant Rodolpho Aranda (Edgar M. Böhlke)
ermordet aufgefunden. Eine alte Dame hat ihn mit Zyankali vergiftet und sich anschließend selbst das Leben
genommen. Die Polizei kann keine Verbindung zwischen Opfer und Täterin feststellen. Als Arandas Sohn Manuel
(Heino Ferch) eintrifft, um die Leiche seines Vaters nach Argentinien zu überführen, ist der Fall offiziell bereits
abgeschlossen.

Manuel will wissen, was sich hinter der mysteriösen Tat verbirgt - und findet ausgerechnet in der Enkelin der
Frau, die seinen Vater umgebracht hat, seine einzige Verbündete: Gemeinsam mit Irene (Dennenesch Zoudé),
einer attraktiven jungen Kommissarin, begibt der argentinische Arzt sich auf eine Spurensuche in die Vergangen-
heit, die zurück bis in die Zeit des Nationalsozialismus führt. Zugleich gerät das ungleiche Paar ins Kreuzfeuer
der internationalen Geheimdienste, mit denen Aranda senior vor seinem Tod ins Geschäft gekommen war.
Als Manuel endlich die ganze Wahrheit über seinen Vater erfährt, wird klar: Die Schuld der Vergangenheit
wirkt bis in die Gegenwart - und die Nachkommen müssen den grausamen Preis dafür zahlen.

UND JIMMY GING ZUM REGENBOGEN ist eine packende Inszenierung des Bestsellers von Johannes Mario
Simmel von Regisseur Carlo Rola mit einer hochkarätigen Besetzung: Heino Ferch, Dennenesch Zoudé,
Wolf-Dietrich Sprenger und Judy Winter.

Quelle: Highlight

Darsteller:  Heino Ferch   als Manuel Aranda
  Dennenesch Zoudé   als Irene Waldeck
  Wolf-Dietrich Sprenger   als Kriminalrat Groll
  Elisabeth Rath   als Marta Waldeck
  Judy Winter   als Nora Hill
  Suzan Anbeh   als Yvonne
  Maria Mägdefrau   als Valerie Steinfeld
  Edgar M. Böhlke   als Rodolpho Aranda
  Peter Kurth   als Grant
  Ingo Hülsmann   als Mercier
  Adolfo Assor   als Landau
  Götz Schubert   als LKA-Präsident
 
Regie:  Carlo Rola  
Buch:  Jürgen Büscher  
Musik:  Georg Kleinebreil  
Kamera:  Frank Küpper  
Produzent:  Oliver Berben  
 

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