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Kaufvideo
Erhältlich seit:
01.02.2001
Deutschland 1996
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 12
Peter Ketnath
Nina Hoss
Monika Bujinski
Regie: Joseph Vilsmaier
Cine Plus Entertainment

Kaum zu Grabe getragen, da werden schon die ersten Rufe laut dem Müncher Schriftsteller-Original Sigi Sommer ein Denkmal zu setzen. Joseph Vilsmaier hat dies auf filmische Art bereits getan, indem er dessen ersten Roman aus dem Jahre 1954 für die Leinwand adaptierte. Eigentlich kann man sich niemand anderes vorstellen, der geeigneter gewesen wäre, "Und keiner weint mir nach" auf Zelluloid zu bannen. Das Drehbuch wurde verfaßt von Willi Purucker, der zahllose Personen und Nebenhandlungen der Vorlage strich und sich auf das Schicksal von rund einem Dutzend Personen konzentrierte.
In einem Mietshaus der Müncher Vorstadt wachsen zwischen 1924 und 1934 sechs Kinder auf. Unter ihnen der eher unauffällige und schwermütige Leo Knie, der sich schon in frühester Kindheit in die hübsche Marilli Kosemund verliebt hat. Marilli ist den Avancen des jungen Mannes nicht abgeneigt, doch sie will erobert werden. Aber genau das fällt dem schüchternen Leo schwer. Also flüchtet er sich mit seinen Kumpels in harmlose Tanzvergnügen, stellt eher erfolglos anderen Mädchen nach und ergibt sich fast widerstandslos seinem ihm vorbestimmtem Schicksal...
Geschickt versteht es Joseph Vilsmaier, die schwere Zeit zwischen den Kriegen in Bild und Ton - der Soundtrack ist gespickt mit Orignalmelodien jener Tage, etwa Bulangers "Einsamer Sonntag" - wiederaufstehen zu lassen. Dabei ist sein Blick nicht nostalgisch gefärbt, sondern - wie schon bei "Herbstmilch" - strikt der Realität mit all ihrer Tragik und Komik verpflichtet. Aber nicht die Rekonstruktion von politischer und historischer Vergangenheit steht im Mittelpunkt des Werks, der Regisseur interessiert sich vielmehr für das Innenleben seiner Protagonisten. Er beobachtet sie beim Erwachsenwerden, bei der Ersten Kommunion, beim letzten Schultag, bei der Suche nach Arbeit, beim Erwachen der Liebe und beim ersten Sex. Und um das "Normale", das Allgemeingültige seiner Geschichte noch zu unterstreichen, hat Vilsmaier auch darauf verzichtet, seine Hauptrollen durch bekannte Gesichter verkörpern zu lassen. Die bislang unbekannten Nachwuchsmimen Nina Hoss und Peter Ketnath spielen also nicht, für die Zuschauer sind sie Marilli und Rudi, das verführerische Vorstadtg'wachs bzw. das Alter Ego Sigi Sommers. Bei so viel Liebe zum Detail wirkt es jedoch störend, daß die Personen alle ein Kunstbayerisch sprechen, das nicht richtig zu ihnen passen will. Da wurde gewissen Regionen der Republik Tribut gezollt, die mit dem bayerischen Idiom so ihre Schwierigkeiten haben. Aber diese babylonische Sprachverwirrung und gewisse Längen tun der Qualität von "Und keiner weint mir nach" in seiner Gesamtheit keinen Abbruch. Allein schon der Name des Zugpferds Vilsmaier dürfte die Zuseher ins Kino locken. geh.
| Darsteller: | Peter Ketnath | ||
|---|---|---|---|
| Nina Hoss | |||
| Monika Bujinski | |||
| Stefan Schroeder | |||
| Andreas Nickl | |||
| Patrick Hinz | |||
| Tina Engel | |||
| Thomas Anzenhofer | |||
| Monika Baumgartner | |||
| Monika Manz | |||
| Regie: | Joseph Vilsmaier | ||
| Buch: | Willy Purucker | ||
| Musik: | Karel Svoboda | ||
| Produzent: | Peter Zenk | ||
| Joseph Vilsmaier | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
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