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Undercover - In Too Deep

Klischeefreier Blick in die Inner Cities der US-Metropolen, packende Gratwanderung zwischen Gut und Böse.


Undercover - In Too Deep

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Erhältlich seit:
31.10.2000

Originaltitel: In Too Deep

Thriller/ Drama

USA 1999
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 16

Omar Epps
LL Cool J
Nia Long

Regie: Michael Rymer
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Undercover - In Too Deep

Jeff Cole tritt seinen ersten Auftrag als Undercover-Cop an. Er soll die Unternehmungen des Großstadtgangsters God unterwandern. Tatsächlich gelingt es Cole, mit falscher Identität in den inneren Zirkel des Syndikats vorzudringen. Doch danach verläuft nichts mehr nach Plan, denn obwohl God unberechenbar sein kann und sein Imperium mit eiserner Faust regiert, ist er auch intelligent, charmant und voller Sorge für seine Nachbarschaft. Schnell fühlt sich Jeff so sehr von diesem Chamäleon angezogen, dass er zur größten Gefahr für die Mission wird.

Knallharter Großstadt-Thriller um Verbrechen und Strafe, Gesetz und Loyalität, von dem Australier Michael Rymer ("Angel Baby") mit viel Gespür für Atmosphäre aufbereitet. Dabei hält sich die Balance zwischen verwegenen Action-Szenen und ruhigeren Sequenzen, in denen die aufkeimende Freundschaft zwischen Polizist und Drogenboss etabliert wird. Das spannende Unterwelt-Drama um einen Cop in Gewissensnöten ist zudem mit Rapstar LL Cool J und Omar Epps ("Scream 2") adäquat besetzt. Die präzise Studie eines Mannes auf dem schmalen Grat zwischen Legalität und Kriminalität sollte Krimi-Fans restlos überzeugen.

Undercover - In Too Deep

Die Gefahren bei der verdeckten Ermittlungsarbeit der Polizei gehören spätestens seit "Serpico" zum fest eingemeideten Themenkatalog des Polizeifilms. Der Australier Michael Rymer ("Angel Baby") erweitert das Subgenre in seiner ersten amerikanischen Arbeit um eine afroamerikanische Variante, die neben beeindruckenden schauspielerischen Leistungen von Omar Epps und Rapstar LL Cool J vor allem mit direkt authentischen Bildern aus den Inner Cities der USA aufwartet.

Rymers Blick auf die schwarzen Ghettos ist unbestechlich. Weder romantisierend noch dämonisierend fährt er mit dem distanzierten Blick des Außenseiters durch die heruntergekommenen Wohnbezirke der schwarzen Bevölkerung und registriert kühl, daß Armut, Gangs und Drogenhandel ihre unauslöschbaren Spuren hinterlassen haben. In diese Welt schickt er den ehrgeizigen, frisch aus der Akademie entlassenen Rookie Jeff, der darauf brennt, das Gelernte in Undercover-Arbeit an vorderster Front umzusetzen. Tatsächlich erweist er sich als mutiger, abgebrühter Pragmatiker, der auch in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf bewahrt. Der Einsatz wird belohnt: Jeff wird auf den unantastbaren Großstadtgangster God angesetzt, der 80 Prozent des Drogenhandels von Cincinatti kontrolliert. Jeff gelingt es, in den inneren Kreis von Gods Organisation vorzudringen. Doch danach verläuft nichts mehr nach Plan, denn obwohl God unberechenbar sein kann und sein Imperium mit eiserner Faust regiert (eine Folterszene in einem Billardsalon unterstreicht dies besonders effektiv), ist er auch intelligent, charmant und voller Sorge für seine Nachbarschaft. Schnell fühlt sich Jeff so sehr von dem Chamäleon angezogen, daß er schon bald die größte Gefahr für die eigene Mission wird.

Wie in einer Blaxploitation-Version von "Apocalypse Now" läßt Regisseur Rymer seinen Hauptdarsteller Omar Epps mit dem faszinierenden Bösen kokettieren, bis er selbst davon verschlungen zu werden droht. Dabei erreicht "In Too Deep" nicht die obsessive Authentizität oder psychologische Überzeugungskraft des ähnlich gelagerten "Donnie Brasco", aber das Schauspielduell zwischen Epps und dem überraschend talentierten LL Cool J läßt einen doch immer wieder den Atem anhalten, zumal die Routiniers Stanley Tucci und Blaxploitation-Queen Pam "Jackie Brown" Grier den beiden explosiven Heißspornen in Nebenrollen als abgebrühte Cops das nötige Maß Coolness und Vernunft entgegensetzen. Ein Hood-Movie, das deshalb gefällt, weil es sich nicht in unnötigen, ausgelutschten Gangsta-Klischees ergeht - als hätte Hiphop-Prophet KRS One einen intensiven Street-Policier verfaßt. ts.

Undercover - In Too Deep

Wie tief kann ein Geheimagent in die Unterwelt eintauchen, ohne sich dabei im Sumpf von Gewalt und Macht selbst zu verlieren? Detektiv Jeff Cole (Omar Epps) riskiert die Gratwanderung. Sein Auftrag ist lebensgefährlich. Das Ziel: "God" (LL Cool J) hinter Gitter zu bringen. Der gefährlichste Gangster der Stadt kontrolliert 80 Prozent des Crackhandels von Cincinatti, und bislang ist es noch keinem Polizisten gelungen, ihm nahezukommen. Jeff schafft das Unglaubliche: Mit der falschen Identität eines Drogendealers erringt er den Respekt von God und dringt in den inneren Zirkel seines Syndikats vor. Doch schon bald gerät der Cop in Konflikt mit seiner alten und neuen Identität. Er selbst wird zur größten Bedrohung seines Unterfangens. Schritt für Schritt nähert er sich dem Mann, den er verfolgt - und entfernt sich von dem Mann, der er selbst einmal war...
Ein Film wie ein Hieb in die Magengrube.

Quelle: Studiocanal

Interviews mit Omar Epps, Nia Long, LL Cool J, Behind the Scenes, Musikvideo "Jagged Edge", Filmografien, Trailer

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Omar Epps   als Jef Cole/ J. Reid
  LL Cool J   als Dwayne Gittens ("God")
  Nia Long   als Myra
  Stanley Tucci   als Preston Boyd
  Hill Harper   als Breezy T.
  Pam Grier   als Detektiv Angela Wilson
 
Regie:  Michael Rymer  
Buch:  Michael Henry Brown  
  Paul Aaron  
Musik:  Christopher Young  
Kamera:  Ellery Ryan  
Produzent:  Paul Aaron  
  Michael Henry Brown  
 

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