Kampfsklaven in Schottland, leibeigene Schläger in der Arena: Die Fight-Clubs werden zum futuristischen Pop-Spektakel.
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Wie ein wildes Tier wird Jet Li von Bob Hoskins gehalten (Foto: UIP)
Wie ein wildes Tier wird Jet Li von Bob Hoskins gehalten (Foto: UIP)
Der Zweikampf im Freestyle hält nach wie vor die Massen in Atem. Die Faszination dieses Sports schlägt sich in zahlreichen Filmen nieder, die jede Möglichkeit nutzen, Kämpfe zwischen Männern verschiedener sportlicher Herkunft schön ausführlich in ihrer Handlung unterzubringen.
Zum ungestörten Zusehen eignet sich dafür am besten die Arena, das wussten schon die Römer. Und so geht es in "Unleashed - Entfesselt" genau dorthin zurück: in die Arena, zu Kämpfen zwischen Sklaven, die extra dafür trainiert werden, zu Menschen mit Halsbändern aus Metall.
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Bob Hoskins als Sklaventreiber mit Halsband (Foto: UIP)
Bob Hoskins als Sklaventreiber mit Halsband (Foto: UIP)
Käfighaltung
Schauplatz der Handlung ist Glasgow und einer der Kampfsklaven ist Jet Li. Das verspricht große Freude, denn die Stadt ist dramatisch verwahrlost, und der Mann ist so schnell und akrobatisch, wie man es nur von ihm erwarten kann. Er ist ein Held unter den Schlägern und sensibel obendrein.
Aber das wird sich erst später zeigen. Vorerst wird er in einem Käfig im Keller gehalten, in Lumpen und an ein Halsband gekettet. Über die Kämpfe hinaus, bei denen es um hohe Wettgewinne geht, benutzt ihn sein Besitzer gelegentlich als Bote - falls es einmal Schulden einzutreiben gibt oder Menschen einzuschüchtern sind. Bis eines Tages ein Autounfall dieses trübe Dasein verändert.
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Morgan Freeman setzt auf Mozart und Vertrauen (Foto: UIP)
Morgan Freeman setzt auf Mozart und Vertrauen (Foto: UIP)
Neue Manieren
Jet Li wird herrenlos, er muss den Keller verlassen, weiß allerdings nicht so recht, was er mit seiner Freiheit anfangen soll. Zum Glück trifft er einen blinden Klavierstimmer mit achtzehnjähriger Stieftochter (Kerry Condon), und dieses Paar nimmt sich seiner liebevoll an: Der Vater (Morgan Freeman) führt ihn ein in die Wunder der Musik, die Tochter zeigt ihm die Vorteile guter Tischmanieren.
Aber die Vergangenheit schläft nie, und Jet Lis Kämpfe sind noch nicht alle bestanden. Dafür sorgt schon das Drehbuch von Luc Besson, das diese Geschichte zwischen Herzschmerz und harter Action pendeln lässt. Es handelt sich sozusagen um Kampfsport auf französisch, mit dem gerade Oscar-prämierten Morgan Freeman als sanftem Gegengewicht zum entfesselten Jet Li.