
In den frühen 80er Jahren wird der 44jährige Familienvater Calvin Willis aus Louisiana Opfer eines Justizirrtums bzw. eklatanter Justizschlamperei, und für die Vergewaltigung sowie versuchte Ermordung eines geistig behinderten Mädchens zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Fünf Jahre später schuldet die junge Anwältin Janet Gregory einem verstorbenen Freund, der an die Unschuld von Willis glaubte, einen Gefallen, und untersucht den Fall erneut. Gregory erreicht eine Wiederaufnahme, doch vergehen weitere 15 Jahre, bis eine DNA-Probe Willis endgültig entlastet.
Von einem krassen Justizskandal, menschlicher Opferbereitschaft und zwei denkwürdigen Schicksalen berichtet dieses an ein liberales Publikum adressierte, ambitioniert gefertigte und von versierten Darstellern überzeugend vorgetragene US-Fernsehdrama. Der Film ist bemüht, beide Seiten darzustellen, und folgt sowohl der jungen Juristin bei ihren Recherchen als auch dem Werdegang des unschuldig Verurteilten, der als angeblicher Kinderschänder im Gefängnis gefährlich tief in der Rangfolge steht. Aufschlussreiches und fesselndes Justizdrama, das zum Nachdenken anregt.