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Unterwegs mit Jungs

Tragikomische Coming-of-Age-Story um die zerplatzten Träume einer 15-Jährigen, die schwanger wird.


Unterwegs mit Jungs (Special Edition)

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Erhältlich seit:
08.10.2002

Originaltitel: Riding in Cars With Boys

Drama/ Komödie

USA 2001
Laufzeit: 126 Min.
FSK: ab 6

Drew Barrymore
Steve Zahn
Brittany Murphy

Regie: Penny Marshall
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Unterwegs mit Jungs (Special Edition)

Für die hochbegabte Beverly zerbricht der Traum von einer Schriftsteller-Karriere, als sie 15-jährig vom liebenswerten Loser Ray schwanger wird, ihn heiratet und die Schule abbrechen muss. Alle Chancen auf Stipendien oder Fördermittel werden durch ihren unzuverlässigen Mann zunichte gemacht, so dass Beverly mit 36 geschieden, alleinerziehend und ohne Ausbildung an einem Wendepunkt ihres Lebens steht. Hin- und hergerissen zwischen der Last der Verantwortung und ihren Träumen muss sich Beverly fragen, wie es nun weitergehen soll.

Mit sicherer Hand, wenn auch ohne große Überraschungen adaptierte Penny Marshall ("Zeit des Erwachens") die Autobiografie von Beverly D'Onofrio und besetzte die Hauptrolle überaus treffend mit der Jugendsünden-erfahrenen Drew Barrymore ("3 Engel für Charlie"). Ihrem überzeugenden Spiel, den renommierten Co-Stars, darunter Steve Zahn, James Woods und Lorraine Bracco, sowie dem flotten Soundtrack ist es zu verdanken, dass diese aufs weibliche Klientel zielende Dramödie nicht allzu sehr ins Kitschige abgeleitet.

Unterwegs mit Jungs (Special Edition)

Regisseurin Penny Marshall ("Rendezvous mit einem Engel") zeigte bereits mit "Zeit des Erwachens" ein Talent, herzrührendes Drama mit komischen Elementen zu entschärfen. Das selbe Rezept wendet sie nun in der tragikomischen Coming-of-Age-Story "Unterwegs mit Jungs" an. Die Geschichte basiert lose auf dem autobiografischen Roman von Beverly D'Onofrio, die sich ihre Frustration von der Seele schrieb, wie ihre Schwangerschaft als 15-Jährige ihren Traum von einer Collegeausbildung zerstörte. Die Protagonistin im Altersrahmen von 15 bis 36 Jahren wird von Drew Barrymore - in ihrer bislang ambitioniertesten Rolle - gespielt.

Erzählt wird die Dramödie in Rückblenden mit kurzem Voiceover von Beverlys (Barrymore) erwachsenem Sohn Jason (Adam Garcia), mit dem sich die grell geschminkte Beverly auf einen Roadtrip aufmacht, um seinen Vater aufzusuchen, dessen Unterschrift sie für die Veröffentlichung ihrer Memoiren benötigt. Die eigentliche Handlung setzt im Jahr 1961 ein. Beverly ist eine intelligente und frühreife Elfjährige, die sich zu Weihnachten einen BH wünscht und damit ihren Vater (James Woods) verärgert. Vier Jahre später bandelt sie mit dem liebenswerten Verlierer Ray (exzellent: Steve Zahn aus "Joyride - Spritztour") an und wird prompt schwanger. Ihren geschockten Eltern zuliebe heiratet sie den gutherzigen, aber eher hirnlosen Ray und zieht mit ihm in eine Sozialwohnung. Als ihr Sohn Jason geboren wird, empfindet Beverly ihre Mutterrolle als störend und belastend, da sie ihren Traum vom Studium und einer Karriere als Schriftstellerin noch nicht aufgegeben hat. Doch ein Stipendium bekommt sie nicht, als sie ihren Sohn wegen Rays chronischer Unzuverlässigkeit mit zum Vorstellungsgespräch bringen muss. Die Hoffnung auf einen Umzug nach Kalifornien, wo sie ein staatlich gefördertes College besuchen könnte, platzt, als Rays Heroinsucht offenbar wird. Beverly verbannt ihn nach einer gescheiterten Entziehungskur aus ihrem Leben und schlägt sich fortan alleine mit ihrem Sohn durch. Dabei lässt sie Jason stets fühlen, dass sie ihn für ihr verpfuschtes Leben verantwortlich macht. In einer Szene mit ihrer besten Freundin Fay (Brittany Murphy aus "Don't Say A Word"), mit der sie stets eine engere Gefühlsbindung als zu ihrem Mann hatte, gibt sie zu, nicht sicher zu sein, ob sie ihren Sohn wirklich liebt. Es ist einer der ehrlichsten Momente des Films, der sich ansonsten (zu) stark bemüht, die bisweilen irritierenden Kanten seiner Protagonistin zu glätten. Wenn das Leben Beverly eine Enttäuschung nach der anderen austeilt, sucht sie die Schuld dafür stets bei anderen, jedoch nie bei sich selbst. In ihrer Egozentrik ist ihr auch nicht bewusst, dass sie auf ihren Sohn eine große Verantwortung abschiebt und er quasi als ihr Elternteil fungiert und nicht umgekehrt. Doch wenn sich die Probleme allzu hoch auftürmen, steuert Marshall stets mit (teils fehlplatziertem) Humor gegen. Generell für seine komischen Rollen bekannt, entpuppt sich Steve Zahn als die größte Überraschung, der seinen Verlierertyp, der einfach nicht aus seiner Haut kann, unprätentiös als tragische Figur anlegt, der man intensive Gefühle entgegen bringt. In weiteren Nebenrollen treten Lorraine Braco als Beverlys Mutter und Rosie Perez als Rays zänkische neue Frau auf. Gemäß amerikanischer Filmtradition werden die verschiedenen Zeitperioden nicht nur mit zeitgenössischen Kostümen und Sets gestaltet, sondern auch durch entsprechende Songs gekennzeichnet (Everly Brothers für die Fünfziger, Three Dog Night definieren die Siebziger und Billy Idol verkörpert die Achtziger). Simplifizierung hat sich bei manchem Marshall-Film (siehe "Eine Klasse für sich") als probates Stilmittel erwiesen, komplexe Situationen mainstreamgerecht aufzubereiten. Hier bürdet sich die Regisseurin allerdings bisweilen mehr auf als sie umzusetzen in der Lage ist - auch wenn der Film das Herz immer auf dem rechten Fleck trägt. ara.

Darsteller:  Drew Barrymore   als Beverly D'Onofrio
  Steve Zahn   als Ray Hasek
  Brittany Murphy   als Fay Forrester
  Adam Garcia   als Jason D'Onofrio
  Lorraine Bracco   als Mrs. D'Onofrio
  James Woods   als Mr. D'Onofrio
  Sara Gilbert   als Tina
  Desmond Harrington   als Bobby
  David Moscow   als Lizard
  Maggie Gyllenhaal   als Amelia
  Peter Facinelli   als Tommy Butcher
  Marisa Ryan   als Janet D'Onofrio
  Mika Boorem   als Beverly (11 Jahre)
  Skye McCole Bartusiak   als Amelia (8 Jahre)
  Logan Lerman   als Jason (8 Jahre)
  Cody Arens   als Jason (6 Jahre)
  Logan Arens   als Jason (3 Jahre)
  Celine Marget   als Janet (8 Jahre)
 
Regie:  Penny Marshall  
Buch:  Morgan Ward  
Musik:  Hans Zimmer  
  Heitor Pereira  
Kamera:  Miroslav Ondricek  
Produzent:  James L. Brooks  
  Julie Ansell  
  Richard Sakai  
  Sara Colleton  
  Laurence Mark  

Neues von "Mr. Beavis and Butthead"

Diesmal nicht dabei: Beavis und Butthead

Diesmal nicht dabei: Beavis und Butthead

Mike Judge, der Schöpfer der Charaktere Beavis und Butthead sowie der Serie "King of the Hill", kehrt zum ersten Mal seit 1998 ("Alles Routine") zur großen Leinwand zurück. Bei Fox hat er gleich für zwei Filme unterschrieben.

Einer der beiden heißt "3001" und erzählt die Geschichte eines modernen Mannes, der eines Tages aufwacht und sich im Jahr 3001 befindet. Dort muss er feststellen, dass die gesamte Bevölkerung inzwischen völlig verblödet ist und er als einziger noch über eine gewisse Intelligenz verfügt.

Der zweite Film, "Meat in the Freezer", erinnert stark an die Komödie "Caddyshack" - mit dem Unterschied, dass hier Jagd auf Hirsche gemacht wird. Auch Steve Zahn (unter anderem bekannt aus "Zickenterror - Der Teufel ist eine Frau", "Unterwegs mit Jungs" und "Auf die stürmische Art") war an der Entwicklung des Konzeptes beteiligt und wird höchstwahrscheinlich im Film zu sehen sein. Wann die neuen Judge-Filme auf die Leinwand kommen werden, ist allerdings noch nicht bekannt.

 

Unterwegs mit Jungs (Special Edition) in der Fotoshow

 

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Features

 

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Drew Barrymore

"Nach Hause telefonieren" machte sie an der Seite von Knuddel-Alien "E.T." berühmt. Aus der Hollywood-Schauspielerfamilie Barrymore (...

 

Star

Steve Zahn

Er ist das Schlitzohr vom Dienst und hat in Slacker-Filmen, Teenie-Komödien und Horrorthrillern gleichermaßen das Image des umtriebigen...