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Unterwegs nach Cold Mountain

Prachtvolles und starbesetztes Abenteuerkino von Anthony Minghella nach dem Roman von Charles Frazier vor dem Hintergrund des amerikanischen Bürgerkriegs.


Unterwegs nach Cold Mountain

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Erhältlich seit:
06.10.2011

Originaltitel: Cold Mountain

Historienfilm/ Drama

USA 2003
Laufzeit: 154 Min.
FSK: ab 12

Jude Law
Nicole Kidman
Renée Zellweger

Regie: Anthony Minghella
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Große Liebe in gefährlichen Zeiten. Zwischen aufwühlender Action und intimer Romantik entfaltet Oscar-Preisträger Anthony Minghella ein spektakuläres Bürgerkriegs-Epos.

Bessere Zeiten: Ada und der Reverend (Foto: Buena Vista) Großansicht

Bessere Zeiten: Ada und der Reverend (Foto: Buena Vista)

Vor 65 Jahren wurde Kinogeschichte geschrieben. Damals startete "Vom Winde verweht", der nach Zuschauerzahlen noch immer erfolgreichste Film aller Zeiten. Doch erst 2004 findet er seinen legitimen Nachfolger.

Auch "Unterwegs nach Cold Mountain" ist im amerikanischen Bürgerkrieg angesiedelt, und er erzählt eine Geschichte von vergleichbarer Romantik und Dramatik.

Eigentlich geht es um zwei Geschichten: Pfarrerstochter Ada (Nicole Kidman) muss sich in Kriegszeiten alleine durchschlagen und ihre Farm in der Kleinstadt Cold Mountain bewirtschaften - ein Überlebenskampf, den sie nur mit Hilfe der resoluten Ruby (Renée Zellweger) meistert.

Immer in Gefahr: der desertierte Soldat Inman (Foto: Buena Vista) Großansicht

Immer in Gefahr: der desertierte Soldat Inman (Foto: Buena Vista)

Oscarreifes Melodram

Während dessen ersehnt sie die Rückkehr ihres geliebten Inman (Jude Law aus "Der talentierte Mr. Ripley"), der als Soldat apokalyptische Schlachten durchleidet. Um die Frau seines Lebens wiederzusehen, desertiert er und begibt sich auf eine lebensgefährliche Odyssee.

Filmemacher Anthony Minghella hatte schon mit "Der englische Patient" ein episches Melodram erfolgreich für die Leinwand aufbereitet und mehrere Oscars geholt. So war er der ideale Kandidat, den gleichnamigen Bestsellerroman von Charles Frazier zu adaptieren, auch wenn er diesmal nur einen der begehrten Awards einheimsen konnte.

Der Bürgerkrieg im amerikanischen Süden zerstört das Land und fordert massenweise Opfer (Foto: Buena Vista) Großansicht

Der Bürgerkrieg im amerikanischen Süden zerstört das Land und fordert massenweise Opfer (Foto: Buena Vista)

Versammelte Elite

Mit "Unterwegs nach Cold Mountain" gelang ihm auch deshalb ein neues Bravourstück, weil er sich die Elite seiner Branche holte, darunter Kameramann John Seale ("Rain Man").

Selbst Kleinrollen besetzte er mit Top-Darstellern - von Donald Sutherland bis zu Natalie Portman.

Unterwegs nach Cold Mountain

Anthony Minghellas neuer Film hat das Gewicht einer Tragödie und bewirkt dennoch große Erleichterung. Der Patient, der hier erfolgreich behandelt wurde, ist nicht englisch, sondern amerikanisch. Gemeint ist das früher populäre, heute aber angeschlagene anspruchsvolle Erzählkino Hollywoods. Vertreten durch Meisterregisseure wie William Wyler oder George Stevens, gekennzeichnet von perfekt geschnürten Unterhaltungspaketen, die mit bestechender Qualität das Bild, das Wort, die Psychologie von Charakteren und die Dramen des Lebens zwischen Euphorie und Trauer feierten. Das alles kann man wieder auf dieser packenden, düsteren Reise zum kalten Berg finden, die in ihren schönsten Momenten von großer Wärme erfüllt ist.

Wie in seinen beiden letzten Prestigeprojekten "Der englische Patient" und "Der talentierte Mr. Ripley" konnte sich Oscarpreisträger Minghella auch dieses Mal auf eine erlesene literarische Vorlage, Charles Fraziers Bestseller "Cold Mountain", stützen. Die Struktur des Buchs, das Auf- und Abblenden zwischen der Heimat in den Blue Ridge Mountains von North Carolina und der Odyssee eines desertierten Soldaten nach Hause, behält die Verfilmung bei, wie auch den unpathetischen Erzählton und den Schwerpunkt, der auf dem Intimen, nicht dem Monumentalen liegt. Geradezu auffällig meidet der Film episch-majestätische Shots, die bei einem Projekt wie diesem möglich gewesen wären, um den erzählerischen Umfang zu spiegeln. Selbst die einzige große Schlachtsequenz, in der zu Beginn Yankee-Truppen in ihre eigene Falle tappen und - zur nahezu statischen Masse gestaut - von Südstaatlern abgeschlachtet werden, ist eher ein schmutziger hässlicher Blick aufs Detail als ein wuchtiges Panorama-Gemetzel. Hier, inmitten von blutig verstümmelten, aufgetürmten Leibern, beginnt die Geschichte des Konföderierten Inman (Jude Law), der schwer verletzt wieder einmal dem Tod entkommen ist. Warum er verschont wurde, erfährt er aus einem Brief im Hospital. "Komm zu mir zurück", schreibt ihm Ada (Nicole Kidman), die intellektuelle, aristokratisch wirkende Reverendstochter, die er drei Jahre zuvor in Cold Mountain verlassen hat, um in den Krieg gegen die Yankees zu ziehen. Der Reiz dieser Liebesgeschichte, dem Motor der Handlung, ist ihr Entwicklungsstadium. Während Inman flieht und sich, bedroht von Gesetzlosen, Yankees, aber auch Konföderierten, die Jagd auf Deserteure machen, durch das Hinterland der Front schlägt, erfährt man in Rückblenden, dass er und Ada sich vor dem Abschied kaum kannten. Dass ihre Liebe bisher nur ein großes Versprechen war, besiegelt in einem einzigen Kuss. Diese Sehnsucht ist der Impuls zum Leben für beide Charaktere. Für Ada, die nach dem Tode ihres Vaters, verarmt und fast verhungert, in der energischen Ruby (Renée Zellweger) Hilfe und Freundschaft findet. Wie auch für Inman, der schillernden Figuren begegnet, die ihm helfen, ihn verführen, verraten oder töten wollen.

Das ganze Spektrum der menschlichen Natur ist in diesem, vornehmlich in Rumänien gedrehten Film komprimiert, den man sich noch länger wünschte als 155 Minuten. In seinem Reisemotiv wirkt "Unterwegs nach Cold Mountain" notwendigerweise episodenhaft, hat einige packende Spannungsmomente und trotz einer ruhigen Erzählweise gerade in der zweiten Hälfte einen dramatischen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Manche der Figuren muss man zu schnell verlassen, aber alle bleiben in Erinnerung. Der gefallene Gottesmann (Philip Seymour Hoffman), der eine von ihm geschwängerte Schwarze zu töten versucht, die einsame junge Witwe (Natalie Portman), die fast vergewaltigt wird, Adas Nachbarin Sally, die Mann, Söhne, Sprache verliert und doch wieder lachen kann, Ray Winstone als Killer und Hassfigur des Films sowie Chamäleon Brendan Gleeson als Rubys verachtenswerter Vater, der sich Vergebung verdient. Diese bis in die kleinsten Rollen markante Besetzung gehört wie Kamera, Ausstattung, Regie und Soundtrack (sehr zurückgenommene, authentische Musik) zu den Qualitätskomponenten von "Unterwegs nach Cold Mountain", aber seine hoffentlich positive kommerzielle Zukunft entscheiden die drei Stars. Kidman und Law sind als attraktive, nuanciert Emotionen zeigende Geschöpfe perfekt besetzt, doch Zellweger übersteht das Duell mit diesen Kameramagneten mit einem Triumph. Ihre furchtlose Ruby, die anfangs wie ein Trampel vom Schlag "Kohlhiesels Töchter" über Adas marode Farm hinwegfegt, bringt Humor, Herz und Dynamik in den Film, der nicht nur in ihrer Darstellung absolute Oscarreife zeigt. kob.

Unterwegs nach Cold Mountain

North Carolina um 1860: Die Pfarrerstochter Ada und der Handwerker Inman sind ein ungleiches Paar, aber ihre Liebe entflammt in Sekunden. Nur einen einzigen leidenschaftlichen Kuss können sie austauschen, bevor der Ausbruch des Bürgerkriegs sie auseinanderreißt. Einzig die Briefe von Ada erhalten Inman in all dem Grauen am Leben. Schließlich desertiert er und wagt den gefährlichen Weg nach Hause.

Quelle: Studiocanal

Audiokommentar von Regisseur und Drehbuchautor Anthony Minghella und Editor Walter Murch, Das Bezwingen des COLD MOUNTAIN, Worte und Musik von COLD MOUNTAIN, Eine Reise nach COLD MOUNTAIN, Geschnittene Szenen, Storyboard-Vergleiche, Zur Geschichte von Sacred Harp, Wendecover

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Jude Law   als Inman
  Nicole Kidman   als Ada Monroe
  Renée Zellweger   als Ruby Thewes
  Donald Sutherland   als Reverend Monroe
  Ray Winstone   als Teague
  Brendan Gleeson   als Stobrod
  Philip Seymour Hoffman   als Veasey
  Natalie Portman   als Sara
  Kathy Baker   als Sally Swanger
  James Gammon   als Esco Swanger
  Giovanni Ribisi   als Junior
  Eileen Atkins   als Maddy
  Charlie Hunnam   als Bosie
  Jena Malone   als Ferry Girl
  Ethan Suplee   als Pangle
  Jack White   als Georgia
  Lucas Black   als Oakley
  Jay Tavare   als Swimmer
  Melora Walters   als Lila
  Taryn Manning   als Shyla
  Tom Aldredge   als Blinder
  James Rebhorn   als Arzt
 
Regie:  Anthony Minghella  
Buch:  Anthony Minghella  
Musik:  Gabriel Yared  
  T-Bone Burnett  
  Jack White  
Kamera:  John Seale  
Produzent:  Albert Berger  
  William Horberg  
  Sydney Pollack  
  Ron Yerxa  

Jude Law spielt Joy Division-Sänger

Hollywood hat ein neues Filmthema entdeckt: Das Leben von Musikern.

Kann schon mal Songtexte lernen: Jude Law (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Kann schon mal Songtexte lernen: Jude Law (Foto: Kurt Krieger)

Den Vorreiter spielt Kevin Kline. Ab Oktober ist er in "De-Lovely" in der Rolle des Komponisten, Songwriters und Musikers Cole Porter zu sehen. Und momentan sind noch eine ganze Reihe weitere Projekte über die Leben bekannter Musiker in Arbeit.

Jamie Foxx hat gerade die Dreharbeiten zu "Ray" abgeschlossen, ein Biopic über den unvergessenen Ray Charles. Und Joaquin Phoenix steht gerade für "Walk the Line" vor der Kamera und hat Schwierigkeiten, schauspielerisch in die großen Fußstapfen zu treten, die Country-Legende Johnny Cash hinterlassen hat.

Biopic nach Buchvorlage

An eine ähnlich harte Nuss wagt sich nun "Unterwegs nach Cold Mountain"-Star Jude Law heran. In einem noch unbetitelten Film wird er Ian Curtis verkörpern, den Sänger der kultisch verehrten Band Joy Division. Curtis beging 1980 im Alter von nur 23 Jahren Selbstmord. Die verbliebenen Bandmitglieder machten als New Order weiter. Eines ihrer bekanntesten Alben, "Blue Monday", ist quasi die bandinterne Abrechnung mit Curtis' Tod.

Der Film soll sich auf die Memoiren von Ian Curtis' Witwe Deborah stützen. Joy Division-Bassist Peter Hook zeigte sich jedoch mit dem Projekt nicht ganz einverstanden. Jude Law sei zwar "keine schlechte Wahl", er hätte jedoch lieber Sean Harris in der Rolle gesehen. Dieser hatte Curtis bereits einmal gespielt, in Michael Winterbottoms Drama "24 Hour Party People".

 

Unterwegs nach Cold Mountain in der Fotoshow

 

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