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Untreu

Erotisch aufgeheiztes Psychodrama über die Konsequenzen einer verhängnisvollen Affäre.


Untreu

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Erhältlich seit:
04.12.2009

Originaltitel: Unfaithful

Drama/ Thriller

USA 2002
Laufzeit: 118 Min.
FSK: ab 16

Richard Gere
Diane Lane
Olivier Martinez

Regie: Adrian Lyne
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Filmbewertung


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"American Gigolo" Richard Gere findet seinen Meister: Frankreichs Frauenschwarm Olivier Martinez zeigt Diane Lane die Grenzen ihrer Ehe und die Befreiung durch Sex.

Connie (Diane Lane) mit neuer Leidenschaft für Ehemann Edward (Richard Gere)

Connie (Diane Lane) mit neuer Leidenschaft für Ehemann Edward (Richard Gere)

Regisseur Adrian Lyne, Experte für verhängnisvolle Kinoaffären, ist zurück. Nach unmoralischen Angeboten für Michael Douglas, Demi Moore und Jeremy Irons("Lolita") wird nun Ex-Kinderstar Diane Lane in Versuchung geführt.

In Lynes bevorzugtem Milieu von Reichtum und Gefühlsverarmung spielt Lane eine Frau, die mit Mann, Kind und Haus alles zu haben scheint - bis ein Fremder (Olivier Martinez) die Leere im perfekten Glück sichtbar macht.

Verführt von der Leidenschaft und Unberechenbarkeit ihres Lovers, stürzt sich Lanes Figur Connie in eine Affäre. Diese bleibt ihrem Mann (Richard Gere) nicht verborgen. Zerfressen von Eifersucht stellt der Betrogene den Rivalen zur Rede und verändert das Leben aller Beteiligten für immer.

Sehr frei nach Claude Chabrol Sixties-Klassiker "Die untreue Frau", einem Lieblingsfilm Lynes, seziert "Untreu" spannend, dramatisch und hocherotisch die Dynamik von Lust, Vertrauensbruch, Schuld und Vergebung. Mit Klasse vor und hinter der Kamera verbinden sich Thriller und Drama zu einem Qualitätsfilm, der seine Hauptdarsteller 18 Jahre nach "Cotton Club" wieder zusammenbringt.

Beide Stars werden dabei aus der Reserve gelockt: Gere emotional, Lane darüber hinaus auch körperlich in der freizügigsten Rolle ihrer Karriere.

Untreu

Sex in fremden Betten und seine Konsequenzen für Beziehungen zieht sich wie ein roter Faden durch die Filmographie von Adrian Lyne. Damit ist der Regisseur von "Eine verhängnisvolle Affäre", "Ein unmoralisches Angebot" und "Lolita" prädestiniert für eine Neuinterpretation von Claude Chabrols Sixties-Klassiker "Eine untreue Frau". Neben inhaltlichen Gemeinsamkeiten gibt es in Lynes Version auch auffällige Unterschiede, besonders im emotionaleren Ton, der Hauptdarstellerin Diane Lane ("Der Sturm") ihre beste Leistung seit Jahren ermöglicht. Zuschauermagnet aber ist Richard Gere, der in Verbindung mit Erotikrummel im Marketing dieses Drama vor allem beim weiblichen Publikum zu einem Erfolg machen könnte.

Dabei ist der "American Gigolo" zumindest im Bett dieses Mal nicht Täter, sondern Opfer. Seine Figur eines reichen Geschäftsmannes ist auch die einzige, der das Drehbuch von Alvin Sargent und William Broyles, Jr. das Wort Liebe zugesteht. Obwohl dramaturgisch der eigentliche Klimax ein Mord ist und für wenige Szenen nachlässige Cops auftauchen, ist "Untreu" weder Krimi noch Thriller, sondern ein behutsam und Charakter-orientiert gestricktes Psychogramm einer Beziehung, die aus ihrer Routine gerissen wird. Verantwortlich dafür ist in klassischer Hollywoodsymbolik ein Sturm, der Geres Ehefrau (Lane) beim Wohlstandsshopping erst den Rock in Nabelhöhe hebt und sie dann mit einem jüngeren Mann (Olivier Martinez, "Der Husar auf dem Dach") kollidieren lässt, der vieles in einer Person ist: Franzose, Frauenkenner, Draufgänger, Lebenskünstler und Lyrikliebhaber. Dank der darstellerischen Reife seiner Hauptdarstellerin gelingen Regisseur Lyne sensible Szenen behutsamer Annäherung und emotionaler Verunsicherung. Dass ausgerechnet Martinez' "Schlag mich"-Nummer zum Fall von Lanes Festung führt, gehört in die Abteilung europäische Erotikklischees, die in einem Hollywoodfilm nicht wirklich überraschen. Die schon im Vorfeld in Interviews diskutierten Sexszenen sind geschmacklich grundsolide inszenierte Besuche vertrauter Tatorte, ob sie nun im Cafe-WC, Kino oder Treppenhaus arrangiert werden. Auffällig im Vergleich zu Chabrols kühlem Sezieren menschlichen Verhaltens ist ein moralischerer Ton, der den Zuschauer an der Hand führen will. So hat Lover Martinez neben Lane noch andere Eisen im Feuer, damit seine Figur charakterlich stärker diskreditiert wird, Konsequenzen gerechtfertig werden können und Lane ein Affärenausstieg ermöglicht wird, den es so bei Chabrol nicht gibt. Die letzte halbe Stunde des Films steht im Zeichen der Wiederannäherung der Eheleute, der Solidarisierung in der Vertuschung ihres Geheimnisses, gekrönt von einem symbolträchtigen Ende, das die Zukunft im Unterschied zu Chabrol vielleicht offen lässt. kob.

Untreu

Connie Sumner führt ein mustergültiges Familienleben mit Ehemann, Kind, Job und Vorstadtidylle. Doch eines Tages begegnet sie dem attraktiven französischen Buchhändler Paul Martel und stürzt sich in eine verhängnisvolle Affäre. Ihr Mann ahnt, dass seine Frau ein Geheimnis hat und beauftragt einen Privatdetektiv. Doch kann er mit der Wahrheit leben?

Quelle: Studiocanal

Alternatives Ende mit optionalem Audiokommentar, Interviews mit Richard Gere und Diane Lane, Making of, Geschnittene Szenen, Wendecover

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Richard Gere   als Edward Sumner
  Diane Lane   als Connie Sumner
  Olivier Martinez   als Paul Martel
  Erik Per Sullivan   als Charlie Sumner
  Zeljko Ivanek   als Detective Dean
  Dominic Chianese   als Frank Wilson
  Kate Burton   als Tracy
  Chad Lowe   als Bill Stone
  Gary Basaraba   als Detective Mirojnick
  Margaret Colin   als Sally
 
Regie:  Adrian Lyne  
Buch:  William Broyles jr.  
  Alvin Sargent  
Musik:  Jan A.P. Kaczmarek  
Kamera:  Peter Biziou  
Produzent:  Adrian Lyne  
  G. Mac Brown  

Die Oscar-Nominierungen

Am 23. März ist es soweit: Die Oscars 2003 werden verliehen. Das Musical-Spektakel "Chicago" geht mit 13 Nominierungen als Favorit ins Rennen, Martin Scorseses Epos "Gangs of New York" hat 10 Chancen auf einen Goldjungen.

Gleich 13 mal nominiert: Das furiose Musical "Chicago"

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Grund zur Freude aus deutscher Sicht: "Nirgendwo in Afrika" erhielt eine Nominierung als Bester Fremdsprachiger Film, "Das Rad" von Heidi Wittlinger und Chris Stenner geht als Kandidat für den Besten Animierten Kurzfilm ins Rennen.

Hier die Nominierungen in den wichtigsten Kategorien:

Bester Film

Bester Hauptdarsteller

Beste Hauptdarstellerin Bester Nebendarsteller Beste Nebendarstellerin Beste Regie Bester fremdsprachiger Film

» Alle Nominierungen

 

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