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Urlaub vom Leben

Ein Bankangestellter verschweigt seiner Familie den überraschend erhaltenen Urlaub und führt stattdessen ein Doppelleben außerhalb seiner gewohnten Routine.


Urlaub vom Leben

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Erhältlich seit:
20.07.2007

Drama/ Komödie

Deutschland 2005
Laufzeit: 83 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Gustav Peter Wöhler
Meret Becker
Petra Zieser

Regie: Neele Leana Vollmar
good!movies

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Ein Bankangestellter verschweigt seiner Familie den überraschend erhaltenen Urlaub und führt stattdessen ein Doppelleben außerhalb seiner gewohnten Routine.

Jeden Tag erlebt Herr Köster das Gleiche (Foto: Schwarz-Weiss) Großansicht

Jeden Tag erlebt Herr Köster das Gleiche (Foto: Schwarz-Weiss)

Vater Rolf Köster (Gustav-Peter Wöhler) verlässt das Haus jeden Tag um die gleiche Zeit, um seinen Job in der Sparkasse mit der Präzision eines Uhrwerks zu absolvieren. Mutter Helga (Petra Zieser) sucht Zuneigung und Sex beim Lehrer-Kollegen. Die Kinder möchten ihre Eltern am liebsten verschenken, um das Elend nicht weiter ansehen zu müssen.

Einziger Lichtblick für den Kassierer, der die Welt wie ein Fisch im Aquarium durch eine 3cm dicke Glasscheibe betrachtet, sind die Jogging-Runden vor dem Frühstück. Als ihn sein Chef in Zwangsurlaub schickt, werden die täglichen Rituale hinfällig, der Mann fällt in ein Loch.

Sophie bringt neuen Schwung in Herrn Kösters Leben (Foto: Schwarz-Weiss) Großansicht

Sophie bringt neuen Schwung in Herrn Kösters Leben (Foto: Schwarz-Weiss)

Bruch vor dem Ausbruch

Neele Leana Vollmar erzählt unspektakulär von brüchigen Beziehungen und dem Ausbruch aus der seelischen Starre, bevor es zu spät ist. Die Figuren rühren zutiefst, vor allem Gustav-Peter Wöhler als Loser und eine kühle und perfekte Petra Zieser als illusionslose Ehefrau.

Urlaub vom Leben

Familie als kleinster Kern des Kosmos funktioniert nicht mehr, Grund für einen Bankkassierer, aus dem ermüdenden Alltagstrott auszubrechen.

Krise als Normalzustand. Bei jungen deutschen Filmemachern ein beliebtes Thema, vor allem wenn es um die Zerrüttung von Familie geht. Da kommt die Jämmerlichkeit der Gefühle auf den Prüfstand, tief sitzender Frust an fehlender Gemeinsamkeit, die erkaltete Lust im Bett. Bei Rolf Köster und den seinen herrscht schon lange emotionale Eiszeit. Vater verlässt das Haus jeden Tag um die gleiche Zeit, absolviert seinen Job in der Sparkasse mit der Präzision eines Uhrwerks, Mutter sucht Zuneigung und Sex beim Lehrer-Kollegen, die Kinder möchten ihre Eltern am liebsten verschenken, um das Elend nicht weiter ansehen zu müssen. Die sogenannte Gutbürgerlichkeit hat ausgedient. Einziger Lichtblick für den Kassierer, der die Welt wie ein Fisch im Aquarium durch eine 3cm dicke Glasscheibe betrachtet, sind die Jogging-Runden vor dem Frühstück. Als ihn sein Chef in Zwangsurlaub schickt, werden die täglichen Rituale obsolet, der Mann fällt in ein Loch. Erst in der Begegnung mit einer durchgedrehten und chaotischen Taxifahrerin realisiert er seine mickrige Existenz und die Einsamkeit zu zweit. Er nimmt "Urlaub vom Leben" und gibt sich eine zweite Chance.

Neele Leana Vollmar erzählt unspektakulär von brüchigen Beziehungen und Biografien und dem Ausbruch aus seelischer Starre bevor es zu spät ist. Trotz aller Tristesse lässt sie Hoffnung. Wenn der behäbige Freizeitsportler am Ende wieder gemütlich seine Runden zieht, läuft er zwar immer noch im Kreis, aber mit einem neuen Ziel vor Augen. Mag die Geschichte manchmal etwas auf der Stelle treten, Lars Rudolph zum xten Mal den Durchgeknallten mimen und das Kleine ZDF - Kleine Fernsehspiel formal grüßen, die Figuren rühren zutiefst, vor allem Gustav Peter Wöhler als Loser und eine kühle und perfekte Petra Zieser als illusionslose Ehefrau. Ob er glücklich ist, weiß Köster nach der Katharsis nicht. Jedenfalls aber nicht mehr unglücklich. mk.

Darsteller:  Gustav Peter Wöhler   als Rolf Köster
  Meret Becker   als Sophie
  Petra Zieser   als Helga Köster
  Luisa Sappelt   als Berit Köster
  Philip Stölken   als Paul Köster
  Falk Rockstroh   als Schuldirektor
  Lars Rudolph   als Der Nachbar/ Laruzo
  Anna Böttcher   als Kindergärtnerin
  Gilbert von Sohlern   als Dr. Holmer
  Philip Kleinke   als Patrick
  Gesine Brehmer   als Hellen
  Wilhelm Manske   als Bankdirektor Seiffert
  Utz Richter   als Älterer Mann aus der Bank
  Jelena Mitschke   als Marketing Mädchen
  Oliver Mommsen   als Vertreter
  Martin Semmelrogge   als Rezeptionist
 
Regie:  Neele Leana Vollmar  
Buch:  Janko C. Haschemian  
Musik:  Thomas Mehlhorn  
  Robert Schumann  
  Johann Sebastian Bach  
Kamera:  Pascal Schmit  
 

Fassungen

 

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Features

 

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