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Valley of Elah

Packendes Kriegsdrama nach einer wahren Geschichte über einen jungen US-Soldaten, der kurz nach seiner Rückkehr aus dem Irak spurlos verschwindet.


Valley of Elah

Leihvideo

Erhältlich seit:
10.07.2008

Originaltitel: In the Valley of Elah

Drama

USA 2007
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 12

Tommy Lee Jones
Charlize Theron
Susan Sarandon

Regie: Paul Haggis
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Oscar-Chance für Tommy Lee Jones auf den Spuren seines nach dem Irak-Einsatz vermissten Sohns.

Die Suche nach dem vermissten Sohn lässt Vater Hank explodieren (Foto: Concorde) Großansicht

Die Suche nach dem vermissten Sohn lässt Vater Hank explodieren (Foto: Concorde)

Hank Deerfield hat seinem Land gedient, ist seinen Überzeugungen auch im Alter treu geblieben. Bis sein Sohn aus dem Irakkrieg zurückkommt und unter mysteriösen Umständen verschwindet. Auf dem Militärstützpunkt erwartet Hank eine Mauer des Schweigens, auf einem Stück Wüste eine Entdeckung, die seine Welt zusammenstürzen lässt.

Mit Hilfe einer couragierten Polizistin (Charlize Theron) versucht er aufzuklären, was hier geschah und wie es soweit kommen konnte. Die spannende Spurensuche führt ins Drogenmilieu, aber auch in den Irak, wo Menschen sterben oder für immer verwundet werden.

Emily Sanders unterstützt Hank bei seiner Suche (Foto: Concorde) Großansicht

Emily Sanders unterstützt Hank bei seiner Suche (Foto: Concorde)

Die Schrecken des Krieges

Der neue, berührende Film von Oscarpreisträger Paul Haggis ("L.A. Crash") beleuchtet die Schrecken des Krieges, der auch fern der Front Opfer kostet. Ohne demonstrative Anklagen, aber mit einer Starbesetzung, die keinen falschen Ton anschlägt. Wie auch der Film, der Tommy Lee Jones seine erste Oscarnominierung als Hauptdarsteller beschert.

Valley of Elah

Unter der Regie von Oscar-Preisträger Paul Haggis wird die Suche eines Vaters nach seinem aus dem Irak zurückgekehrten und in der Heimat grausam ermordeten Sohnes zur Abrechnung mit einem sinnlosen Krieg, der ganz normale Menschen verrohen lässt.

Mike Deerfield ist einer von vielen, die für Freiheit und Demokratie kämpfen wollten, erst in Bosnien, dann im Irak. Und für die es irgendwann nur noch darum geht, die eigene Haut zu retten in einem fremden Land. Wenige Tage nach seiner Rückkehr in eine Kaserne nahe Mexiko ist er nach einem feucht-fröhlichen Abend einfach weg. Die Militärpolizei entdeckt nur noch wenige Überreste von ihm, ein paar angekohlte Knochen, einen verbrannten Kopf, rund 40 Messerstiche rekonstruiert der Arzt. Wahrscheinlich Drogengeschäfte mit Mexikanern. Damit gibt sich Mikes Vater, ein verknöcherter Vietnam-Veteran, nicht zufrieden. Während seine Frau (Susan Sarandon) zu Hause unruhig wartet, macht er auf eigene Faust Recherchen und entdeckt, wie der militärische Einsatz aus seinem geliebten Boy einen Sadisten ohne jegliches Mitgefühl machte, der den Geboten eines schmutzigen Krieges keinen persönlichen Widerstand entgegensetzen konnte. Wie ein Puzzle setzt sich die Lösung des Falls zusammen. Da sind Videoaufnahmen von der Front, Schnipsel eines brutalen Alltags, in dem überforderte GIs die Apokalypse erleben, von ständiger Gefahr zermürbt und innerer Angst aufgefressen werden. Auf einer wahren Geschichte basierend, erzählt Haggis verhalten und dennoch mit archaischer Wucht von der Entmenschlichung des Individuums, das mit der Wirklichkeit kollidiert, dessen Hemmschwelle zur Gewalt auf Null sinkt und von in der Seele eingegrabenen Traumata. Der konservative Law-and-Order-Anhänger, der Zeit seines Lebens das Sternenbanner verehrte und bereit war, dafür zu sterben, verliert durch den Tod seines Jungen die letzten Illusionen. Gemeinsam mit einer zivilen Polizistin (Charlize Theron) stößt er auf ein Lügengespinst und ein Netz unbequemer Wahrheiten, erkennt den Verlust jeglicher Werte und Normen. Das klassische Gut- und Bösemuster relativiert sich unter dem Druck, in einer Ausnahmesituation funktionieren zu müssen.

Mit dieser bewegenden Tragödie, die keine vorgefertigten Antworten liefert, sondern unangenehme Fragen stellt, reiht sich Haggis ganz ohne Action und an der Heimatfront ein in die Tradition von Antikriegsfilmen wie Die durch die Hölle gehen. Noch nie wurden die Stars and Stripes trauriger gehisst als durch einen in sich erstarrten Tommy Lee Jones. Die Flagge hängt upside down, Zeichen einer aus den Angeln geratene Welt und nicht nur Symbol für die Zerstörung eines Einzelnen, sondern für den moralischen Niedergang eines ganzen Landes. mk.

Valley of Elah

Mike Deerfield (Jonathan Tucker) ist ein vorbildlicher US-Soldat, der sich bei seinem Einsatz im Irak mit mustergültigem Einsatz auszeichnet. Kurz nach seiner Rückkehr in die USA verschwindet er jedoch spurlos. Sein Vater Hank (Tommy Lee Jones), ein pensionierter Berufssoldat, und seine Frau Joan (Susan Sarandon) wenden sich an die junge Polizistin Emily Sanders (Charlize Theron), die bei der Suche helfen soll. Wie ein Puzzle setzt sich langsam alles zusammen und die grausige Wahrheit kommt ans Licht ...

Quelle: EuroVideo

Darsteller:  Tommy Lee Jones   als Hank Deerfield
  Charlize Theron   als Det. Emily Sanders
  Susan Sarandon   als Joan Deerfield
  Jason Patric   als Lieutenant Kirklander
  Jonathan Tucker   als Mike Deerfield
  James Franco   als Sergeant Carnelli
  Frances Fisher   als Evie
  Josh Brolin   als Chief Buchwald
  Mehcad Brooks   als Specialist Ennis Long
  Jake McLaughlin   als Specialist Gordon Bonner
  Wes Chatham   als Corporal Penning
  Victor Wolf   als Private Robert Ortiez
 
Regie:  Paul Haggis  
Buch:  Paul Haggis  
Musik:  Mark Isham  
Kamera:  Roger Deakins  
Produzent:  Paul Haggis  
  Patrick Wachsberger  
  Steven Samuels  
  Darlene Caamano  
  Laurence Becsey  

Zweite Oscar-Chance für Stewart

Bissig, spitzbübisch und hintergründig - so spottet sich Jon Stewart in seiner "Daily Show" in den USA durchs politische Tagesgeschehen.

Hoffentlich diesmal mit mehr Biss: Oscar-Moderator Jon Stewart (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Hoffentlich diesmal mit mehr Biss: Oscar-Moderator Jon Stewart (Foto: Kurt Krieger)

Doch genau das, was Stewart einen millionenstarke Fangemeinde einbrachte, ließ der Comedian bei seiner recht bieder ausgefallenen Premiere als Oscar-Moderator 2006 weitgehend vermissen. Dass er nun erneut ran darf, ist wohl nur mit den noch bedeutend schlechteren Kritiken zu erklären, die seine Nachfolgerin Ellen DeGeneres für ihre entspannte bis langweilige Moderation in diesem Jahr bekam.

Und wer weiß: Wenn Stewart Anfangsnervosität und Respekt vor dem Moloch Filmgeschäft ablegt, zeigt er diesmal ja vielleicht sogar vor der versammelten Hollywood-Prominenz seine gewohnte Scharfzüngigkeit.

Einen Vorgeschmack, wer dann die heißesten Kandidaten auf die Goldstatuetten sein könnten, gab es kürzlich in Venedig. Das dortige Filmfestival hat sich inzwischen als Auftakt zur so genannten "Award Season" etabliert, der Zeit der großen US-Preisverleihungen, die in der Oscar-Show am 24.2.2008 ihren Höhepunkt findet.

Oscar-Tipps

So werden einige der Preisträger vom Lido schon jetzt hoch auf Oscars gewettet - allen voran der Festival-Gewinner "Gefahr und Begierde" von Ang Lee, Darsteller Brad Pitt für seinen ungewöhnlichen Westen "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" sowie die mutige Huldigung an Bob Dylan "I'm Not There". Und da Hollywood politisch links steht, wird Kritik am Irak-Krieg wie in Brian De Palmas "Redacted" oder "In the Valley of Elah" von Paul Haggis ebenfalls Hochkonjunktur haben. Wer bis Februar in den deutschen Kinos noch mögliche Oscar-Kandidaten sehen will, der sollte sich zudem schon mal folgende Filme vormerken:

 

Valley of Elah in der Fotoshow

 

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