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Van Helsing

Kinetisches Effektspektakel, in dem Monsterjäger Van Helsing in Transsilvanien fette Beute macht.


Van Helsing (Einzel-DVD)

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Erhältlich seit:
06.09.2004

Fantasy/ Action

USA 2004
Laufzeit: 126 Min.
FSK: ab 12

Hugh Jackman
Kate Beckinsale
Richard Roxburgh

Regie: Stephen Sommers
Universal Pictures Germany

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Gipfeltreffen der Film-Monster: In Stephen Sommers packender Fantasy-Effektshow wird der Vampirjäger zum Kämpfer, der Dracula ums ewige Leben bringt.

Ein Mann mit Stil - in Outfit und Waffen (Foto: UIP) Großansicht

Ein Mann mit Stil - in Outfit und Waffen (Foto: UIP)

"Mein Leben, mein Job, mein Fluch ist es, das Böse zu vernichten", erklärt Dr. Abraham Van Helsing (Hugh Jackman), der größte Vampirjäger aller Zeiten, entschlossen seine Bestimmung für sein gewaltigstes Abenteuer.

Stephen Sommers, der schon "Die Mumie" erfolgreich reanimierte, erweckt nun weitere Legenden aus dem Monstermuseum zu neuem Leben. Er gibt Van Helsing die Soloshow, die ihm Stoker verwehrte.

Doch er ist kein Einzelkämpfer, sondern wird unterstützt von einer angriffslustigen Aristokratin (Kate Beckinsale) und einem Mönch, der als Waffenspezialist nicht nur göttlicher Vorsehung vertraut.

Die Aristokratin Anna unterstützt den Vampirjäger (Foto: UIP) Großansicht

Die Aristokratin Anna unterstützt den Vampirjäger (Foto: UIP)

Monster überall

Nach eindrucksvollen Einführungen von Dracula, Frankensteins Monster und dem gefährlichen Genunfall, der als Wolfsmensch berühmt wurde, geht die Special-Effects-getränkte Treibjagd los, an Schauplätzen in London, Paris, Rom, vor allem aber im Horrorparadies Transsylvanien.

Menschliche und monströse Seiten zeigt der Film, und zwar sowohl bei den Jägern als auch ihrer Beute, bettet coole Actionsequenzen in eine Story ein, die Geheimnisse enthüllt und den Fluch des Bösen auch dort wirken lässt, wo man ihn nicht vermutet.

Säubern Transsylvanien: Carl, Anna und Van Helsing (Foto: UIP) Großansicht

Säubern Transsylvanien: Carl, Anna und Van Helsing (Foto: UIP)

Gepflegter Grusel

Beckinsale, Vampir in "Underworld", und Jackman, Wolferine bei den "X-Men", haben Monstererfahrung, doch hier erwartet sie eine Lektion in Schrecken, zeigen sich alte Legenden in neuem Grusel-Glanz.

Ihnen den Rücken zu kehren, wäre ein Fehler. Auch vor der Leinwand...

Van Helsing (Einzel-DVD)

Die Rocky Horror Picture Show 2004 hat eröffnet. Transsilvanien lädt ein zum Monstertourismus, Wolfsmenschen tummeln sich mondsüchtig in freier Wildbahn, Dr. Frankenstein verarbeitet wieder menschliche Bauteile und Graf Dracula trägt Zopf, Ohrring und die beeindruckendste Zahnreihe seit "Blade 2". Stephen Sommers' Gruppentreffen der legendären Universal-Monster ist prototypische amerikanische Sommerkonfektion, ist hyperkinetisches Überwältigungskino, das mit Effekten die Augen bombardiert, in der Hoffnung, akustische und emotionale Rezeptoren abzulenken. Obwohl dieses Konzept nicht ganz aufgeht, ist die Jagdsaison der Blockbuster mit diesem Mega-Comic kommerziell viel versprechend eingeleitet.

Sommers ist seit "Die Mumie" und deren Fortsetzung Universals Ausgrabungs- und Reanimierungsspezialist und damit prädestiniert, weitere Ikonen des Studios für die Kids wiederzubeleben. Wie stark Universal an diesen CGI-Recycler glaubt, zeigen das enorme Budget (vermutete 150 Mio. Dollar), das bereits vorbereitete TV-Spin-off "Transsilvania" und auch die Maßnahme, dass die Geldgeber das aufwändige Set in Prag nicht zerstören ließen. Ausstattung und Architektur, die menschliches Handwerk mit digitaler Deko kreuzt, sind häufig eindrucksvoll, auch wenn die Harmonie von künstlich und natürlich, wie sie exemplarisch etwa in der "Ring"-Trilogie verwirklicht wurde, nicht erreicht wird. Dem tragischen Grundton der Vorbilder, gequälte Wandler zwischen Leben und Tod, Mensch und Bestie, erweist der Film Reverenz, doch kein Herz klopft wirklich in dieser nicht nur milieubedingt seelenlosen Geschichte, die das Horrormuseum mit einem Sturm vom Staub befreien will.

Mit einer schönen Überblendung von der brennenden Universalkugel zur Fackel des transsilvanischen Mobs, der Frankenstein und seine Kreatur auslöschen will, schlägt der Film die Brücke zwischen Verbeugung und Veränderung. Neu ist der Held, der nur dem Namen nach an Bram Stokers Seniorenmodell erinnert. Van Helsing, gespielt von "X-Man" Hugh Jackman, ist eine in schwarzes Leder gepresste Kampfmaschine, die in Paris amüsant eingeführt wird, als sie den notorischen Persönlichkeitsspalter Mr. Hyde zur Erstnatur zurückführt. Im Auftrag einer katholischen Geheimorganisation in Rom und in Begleitung eines Mönchs, der als comic relief für atmosphärische Entspannung zuständig ist, reist Van Helsing nach Transsilvanien. Dort plant Graf Dracula eine dramatische Machterweiterung durch elektrisierende Reanimierung seiner untoten Nachwuchsbrut, bei der ihm Werwölfe und Frankensteins Monster als Elektrizitätsleiter dienen sollen. Aus nicht nur anatomischen Gründen versucht er auch beharrlich, eine rebellische Zigeuneraristokratin (Kate Beckinsale) in sein Schloss zu entführen, die sich mit Van Helsing verbündet hat.

Während manche Dialoge, Nachdenklichkeitspausen und ein himmlisches Finale durchaus Heiterkeit in die osteuropäische Milieu-Tristesse bringen, stürzen sich beide Parteien nahezu pausenlos in die Schlacht um Transsilvanien, in der Draculas übermütige Bräute als fliegende, nahezu unzerstörbare Kampfeinheit eine zentrale Rolle spielen. Erwartet werden dürfen mehrere spektakuläre Luftattacken auf ein Dorf, diverse Konfrontationen mit Werwölfen, eine Kutschenjagd vor drohendem Abgrund, eine opulente Ballszene mit Trapezeinlage und einige theatralische Auftritte des frustrierten Grafen, der stinksauer schon einmal die Wände hochgeht. Es wird entführt, attackiert, mutiert, krepiert, zitiert und kopiert, bis Action den Platzbedarf von Anspruch überflüssig gemacht hat. Wer sich mitreißen lässt, vergnügt sich, ohne einen Gedanken opfern zu müssen. Wer sich dagegen stemmt, muss sich zumindest eingestehen, dass mit einem "Monster" zwar Respekt, mit vielen aber ein Vermögen verdient werden kann. kob.

Darsteller:  Hugh Jackman   als Gabriel Van Helsing
  Kate Beckinsale   als Anna Valerious
  Richard Roxburgh   als Graf Wladislaus Dracula
  David Wenham   als Carl
  Shuler Hensley   als Frankensteins Monster
  Elena Anaya   als Aleera
  Will Kemp   als Velkan Valerious
  Kevin J. O'Connor   als Igor
  Alun Armstrong   als Kardinal Jinette
  Silvia Colloca   als Verona
  Josie Maran   als Marischka
  Thomas Fisher   als Top Hat
  Samuel West   als Dr. Victor Frankenstein
  Robbie Coltrane   als Mr. Hyde
 
Regie:  Stephen Sommers  
Buch:  Stephen Sommers  
Musik:  Alan Silvestri  
Kamera:  Allen Daviau  
Produzent:  Stephen Sommers  
  Bob Ducsay  

Liebe mit Biss

Ob "Twilight", "New Moon" oder "Mitternachtszirkus" - der Vampirfilm
erlebt derzeit einen ungeahnten Boom. Doch dabei geht's weniger blutig, eher romantisch zu.

Unsterblich verliebt: Kristen Stewart und Robert Pattinson in Twilight (Foto: Concorde) Großansicht

Unsterblich verliebt: Kristen Stewart und Robert Pattinson in Twilight (Foto: Concorde)

Über 110 Jahre hat der erste und zugleich berühmteste Vampirroman, Bram Stokers "Dracula", schon auf dem Buckel. Und dennoch hat die Legende vom blutsaugenden Untoten, der angeblich in den rumänischen Karpaten - genauer gesagt in Transsylvanien - sein Unwesen trieb, nichts von ihrer Faszination verloren.

Bestes und aktuelles Beispiel: Stephenie Meyers' gerade bei Teenagern enorm erfolgreiche Bestsellerbuchreihe "Twilight", die von der großen Liebe zwischen der schönen Bella und einem nicht weniger attraktiven Vampir namens Edward handelt. Auch der Film hat diese außergewöhnliche Lovestory natürlich schon längst entdeckt. Teil eins der Saga Twilight - Biss zum Morgengrauen ist bereits auf Video erhältlich, der zweite Teil "New Moon - Biss zur Mittagsstunde" läuft aktuell in den Kinos. Auch in Deutschland haben die beiden Hauptdarsteller Kristen Stewart und Robert Pattinson damit bereits ein Millionenpublikum verzaubert. Allerdings spielt in dieser modernen Geschichte die Romanze eine wesentlich wichtigere Rolle als das Vampir-typische Serienmordmotiv.

Halb-Vampir mit scharfer Klinge: Wesley Snipes als "Blade" (Foto: Warner) Großansicht

Halb-Vampir mit scharfer Klinge: Wesley Snipes als "Blade" (Foto: Warner)

Die Jagd nach Untoten und Monstern

Da geht es in der Action- und Martial-Arts-geladenen "Blade"-Trilogie schon ganz anders zur Sache. Hier spielt Wesley Snipes einen Halbvampir, der mit der Virtuosität eines Samurai versucht, sämtliche Blutsauger dieser Welt auszurotten. Ebenfalls viel Action hat auch die düster-moderne Horrorreihe " Underworld " zu bieten. Allerdings darf in diesem Fall Vampirin Kate Beckinsale mit einem Werwolf Romeo und Julia spielen. Die schöne Beckinsale war übrigens auch in "Van Helsing" mit von der Partie - jenem Effekte-Spektakel, in dem Hugh "X-Man" Jackman den legendären Monsterjäger gibt.

Während "Van Helsing" pures Popcornkino ist, gehört die Version von Altmeister Francis Ford Coppola wohl zu den erlesensten Adaptionen des berühmten Stoffs. "Bram Stoker's Dracula" wurde nicht nur mit drei Oscars ausgezeichnet - darunter für beste Kostüme und bestes Make-up -, die Hauptfigur erhält in dieser Fassung durchaus tragische Züge und die altbekannte Horrormär faszinierende erotische Untertöne. Die großartige Besetzung um Gary Oldman, Winona Ryder und Keanu Reeves rundet das blutrünstige Vergnügen ab.

Tom Cruise: Unsterblich in "Interview mit einem Vampir" (Foto: Warner) Großansicht

Tom Cruise: Unsterblich in "Interview mit einem Vampir" (Foto: Warner)

Zum anbeißen gruselig: Christopher Lee

Ein gigantisches Staraufgebot konnte auch Neil Jordan für seine Anne-Rice-Verfilmung "Interview mit einem Vampir" aufbieten. In der homoerotisch angehauchten Horror-Oper begeistern etwa Antonio Banderas, Brad Pitt und Tom Cruise. Apropos Superstars: Wenn der Begriff Vampirfilm fällt, darf ein Name nicht fehlen: Christopher Lee. Er gab in unzähligen B-Movies der 1960er- und 70er-Jahre dem Grafen Dracula ein Gesicht.

Und der Boom um den blutsaugenden Adelsmann geht ungebrochen weiter. Paul Weitz, Bruder des "New Moon"-Regisseurs Chris Weitz, hat gerade mit "Mitternachtszirkus", der Verfilmung von Darren Shans gleichnamiger Buchreihe, seinen Beitrag zur Renaissance dieses Genres geleistet. Darin geht es übrigens um einen Ami, der zum Blutsauger wird und sich in einem Kampf der Vampire wiederfindet.

 

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