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Kaufvideo
Erhältlich seit:
10.10.2005
Originaltitel: Vanity Fair
Großbritannien/USA 2004
Laufzeit: 136 Min.
FSK: ab 6
Reese Witherspoon
Eileen Atkins
Jim Broadbent
Regie: Mira Nair
Universum Film

Als neuestes Mitglied einer langen Reihe von Filmemachern wagt sich nun auch die indische Regisseurin Mira Nair an die Verfilmung von William Makepeace Thackerays titelgebendem Klassiker. Durch ihren Bollywood-Background und eigene Werke wie "Monsoon Wedding" mit verzwickten Gesellschafts-Epen vertraut, fühlt sich Nair sichtlich auch bei diesem 900-Seiten-Wälzer auf sicherem Terrain, verliert bisweilen jedoch Charakterzeichnung und Spannungsbogen ein wenig aus den Augen. Die charmante Hauptdarstellerin Reese Witherspoon und die Bekanntheit der Vorlage dürften dennoch zu einem ordentlichen Erfolg an den Kassen führen.
Ehemalige Studentin der englischen Literatur, eifrige Sammlerin alter Stoffe und Stickereien, aufgestiegen in die Top 25 der Mächtigsten Hollywoods - Reese Witherspoon empfahl sich in vielerlei Hinsicht für ihre jüngste Rolle. Zum zweiten Mal nach "Ernst sein ist alles" schnürte sie für die Dreharbeiten zu einer Klassiker-Adaption das Korsett. Nicht sehr eng allerdings, war sie doch bei Drehbeginn schon im fünften Monat mit ihrem zweiten Kind schwanger. Nun also gibt Witherspoon Becky Sharp, Hauptfigur von "Vanity Fair". Adaptiert von den britischen TV-Autoren Matthew Faulk und Mark Skeet sowie "Gosford Park"-Schreiber Julian Fellowes, nahm sich Indiens Vorzeige-Export Mira Nair ("Salaam Bombay!") William Makepeace Thackerays umfangreichen Wälzers an. Der erblickte einst in Kalkutta das Licht der Welt und gab der Filmemacherin so noch mehr gute Gründe an die Hand, indische Einflüsse in das erz-britische Geschehen einfließen zu lassen.
Erzählt wird vom Aufstieg und Fall der englischen Waise Becky, die - arm, aber gebildet und mit unbeirrbarem Aufstiegswillen gesegnet - im Haushalt des Landadeligen Sir Pitt Crawley (Bob Hoskins) als Erzieherin arbeitet. Dort erobert sie sowohl das Herz der exzentrischen Erbtante Mathilda - Eileen Atkins brilliert mit spitzer Zunge - als auch das des Sohnes Rawdon (James Purefoy aus "Resident Evil"), den sie wenig später heimlich heiratet.
In ihrer neuen Heimat London muss sie sich hingegen mit der Herablassung der blasierten Adelsgesellschaft und insbesondere der von George ("Alexander"-Schönling Jonathan Rhys Meyers), Ehemann ihrer Jugendfreundin Amelia (Romola Garai), auseinandersetzen. Doch mit Charme, Gewitztheit und einer gewissen Missachtung der Konventionen behauptet sich die schöne Aufsteigerin selbst in diesem Löwenkäfig und bringt schließlich auch den mächtigen Marquis von Steyne (Gabriel Byrne) dazu, Tür und Geldbeutel für sie zu öffnen. Doch genau diese Bekanntschaft führt schlussendlich zum Bruch mit dem spielsüchtigen Rawdon und zum erneuten tiefen Fall.
Opulente Kulissen und die atemberaubend farbenfrohen Kostüme aus indischer Seide von Kostümbildnerin Beatrix Aruna Pasztor sind neben Reese Witherspoons charmanter Darbietung die auffallendsten Attribute von Nairs Gesellschaftsdrama. Denn die Regisseurin erweckt nur selten den Grad an Begeisterung für ihre Figuren, den man bräuchte, um das Geschehen 141 Minuten lang gebannt zu verfolgen. Ein echter Rapport entsteht kaum, zu glatt, zu emotionslos werden Höhepunkte und Tiefschläge der Protagonisten abgehandelt. So ist Becky hier weniger die durchtriebene, kaltblütige Karrieristin der Vorlage, sondern eher eine modern wirkende, stets optimistische und gewitzte Gewinnerin. Und genau das nimmt dem Stoff die Schärfe und Kontur, ebenso wie das Fehlen sichtbarer Alterungserscheinungen der Figuren - mehr als ein Dutzend Jahre ziehen am Zuschauer beinahe unbemerkt vorbei. Mehr Aufmerksamkeit erregen die Darstellungen des hochkarätigen Ensembles, aus dem vor allem Eileen Atkins und Gabriel Byrne mit den besten, unverblümtesten Dialogen der Arbeit hervorstechen. Weitere bemerkenswerte Auftritte absolvieren der britische TV-Darsteller Tony Maudsley als naiv-sympathischer Verehrer Beckys sowie Rhys Ifans, der nach seinem "You Have Beautiful Eyes - Fancy a Fuck?"-T-Shirt aus "Notting Hill" nun in Militäruniform als unglücklich Liebender eine gute Figur macht. Sie heben das ambitionierte Werk aus der Gefälligkeit heraus und mildern auch so manch fehl am Platz erscheinende Indien-Referenz wie Beckys exotischer Tanz im Hause des Marquis. Die vielköpfige Anhängerschar von Literaturadaptionen im Gefolge von "Sinn und Sinnlichkeit" sollte sich also auch bei diesem Sittenbild zufrieden zeigen. geh.
Die mitreissende Verfilmung des weltberühmten, gleichnamigen Romanklassikers - von Mira Nair ("Monsoon Wedding") voller Farbenpracht, Charme und Sinnlichkeit inszeniert!
Becky Sharp, die Tochter eines englischen Künstlers und einer französischen Sängerin, hat ihre Eltern bereits in jungen Jahren verloren. Sie sehnt sich nach einem glamourösen Leben, welches ihr gesellschaftlicher Stand ihr aber nicht erlaubt. Becky gelingt es, mit Geist, Charme und Sexappeal die feine Gesellschaft Londons Anfang des 19. Jahrhunderts zu erobern. Sie wickelt die Männer reihenweise um den Finger und findet schließlich in Marquis von Steyne einen mächtigen Gönner: Er lässt ihre kühnsten Träume wahr werden, doch Becky ahnt nicht, dass der Preis dafür hoch sein wird....
Quelle: Universum Film
Audiokommentar von Mira Nair
Entfernte Szenen
Making Of
Featurette "Die Frauen von Vanity Fair"
Quelle: Universum Film
| Darsteller: | Reese Witherspoon | als Rebecca Sharp | |
|---|---|---|---|
| Eileen Atkins | als Miss Matilda Crawley | ||
| Jim Broadbent | als Mr. Osborne | ||
| Gabriel Byrne | als The Marquess of Steyne | ||
| Romola Garai | als Amelia Sedley | ||
| Bob Hoskins | als Sir Pitt Crawley | ||
| Rhys Ifans | als William Dobbin | ||
| Geraldine McEwan | als Lady Southdown | ||
| James Purefoy | als Rawdon Crawley | ||
| Jonathan Rhys Meyers | als George Osborne | ||
| Douglas Hodge | als Pitt Crawley | ||
| Natasha Little | als Lady Jane Sheepshanks | ||
| Tony Maudsley | als Joseph Sedley | ||
| Regie: | Mira Nair | ||
| Buch: | Matthew Faulk | ||
| Mark Skeet | |||
| Julian Fellowes | |||
| Musik: | Mychael Danna | ||
| Kamera: | Declan Quinn | ||
| Produzent: | Janette Day | ||
| Donna Gigliotti | |||
| Lydia Dean Pilcher | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Englisch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Audiokommentar, Entfallene Szenen, Making of, Featurette
Audiokommentar von Mira Nair
Entfernte Szenen
Making Of
Featurette "Die Frauen von Vanity Fair"
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Reese Witherspoon
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Jim Broadbent
Britischer Schauspieler. Freundlich, rundlich, gutmütig und sympathisch, auch hinterhältig, hilflos und feige, hat sich der britische...
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