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Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeit

Opulente Verfilmung des Klassikers von der "Moonsoon Wedding"-Regisseurin MIra Nair.


Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeit

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Erhältlich seit:
05.10.2005

Originaltitel: Vanity Fair

Drama

Großbritannien/USA 2004
Laufzeit: 136 Min.
FSK: ab 6

Reese Witherspoon
Eileen Atkins
Jim Broadbent

Regie: Mira Nair
Universum Film

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Opulente Verfilmung des Literaturklassikers von "Moonsoon Wedding"-Regisseurin Mira Nair.

Rawdon Crawley führt Becky in die Gesellschaft ein (Foto: Universum) Großansicht

Rawdon Crawley führt Becky in die Gesellschaft ein (Foto: Universum)

Die englische Vollwaise Becky (Reese Witherspoon), Tochter eines verarmten britischen Künstlers und einer französischen Sängerin, ist zwar mittellos, aber gebildet und mit unbeirrbarem Aufstiegswillen gesegnet. Im Haushalt des Landadeligen Sir Pitt Crawley (Bob Hoskins) findet sie als Erzieherin eine Anstellung.

Dort erobert sie sowohl das Herz der exzentrischen Erbtante Mathilda (Eileen Atkins) als auch das des Sohnes Rawdon (James Purefoy), den sie wenig später heimlich heiratet.

In ihrer neuen Heimat London muss sie sich hingegen mit der Herablassung der blasierten Adelsgesellschaft und insbesondere der von George (Jonathan Rhys-Meyers), Ehemann ihrer Jugendfreundin Amelia (Romola Garai), auseinandersetzen.

Becky ist für jede Maskerade zu haben (Foto: Universum) Großansicht

Becky ist für jede Maskerade zu haben (Foto: Universum)

Opulenter Gesellschaftsklassiker

Doch mit Charme, Gewitztheit und einer gewissen Missachtung der Konventionen behauptet sich die schöne Aufsteigerin selbst in diesem Löwenkäfig und bringt schließlich auch den mächtigen Marquis von Steyne (Gabriel Byrne) dazu, Tür und Geldbeutel für sie zu öffnen. Doch nach dem Höhenflug folgt der tiefe Fall.

Opulente Kulissen und die atemberaubend farbenfrohen Kostüme aus indischer Seide von Kostümbildnerin Beatrix Aruna Pasztor sind neben Reese Witherspoons charmanter Darbietung die auffallendsten Attribute von Mira Nairs Gesellschaftsdrama. Die indische Regisseurin wagt sich mit "Vanity Fair", das auf dem Romanklassiker "Jahrmarkt der Eitelkeiten" von William Makepeace Thackeray basiert, an einen Literaturklassiker heran. Neben Witherspoon standen unter anderem die britischen Schauspieler Eileen Atkins, Jim Broadbent, Gabriel Byrne und Jonathan Rhys-Meyers vor der Kamera.

Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeit

Als neuestes Mitglied einer langen Reihe von Filmemachern wagt sich nun auch die indische Regisseurin Mira Nair an die Verfilmung von William Makepeace Thackerays titelgebendem Klassiker. Durch ihren Bollywood-Background und eigene Werke wie "Monsoon Wedding" mit verzwickten Gesellschafts-Epen vertraut, fühlt sich Nair sichtlich auch bei diesem 900-Seiten-Wälzer auf sicherem Terrain, verliert bisweilen jedoch Charakterzeichnung und Spannungsbogen ein wenig aus den Augen. Die charmante Hauptdarstellerin Reese Witherspoon und die Bekanntheit der Vorlage dürften dennoch zu einem ordentlichen Erfolg an den Kassen führen.

Ehemalige Studentin der englischen Literatur, eifrige Sammlerin alter Stoffe und Stickereien, aufgestiegen in die Top 25 der Mächtigsten Hollywoods - Reese Witherspoon empfahl sich in vielerlei Hinsicht für ihre jüngste Rolle. Zum zweiten Mal nach "Ernst sein ist alles" schnürte sie für die Dreharbeiten zu einer Klassiker-Adaption das Korsett. Nicht sehr eng allerdings, war sie doch bei Drehbeginn schon im fünften Monat mit ihrem zweiten Kind schwanger. Nun also gibt Witherspoon Becky Sharp, Hauptfigur von "Vanity Fair". Adaptiert von den britischen TV-Autoren Matthew Faulk und Mark Skeet sowie "Gosford Park"-Schreiber Julian Fellowes, nahm sich Indiens Vorzeige-Export Mira Nair ("Salaam Bombay!") William Makepeace Thackerays umfangreichen Wälzers an. Der erblickte einst in Kalkutta das Licht der Welt und gab der Filmemacherin so noch mehr gute Gründe an die Hand, indische Einflüsse in das erz-britische Geschehen einfließen zu lassen.

Erzählt wird vom Aufstieg und Fall der englischen Waise Becky, die - arm, aber gebildet und mit unbeirrbarem Aufstiegswillen gesegnet - im Haushalt des Landadeligen Sir Pitt Crawley (Bob Hoskins) als Erzieherin arbeitet. Dort erobert sie sowohl das Herz der exzentrischen Erbtante Mathilda - Eileen Atkins brilliert mit spitzer Zunge - als auch das des Sohnes Rawdon (James Purefoy aus "Resident Evil"), den sie wenig später heimlich heiratet.

In ihrer neuen Heimat London muss sie sich hingegen mit der Herablassung der blasierten Adelsgesellschaft und insbesondere der von George ("Alexander"-Schönling Jonathan Rhys Meyers), Ehemann ihrer Jugendfreundin Amelia (Romola Garai), auseinandersetzen. Doch mit Charme, Gewitztheit und einer gewissen Missachtung der Konventionen behauptet sich die schöne Aufsteigerin selbst in diesem Löwenkäfig und bringt schließlich auch den mächtigen Marquis von Steyne (Gabriel Byrne) dazu, Tür und Geldbeutel für sie zu öffnen. Doch genau diese Bekanntschaft führt schlussendlich zum Bruch mit dem spielsüchtigen Rawdon und zum erneuten tiefen Fall.

Opulente Kulissen und die atemberaubend farbenfrohen Kostüme aus indischer Seide von Kostümbildnerin Beatrix Aruna Pasztor sind neben Reese Witherspoons charmanter Darbietung die auffallendsten Attribute von Nairs Gesellschaftsdrama. Denn die Regisseurin erweckt nur selten den Grad an Begeisterung für ihre Figuren, den man bräuchte, um das Geschehen 141 Minuten lang gebannt zu verfolgen. Ein echter Rapport entsteht kaum, zu glatt, zu emotionslos werden Höhepunkte und Tiefschläge der Protagonisten abgehandelt. So ist Becky hier weniger die durchtriebene, kaltblütige Karrieristin der Vorlage, sondern eher eine modern wirkende, stets optimistische und gewitzte Gewinnerin. Und genau das nimmt dem Stoff die Schärfe und Kontur, ebenso wie das Fehlen sichtbarer Alterungserscheinungen der Figuren - mehr als ein Dutzend Jahre ziehen am Zuschauer beinahe unbemerkt vorbei. Mehr Aufmerksamkeit erregen die Darstellungen des hochkarätigen Ensembles, aus dem vor allem Eileen Atkins und Gabriel Byrne mit den besten, unverblümtesten Dialogen der Arbeit hervorstechen. Weitere bemerkenswerte Auftritte absolvieren der britische TV-Darsteller Tony Maudsley als naiv-sympathischer Verehrer Beckys sowie Rhys Ifans, der nach seinem "You Have Beautiful Eyes - Fancy a Fuck?"-T-Shirt aus "Notting Hill" nun in Militäruniform als unglücklich Liebender eine gute Figur macht. Sie heben das ambitionierte Werk aus der Gefälligkeit heraus und mildern auch so manch fehl am Platz erscheinende Indien-Referenz wie Beckys exotischer Tanz im Hause des Marquis. Die vielköpfige Anhängerschar von Literaturadaptionen im Gefolge von "Sinn und Sinnlichkeit" sollte sich also auch bei diesem Sittenbild zufrieden zeigen. geh.

Darsteller:  Reese Witherspoon   als Rebecca Sharp
  Eileen Atkins   als Miss Matilda Crawley
  Jim Broadbent   als Mr. Osborne
  Gabriel Byrne   als The Marquess of Steyne
  Romola Garai   als Amelia Sedley
  Bob Hoskins   als Sir Pitt Crawley
  Rhys Ifans   als William Dobbin
  Geraldine McEwan   als Lady Southdown
  James Purefoy   als Rawdon Crawley
  Jonathan Rhys Meyers   als George Osborne
  Douglas Hodge   als Pitt Crawley
  Natasha Little   als Lady Jane Sheepshanks
  Tony Maudsley   als Joseph Sedley
 
Regie:  Mira Nair  
Buch:  Matthew Faulk  
  Mark Skeet  
  Julian Fellowes  
Musik:  Mychael Danna  
Kamera:  Declan Quinn  
Produzent:  Janette Day  
  Donna Gigliotti  
  Lydia Dean Pilcher  

Witherspoon ist unnatürlich brünett

Schillernde grüne Augen, sinnlicher Mund, samtweiche helle Haut und seidig glänzende blonde Haare - aus diesem Stoff sind klassische Hollywood-Diven.

Nie mehr blond: Reese Witherspoon (Foto: Fox) Großansicht

Nie mehr blond: Reese Witherspoon (Foto: Fox)

Kein Wunder also, dass Reese Witherspoon sich mit relativ harmlosen Filmchen in die Oberliga der Traumfabrik spielen konnte. Mit "Natürlich blond!" nahm sie sogar ihr eigenes Image auf die Schippe.

Doch nun hat die Schauspielerin offenbar genug vom Dasein als Vorzeigeblondine: Bei der Premiere ihres neuen Films "Vanity Fair" in New York erschien Witherspoon mit braun gefärbter Mähne. Womit sie nicht gerechnet hatte: Einige ihrer Fans erkannten sie gar nicht und würdigten sie keines Blickes, als sie den Roten Teppich entlangschritt. Ein enttäuschter Gast beschwerte sich:

"Ich habe meinen Nebenmann noch gefragt 'Hey, wer ist eigentlich die Brünette da?' Erst später erfuhr ich, dass das tatsächlich Reese gewesen war. Jetzt habe ich kein einziges Foto von ihr..."

Ich hab das einfach gebraucht!

Witherspoon sprudelte später eine echte Girlie-Erklärung in die Mikros der verdutzten Journalisten:

"Hach, ab und zu muss man halt mal etwas an sich ändern. Ich habe meine Haare schließlich seit 10 Jahren nicht mehr gefärbt. Beängstigend, was?"

Wahrscheinlich wollte Reese Witherspoon aber einfach nur weg vom berüchtigen Blondchen-Klischee. Schließlich basiert "Vanity Fair" auf dem klassischen Roman von William Makepeace Thackeray, der in den Zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts spielt und schon unzählige Male verfilmt wurde. Reese mimt die Hauptfigur Becky Sharp: eine junge Frau, die sich eine Stellung in der besseren Gesellschaft Londons erkämpfen will - und zwar ohne jede Rücksicht auf Verluste.

Dabei spielt Reese unter der Regie von Mira Nair ("Monsoon Wedding") neben Schauspiel-Assen wie Gabriel Byrne, Bob Hoskins, Jim Broadbent und Eileen Atkins. An der Seite solcher Hochkaräter will man natürlich nicht als Barbiepüppchen in die Kameras grinsen!

 

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Reese Witherspoon

Sie ist der heißeste eiskalte blonde Engel, den Hollywood neben Alicia Silverstone, Kirsten Dunst, Cameron Diaz und Drew Barrymore in...

 

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Jim Broadbent

Britischer Schauspieler. Freundlich, rundlich, gutmütig und sympathisch, auch hinterhältig, hilflos und feige, hat sich der britische...